EWNW-Rundbrief Februar 2015

Ausgabe Februar vom 05.02.2015

# 01: Editorial.

Liebe Mitglieder, liebe Leser_innen,

heute erscheint die erste Ausgabe des barrierefreien EWNW-Rundbriefs. Sie erleichtert das Lesen auch fuer Menschen mit Seh-Behinderungen, die Geraete und Programme zur Sprachausgabe oder andere spezielle Zugriffstechniken verwenden. Dieser Rundbrief kommt ohne Bilder aus. Ihr findet aber weiterhin welche auf unserer Webseite und den Angeboten im Social Web wie Facebook und Twitter. Wir arbeiten daran, zukuenftig auch eine farbenfrohe html-Version des Rundbriefs zu erstellen sowie die Neu- und Abbestellung zu automatisieren.

Herzliche Gruesse aus dem EWNW-Büro in Altona!

##          Inhaltsverzeichnis.

01: Editorial

Abschnitt Eins:   Aus Netzwerk und Buero

02: Der neue EWNW-Themenspinner startet am 9. Februar

03: Erklaerung des Vorstandes zum Rücktritt von zwei Vorstandsmitgliedern

04: Hamburg Postkolonial: Runder Tisch mit vielen Ecken

05: SAVE THE DATE Alternative Hafenkonferenz am Wochenende 30./31. Mai

06: Eine-Welt-Promo-Programm Globales Lernen: Workshop „Rassismus an Hamburger Schulen“ am 24.3.2015

07: Eine-Welt-Promo-Programm Fairer Handel: Heldenmarkt am 21./22.2. und Rueckblick Seminar Fairer Handel in der Handelskammer

Abschnitt Zwei:   Nachrichten – buendig und manchmal kurz

08: Eine Welt bei den Buergerschaftswahlen in Hamburg?

09: Europaeisches Jahr der Entwicklung

10: Unterschriftenuebergabe gegen Polizeiabkommen BRD-Mexiko

11: Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfaehig

Abschnitt Drei:   Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen

12: Termine in Hamburg

13: Termine bundeweit und manchmal darueber hinaus

14: Neu-Auflage "Unsere Opfer zaehlen nicht. Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

15: Ausstellung: FAIR DENKEN & KREATIV HANDELN – Konsum mit Koepfchen

16: Online-Tool gegen antisemitische Kommentare

17: Wurde Sklaverei von Konsument_innen abgeschafft? Interviews und Buecher rund um die Grenzen der Konsummacht

18: Jobs

Abschnitt Vier:   Schlusslicht

19: Heldenmarkt ausgerechnet im Cruise Center Altona?

20: Technische Hinweise

21: Impressum

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins:   Aus Buero und Netzwerk.

# 02: Der neue EWNW-Themenspinner startet am 9. Februar .

Wir wollen das Netzwerk enger knuepfen, neue Verbindungen schaffen, gemeinsame Ziele entwickeln und Kooperationsmoeglichkeiten entdecken! Deshalb gibt es ab Montag, den 9. Februar den Themenspinner - das monatliche Mitgliedertreffen des Eine Welt Netzwerks Hamburg.  Dann treffen wir uns im Sued-Nord-Kontor, Stresemannstrasse 374, wo die Mitgliedsgruppe Mobile Bildung ihre Wirkungsstaette hat. Unser Thema: "Fairer Handel auf dem Pruefstand - Was passiert bei uns in Hamburg?".

 

Wer ist Mitglied im Eine Welt Netzwerk Hamburg? Was machen die genau? Wo sitzen die ueberhaupt und wer macht dort die ganze Arbeit? Was haben die schon erreicht? Wo hapert es? Wer braucht vielleicht auch weitere Unterstuetzung? Und was passiert eigentlich im EWNW-Buero in der Großen Bergstrasse?

 

Wir laden vor allem unsere Mitglieder, aber auch Kooperationspartner und andere Interessierte sehr herzlich zu den regelmaessigen Themenspinner-Treffen ein. Jeden zweiten Montag im Monat ist der Abend dafuer!

