Entwicklungspolitik des Hamburger Senats

Was wir wollen

  • Der Senat muss Entwicklungspolitik als Querschnittsaufgabe aller Hamburger Behörden begreifen. Sie betrifft alle Fragen, die sich mit der globalen Verflechtung unserer Lebensbereiche stellen, und reicht von direkter Entwicklungszusammenarbeit mit PartnerInnen in Ländern des Südens über Wirtschafts-, Kultur- und Umweltpolitik, Sozialstandards beim öffentlichen Einkauf, bis hin zum konkreten Zusammenleben mit Menschen aus Ländern des Südens hier in Hamburg.
  • Hamburgs Entwicklungspolitik muss transparenter werden. Wir fordern den Senat auf, seine entwicklungspolitisch relevanten Aktivitäten öffentlich zu machen und einem regelmäßigen Monitoring zu unterziehen.
  • Hamburgs Entwicklungszusammenarbeit braucht mehr finanzielle und personelle Ressourcen. Die bisherige Ausstattung des Haushaltstitels ist einer weltoffenen, modernen Hafenmetropole unwürdig. Damit das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement der Eine-Welt-Arbeit weiterentwickelt werden kann, müssen institutionelle und projektorientierte Förderung sinnvoll miteinander kombiniert werden.
  • Hamburgs Entwicklungspolitik braucht ein klares Selbstverständnis, einen engagierten Entwicklungspolitischen Beirat und nachvollziehbare Leitlinien. Wir erwarten von Senat und Bürgerschaft, dass sie sich mit dem entsprechenden Vorschlag, den der Entwicklungspolitische Beirat 2001 vorgelegt hat, auseinandersetzen.
  • Für eine moderne Metropole wie Hamburg sollte die Gestaltung der Globalisierung und der Entwicklungspolitik selbstverständlich sein. Das bedeutet auch, aktiv für weltweite Gerechtigkeit einzutreten und für eine Bewusstseinsänderung zu werben.

Diese Forderungen beziehen sich auf die Themenseite "Entwicklungspolitik des Hamburger Senats" [pdf]. Der Arbeitskreis "Entwicklungspolitik in Hamburg" im Eine Welt Netzwerk Hamburg hat seine Position zur Entwicklungspolitik des Hamburger Senats in der Broschüre "hamburg entwickeln!" ausführlich dargelegt. Das Heft wurde bereits 2008 erstellt. Doch viele Aspekte sind immer noch aktuell, zahlreiche Anliegen und Forderungen bestehen weiterhin.