Das Eine Welt Netzwerk steuert das PromotorInnen-Programm in Hamburg

In Hamburg werden seit März 2013 die Bereiche Faire Handelsaktivitäten und Globales Lernen mit stetig steigendem Erfolg fortgeführt. Eine Fachpromotorin unterstützt seit 2013 den Träger Mobile Bildung e.V., wobei sie als viel gefragte Ansprechpartnerin für den Fairen Handel fungiert. Im Bereich Globales Lernen kooperiert das EWNW seit Januar 2016 mit einem neuen Träger, der Bramfelder Laterne Informationszentrum für Globales Lernen. Neu geschaffen wurde im März 2016 der Bereich Migration, Diaspora und Entwicklung beim Träger Ghana Union Hamburg e.V.

Das Programm wird vom BMZ und in der Freien und Hansestadt Hamburg aus Mitteln der Senatskanzlei und der Behörde für Schule und Berufsbildung mitfinanziert. Für 2017 bemühen wir uns um Mittel der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

Träger und PromotorInnen

Die Leistung des Eine-Welt-PromotorInnen Programms besteht darin, die Menschen zu unterstützen, welche die Umbrüche und Transformationen - diese Welt im Wandel - mitgestalten wollen. Mit ihrer Arbeit sollen die PromotorInnen die Eine Welt flächendeckend und systematisch präsent machen. PromotorInnen sollen Handlungsoptionen sichtbar machen und konkrete Handlungsmöglichkeiten anbieten. Durch ihre Unterstützung sollen sie die Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement verbessern und wirksamer machen. Dabei wirken die PromotorInnen durch Beratungs-, Bildungs- und Vernetzungsarbeit auf verschiedene Akteure ein. Mit ihren Maßnahmen erhöhen sie das gesellschaftliche Bewusstsein für globale soziale Gerechtigkeit und bieten hierzu verschiedene Handlungsmöglichkeiten an.

Steuerung und Koordination des PromotorInnen-Programms durch das Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. steuert und koordiniert das bundesweite Eine Welt-PromotorInnen-Programm in Hamburg seit 2013. Von 2013 bis 2015 erfolgte dies im Rahmen des Capacity Building Programms (CBP), welches seit dem 01. Januar 2016 vom Entwicklungspolitischen Basis-Programm (EBP) abgelöst wurde. Beide Programme werden über Bundesmittel finanziert. Seit dem 15. Januar 2016 widmet sich die Landeskoordinatorin Bianca Percic dem PromotorInnen-Programm im Rahmen des Entwicklungspolitischen Basisprogramms.

Übergeordnete Ziele im Entwicklungspolitischen Basis-Programm (EBP):

  • Steuerung und Koordination des PromotorInnen-Programms
  • Förderung von Austausch und Kompetenzen in den Eine-Welt Landesnetzwerken und Gewährleistung des gegenseitigen Wissenstransfers zur Stärkung der Strukturen in den 16 Eine Welt-Landesnetzwerken
  • Interessenvertretung und Lobbyarbeit gegenüber Landes- und Bundespolitik, gegenüber Bundestag und Landesparlamenten zu Themen wie Sozialstandards in der öffentlichen Beschaffung, zum Fairen Handel, zu Partnerschaftsarbeit auf Augenhöhe
  • Stärkung der Anerkennungskultur für Eine Welt-Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement.

 

Rückblick 2013-2015

Zur Erinnerung: von 2013 bis 2015 gab es in Hamburg zwei PromotorInnen-Arbeitsbereiche. Der Bereich Globales Lernen war beim Träger Open School 21 angesiedelt und der Verein Mobile Bildung e.V stärkte mit einer Promotorin Fairhandels-Aktivitäten in Hamburg.
Rückblickend ist zu sagen, dass das Programm außerordentlich erfolgreich war und dessen Bedeutung für Hamburg unverändert hoch ist. Die Promotorinnen setzten wichtige Impulse zum Beispiel für die Gestaltung der nachhaltigen Beschaffung in Hamburg und die Umsetzung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung. Die Promotorinnen haben sich als Kompetenzstelle für ihre jeweiligen Fachbereiche in Hamburg etabliert.

Die direkte, lokale und zielgruppengerechte Ansprache, wie sie durch die Promotorinnen erfolgte, ist neben der geleisteten Vernetzung ein Garant für den Erfolg. Oft mündete das Interesse einer Zielgruppe auch in Aktionen. So vervielfältigten sich die eingesetzten Ressourcen beispielsweise durch die effektive Vernetzung in der Steuerungsgruppe Fair Trade Stadt Hamburg (Fairer Handel) und als Schnittstelle zwischen Fachbehörde und außerschulischen Lernangeboten (Globales Lernen). Es gilt, diese Impulse weiter auszubauen und mit den Kenntnissen der Fachpromotorinnen weiter zu verstetigen.

Die bundesweite Bilanz des Programms ist beeindruckend: Mit über 10.000 erbrachten Leistungen in den vergangenen 3 Jahren haben die PromotorInnen mehr als 500.000 Menschen für das gemeinsame Ziel einer großen Transformation erreichen können.

Weitere Informationen zum Eine-Welt-PromotorInnenprogramm gibt es hier. www.agl-einewelt.de/index.php/schwerpunkte/eine-welt-promotorinnen-programm

Ausblick 2016-2018

Bundesweit ist das PromotorInnen-Programm seit 2013 angewachsen von ca. 80 auf über 110 PromotorInnen. Auch in Hamburg hat sich das Programm nach der erfolgreichen Durchführung des ersten Zyklus sehr gut etabliert bei den verschiedenen Zielgruppen und Geldgebern, sodass das Programm für den Folgezyklus 2016-2018 ausgebaut werden konnte. Aktuell arbeiten 5 Promotorinnen auf 2,5 Stellen: der Bereich Globales Lernen wurde neu vergeben an das Informationszentrum für Globales Lernen bei der Bramfelder Laterne. Hier teilen sich zwei Promotorinnen eine Vollzeitstelle. Eine Promotorin kümmert sich in Teilzeit weiterhin bei Mobile Bildung e.V. um Faire Handesaktivitäten und ganz neu engagieren sich zwei Promotorinnen bei der Ghana Union Hamburg um den Bereich Migration, Diaspora und Entwicklung mit einer insgesamt 0,75 Prozent Stelle.

Eine Auswahl der erfolgreichen Projekte 2016 aus mehreren Bundesländern stellt die agl vor, darunter auch ein Projekt aus Hamburg: http://agl-einewelt.de/images/agl/publikationen/Highlights/Highlights_01-2016_klein.pdf

Hintergrunddokumente
 

Mehr zur abgeschlossenen Ausschreibung 2015 des Programms in Hamburg: http://www.ewnw.de/pp2