 

Ines Budarick und Mina Ringel vom EWNW-Buero koordinieren und leiten die monatlichen Treffen, die an verschiedenen Orten und zu wechselnden Themen stattfinden. Im Idealfall treffen wir uns bei den Gruppen vor Ort. Wenn das nicht moeglich ist, suchen wir gerne für den Abend einen passenden Raum. Wir haben schon einige Ideen, freuen uns aber auch sehr ueber Themenvorschlaege von euch!

 

Der erste Themenspinner-Termin ist bereits gesetzt:

Montag, der 09.02.2015 von 17-19 Uhr

 

Thema:

"Fairer Handel auf dem Pruefstand - Was passiert bei uns in Hamburg?"

 

Bei Mobile Bildung dreht sich alles um den Fairen Handel. Durch Beratungs-, Bildung- und Oeffentlichkeitsarbeit schaerft der Verein das Bewusstsein für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel und foerdert damit den Fairen Handel. Zurzeit gibt es vier Projekte, die verschiedene Zielgruppen ansprechen:

 

Das Projekt -"7 Wochen mit Produkten aus Fairem Handel und der Region" laedt ein, sich in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karsamstag probeweise auf den Weg zu einem Konsum mit Zukunft zu machen.

 

Das Projekt Fair Trade Stadt Hamburg richtet sich dabei in erster Linie an oeffentliche Unternehmen und Verwaltung sowie Gastronomie und Hotellerie.

 

hamburg mal fair bietet Workshops, Bildungskoffer und Projektberatung für Jugendliche und junge Erwachsenen rund um das Thema Fairer Handel und konzipiert kreative Beteiligungsformate.

 

Die Fairhandelsberatung befaehigt Aktionsgruppen bzw. Weltlaeden selbstbewusste und kompetente Akteure im Fairen Handel zu werden, sich als qualifizierter Lernort zu verstehen sowie den Bekanntheitsgrad und die Wirkung der meist ehrenamtlichen Arbeit zu steigern.

 

Katja Tauchnitz, Friederike Lang, Jutta Boysen, Katharina Mittenzwei und Katharina Utzolino erzaehlen über ihre Projekte und Aktivitaeten.

 

Gemeinsam koennen wir ueberlegen, was an der Kritik am Fairen Handel dran ist, wo seine Grenzen, wo aber auch seine Chancen liegen, an welchen Ecken und Enden wir in der Stadt noch bohren muessen, welche Forderungen wir weiterhin an die Politik, Wirtschaft und Medien richten wollen und welche positiven Entwicklungen es gibt.

 

 

# 03: Erklaerung des Vorstands zum Ruecktritt von zwei Vorstandsmitgliedern .

 

Überrascht und mit Bedauern müssen wir Euch und Ihnen mitteilen, dass Jochen Schüller und Christine Wittstock am 21. Januar 2015 ihren Rücktritt aus dem Vorstand mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben haben.

 

Wir danken den beiden für ihr Engagement für das Eine Welt Netzwerk in schwierigen Zeiten und insbesondere Christine Wittstock für die übernommene Verantwortung und geleistete Arbeit. Ihre Sichtweisen werden uns in Zukunft fehlen.

 

Satzungsgemäß nimmt der verbleibende Vorstand (Verena Winkler, Karsten Weitzenegger, Matthias Hein) bis zum Ende der Amtszeit die ihm übertragene Verantwortung weiterhin wahr. Als neue Schatzmeisterin und damit Zeichnungsberechtigte wurde vom Vorstand Verena Winkler gewählt.

 

Wir werden den Mitgliedern im Zuge der kommenden Mitgliederversammlung - die vermutlich in der ersten Maiwoche stattfinden wird - entsprechende Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreiten.

 

Wir wünschen allen Netzwerkmitgliedern, Unterstützern und Interessierten ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015. Wir wollen weiterhin alles tun, um das Netzwerk weiter voran zu bringen.

