Eine Welt-Promotor*innen-Programm wirkt jetzt in allen 16 Bundesländern

Das PromotorInnen-Programm wurde 2013 auf Bundesebene als innovatives, entwicklungs­bezogenes Bildungsprogramm gestartet. Es stützt sich auf die guten Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen, wo es bereits seit 1996 umgesetzt wird. Träger des Programms ist ein Konsortium aus der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) und der Stiftung Nord-Süd-Brücken. Seit 2016 ist das Programm in allen 16 Bundesländern aktiv.

Die Programmumsetzung obliegt den Eine Welt-Landesnetzwerken. In zahlreichen Bundes­ländern, so auch in Hamburg, sind Promo­torInnen in verschiedenen Bereichen aktiv. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusam­menarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt 60 Prozent der Personal-, Sach- und Verwaltungs­kosten. Die Länder, in unserem Fall die Freie und Hansestadt Hamburg, trägt mit 40 Prozent  den Rest der Kosten. Hierbei steht das Programm für den Wunsch mit abgestimmten Konzepten auf den unterschiedlichen Ebenen - Kommunen, Länder, Bund-  auf globale Herausforderungen zu reagieren.

Das Eine Welt-PromotorInnen-Programm ist zentrales Instrument der bundesweiten Initiative Inlandsarbeit. Diese zielt auf politische Prozesse, mit denen Wissen und Kompetenz für weltweit nachhaltige Entwicklung mobilisiert werden. Zusätzliches Ziel des Programms ist die weitere Festigung und Verbreiterung der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit in der Zivilgesellschaft, womit Handlungsbereitschaft und bürgerschaftliches Engagement verstärkt, Netzwerke initiiert, Kooperationen und Partnerschaften und Eine Welt-Politik in Deutschland flächendeckend und systematisch präsent gemacht werden soll.

Ziele des Programms

Der übergeordnete Rahmen des bundesweiten Eine Welt-PromotorInnen-Programms sind die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele und die in ihnen ausgedrückte Notwendigkeit einer globalen Transformation.

Das Programm soll insbesondere dazu beitragen:

  • das Verständnis und die Solidarität der Bevölkerung für die Menschen im Globalen Süden zu erhöhen;
  • neue Bevölkerungsgruppen einschließlich MultiplikatorInnen für  entwicklungspolitisches Engagement zu gewinnen;
  • Ursachen von Ungleichheiten zu behandeln;
  • das Verständnis für Fluchtursachen der Menschen aus dem Globalen Süden zu verbessern;
  • interkulturelles Verstehen und interkulturellen Austausch zu fördern; und
  • das Erfordernis entwicklungs- und umweltverträglicher Veränderungen in den Industrieländern zu erörtern und ggf. Vorschläge zu entwickeln.

Für weitere und vertiefende Informationen siehe das Rahmenkonzept zum bundesweiten PromotorInnen-Programm (Stand März 2015) http://agl-einewelt.de/schwerpunkte/eine-welt-promotorinnen-programm