 

gez. der Vorstand des EWNW

 

# 04: Hamburg Postkolonial: Runder Tisch mit vielen Ecken .

 

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg (EWNW) hat auf Bitte des Arbeitskreises HAMBURG POSTKOLONIAL (AK) am 10.12.2014 zu einem Runden Tisch eingeladen. Thema war der Senatsbericht zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes der Stadt Hamburg und die Kritik von Selbstorganisationen Schwarzer und afrikanischer Menschen sowie solidarischer Initiativen am Senatsbericht. Rund 30 Expert_innen und Vertreter_innen migrantisch-diasporischer Gremien, postkolonialer Initiativen, oeffentlicher Institutionen, der Universitaet Hamburg sowie der beteiligten Behoerden und Fraktionen versammelten sich im Buergersaal des Hamburger Rathauses. Sie tauschten sich darueber aus, wie eine dekolonisierende Erinnerungskultur in Hamburg ausgestaltet werden sollte.

 

Der AK und das EWNW begruessen grundsaetzlich die Tatsache, dass sich Hamburg als erste bundesdeutsche Stadt zur Aufarbeitung der kolonialen Stadtgeschichte entschieden hat. Dieser Schritt zeigt die Bereitschaft, sich mit der kolonialen Vergangenheit und der daraus resultierenden historischen Verantwortung Hamburgs auseinanderzusetzen. Damit geht der Senat auf eine zentrale und bundesweite Forderung der zivilgesellschaftlichen Initiativen ein, die sich seit Jahren engagiert und kritisch mit der kolonialen Geschichte deutscher Staedte und

mit ihren Auswirkungen auf die postkoloniale Gegenwart auseinandersetzen.

 

Der AK und das EWNW erachten es als unerlaesslich, dass sie bei der anstehenden Entwicklung eines gesamtstaedtischen Erinnerungskonzepts verantwortlich mit einbezogen werden. Ein Konzept, das den Anspruch hat, sich umfassend mit der kolonialen Geschichte Hamburgs auseinanderzusetzen, kann nur erarbeitet werden, wenn die Menschen, die noch heute von den

Auswirkungen des Kolonialismus direkt betroffen sind und/oder den Prozess seiner umfassenden Aufarbeitung wesentlich initiiert haben, von Anfang an massgeblich beteiligt werden. Es ist zudem ein Anliegen des EWNW, die konzeptionelle Diskussion auf zivilgesellschaftlicher Basis zu ermoeglichen und voranzutreiben.

 

Zu Beginn des Runden Tisches berichtete Ginnie Bekoe (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V.) über ihre Wahrnehmung als Schwarze Frau, wenn sie durch Hamburgs Strassen geht. Obwohl Hamburg eine multikulturelle Stadt sei, fuehle sie sich im Stadtbild nicht repraesentiert. Vor allem die neuen Strassen- und Gebaeudenamen in Hamburgs Hafencity seien verletzend. Es sei ein Affront, dass dort Marco Polo, Vasco da Gama, Columbus und andere als „Entdecker“ geehrt werden. Kolonialismus funktioniere nur durch Rassismus, der eine Ideologie der Entmenschlichung sei und der ein kollektives Trauma erzeugt habe. Die Strassen- und Gebaeudenamen reproduzierten Rassismus und seien eine Verehrung von Welteroberern und Taetern.

 

Millicent Adjei (Afrikanisches Bildungszentrum Arca e.V.) kritisierte, dass der Senatsbericht das Thema Strassenumbenennungen nicht berücksichtigt hat. Um eine stadtweite Erinnerungskultur zu entwickeln, forderte sie eine Expert_innen-Kommission bestehend aus weissen, People of Colour (PoC) und Schwarzen Expert_innen.

 

Darueber, dass eine Einbeziehung von wissenschaftlichen postkolonialen Diskursen, wie sie in Zusammenschluessen von Schwarzen und People of Colour sowie anderen kritischen Arbeitsgruppen vertreten werden, waren sich die Teilnehmer_innen weitgehend einig. Bei der Frage, wie konkret und verbindlich die Mitspracherechte von Gremien Schwarzer Menschen, People of Colour und von Gruppen mit postkolonialen Positionen ausgestaltet werden koennten, gingen die Meinungen allerdings auseinander.

 

Nach über zwei Stunden schlossen die Moderatorinnen Lena Nising und Jasmine Rouamba die Sitzung. Zahlreiche Teilnehmer_innen stimmten dem Anliegen zu, weitere Austauschrunden anzuvisieren.

Einen Tag nach dem Runden Tisch empfahl der Kulturausschuss der Bürgerschaft, den Senat aufzufordern, zeitnah eine - nicht naeher definierte - Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure an der Entwicklung des Senatskonzeptes zu gewaehrleisten.

Bericht des Kulturausschusses zum Senatsbericht vom 19.12.2014:

>> http://hhpostkolonial.files.wordpress.com/2014/05/ausschussbericht-kulturausschuss-19-12-2014.pdf

Presseerklaerung des Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland vom 8.1.2015:

>> http://hhpostkolonial.wordpress.com/2015/01/08/not-about-us-without-us/#more-638

Website des Arbeitskreises HAMBURG POSTKOLONIAL:

>> http://www.hamburg-postkolonial.de

Stellungnahme des Senats Aufarbeitung des „kolonialen Erbes“ – Neustart in der Erinnerungskultur vom 8.7.2014:

>> http://hhpostkolonial.files.wordpress.com/2014/07/senatsbericht-koloniales-erbe2014.pdf

 

 

 

# 05: SAVE THE DATE Alternative Hafenkonferenz am Wochenende 30./31. Mai .

 

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg veranstaltet gemeinsam mit anderen Initiativen am Wochenende 30./31. Mai die eintaegige Hafenkonferenz:

"Alles um jeden Preis? Im- und Exporte im Hamburger Hafen und ihre Auswirkungen auf Laender des Globalen Suedens". Sehr wahrscheinlich wird sie am 30. Mai stattfinden.

 

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg moechte den Hafenkongress der IAPH 2015 (http://www.iaph2015.org)kritisch begleiten und eine alternative Hafenkonferenz organisieren. Angedacht ist eine ganztägige Konferenz mit mehreren thematischen Einheiten und einer Podiumsdiskussion am Abend. Sie soll kurz vor dem Weltkongress der Internationalen Vereinigung der Haefen (International Association of Ports and Harbours) (IAPH) stattfinden. Die IAPH richtet vom 1. bis 5. Juni 2015 ihre 29. Konferenz aus, auf der rund 800 Vertreter_innen der internationalen maritimen Wirtschaft sowie von Hafenverwaltungen und Verbaenden erwartet werden. Gastgeber der diesjaehrigen Konferenz ist die Hamburg Port Authority.

 

Einem ersten Brainstorming zufolge könnten Inhalte der alternativen Hafenkonferenz beispielsweise sein: Handel mit verschiedenen Guetern und Rohstoffen wie Schrott, Kohle und Uran, Ruestungsexporte, Rechte der Seeleute, Umweltaspekte wie die Elbvertiefung und Schweroel im Hafen. Im Fokus stehen sollen auch die Abbau-, Arbeits- und Umwelt-Bedingungen in den Laendern des Globalen Suedens sowie der Widerstand und vielfaeltige Interventionsmoeglichkeiten, sei es im Globalen Sueden oder hier an der Elbe.

 

Mehr Informationen und der genaue Termin folgen demnaechst. Wir freuen uns über interessierte Initiativen, die die Konferenz mitgestalten moechten. Kontakt: mailto:info@ewnw.de

 

 

# 06: Eine-Welt-Promo-Programm Globales Lernen: Workshop „Rassismus an Hamburger Schulen“ .

 

Rassismus an Hamburger Schulen

Ein Workshop für außerschulische Referent_innen im Rahmen des Eine Welt-Promotor_innen-Programms Globales Lernen

Dienstag, 24.03.2015, 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr, 8 Euro/erm. 5 Euro           

 

In der Institution Schule begegnet man dem Alltagsphaenomen Rassismus an unterschiedlichen Orten – im Klassenraum, auf dem Schulhof und im Lehrerzimmer, in Schulbuechern sowie wie in strukturellen Ausschluessen in Form von Noten, Schulerfolg oder Schulpersonal. Das „Netzwerk Rassismus an Schulen“ (NeRaS) in Hamburg hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Faellen rassistischer Ausgrenzung und Diskriminierung dokumentiert.

 

Im Workshop entwickeln Ayan Tasdemir und Ines Fögen vom NeRaS zusammen mit den Teilnehmer_innen, was Rassismus ist und wie wir alle im Alltag in mit ihm Beruehrung kommen. Im Anschluss werden die beiden Referent_innen einen Ueberblick über die Situation an Hamburger Schulen geben. Gemeinsam mit den Teilnehmer_innen werden sie schulische Bildungsinhalte kritisch beleuchten, zentrale Herausforderungen im Umgang mit Rassismus identifizieren sowie Raum geben, eigene Erfahrungen zu reflektieren und Ansatzpunkte für die eigene rassismuskritische Bildungsarbeit in Schulen zu identifizieren.

 

Die Referent_innen Ayan Tasdemir und Ines Fögen vom Institut für Migration und Rassismus, engagieren sich seit mehreren Jahren im „Netzwerk Rassismus an Schulen“ (NeRaS – www.neras.de) in Hamburg.

 

Ort: wird noch bekannt gegeben

Anmeldung bis zum 17.03.2015 in der: Open School 21, Nernstweg 32 – 34, 22765 Hamburg, Tel.: 040 – 39 80 76 – 90 , Fax: 040 – 39 80 76 – 99, E-Mail: mailto:info@openschool21.de

 

>> http://www.ewnw.de/eine-welt-promotorinnen

 

 

# 07: Eine-Welt-Promo-Programm Fairer Handel: Heldenmarkt am 21./22.2. und Rueckblick Seminar Fairer Handel in der Handelskammer .

 

hamburg mal fair und Fair Trade Stadt Hamburg gehen auf den Heldenmarkt!

 

Immer mehr Konsument_innen ziehen bei ihren Kaufentscheidungen Aspekte der Nachhaltigkeit mit ein. Der Heldenmarkt am 21. und 22. Februar bietet die Moeglichkeit, sich über nachhaltige Konsumalternativen aus den verschiedensten Bereichen - von Lebensmittel ueber Mode bis hin zu Geldanlagen - zu informieren.

In diesem Jahr wird Fair Trade Stadt Hamburg gemeinsam mit hamburg mal fair mit einem Aktions- und Informationsstand auf dem Heldenmarkt im Cruise Center Altona vertreten sein. Beim SUDOKU-Spiel mit fair gehandelten Produkten wird den Besucher_innen das Thema Fairer Handel naeher gebracht.

Darüber hinaus werden in einem Vortrag am 21.2. um 12 Uhr die Chancen und Grenzen des Fairen Handels diskutiert.

 

>> http://www.hamburgmalfair.de
>> http://www.fairtradestadt-hamburg.de
>> http://www.heldenmarkt.de/hamburg/

>> http://www.ewnw.de/eine-welt-promotorinnen

 

 

 

Rueckblick: Seminar zum Fairen Handel in der Handelskammer am 22.01.2015 .

 

Wie funktioniert der Faire Handel eigentlich? Und woher koennen faire Produkte bezogen werden? Die Handelskammer Hamburg und Fair Trade Stadt Hamburg haben am 22. Januar in die Handelskammer eingeladen, sich über diese und weitere Fragen rund um das Thema Fairer Handel zu informieren. Knapp 20 Gastronom_innen, Einzelhaendler_innen und Privatpersonen folgten der Einladung und diskutierten mit den Fair-Trade-Expert_innen Katharina Mittenzwei (Fairhandelsberatung – Mobile Bildung e.V.), Albrecht Voigt (Süd-Nord-Kontor), Volker Wiem (EDEKA Niemerszein) und Katja Tauchnitz (Eine-Welt-Promotorin Fairer Handel und Fair Trade Stadt Hamburg) unter der Moderation von Heiner Schote (Handelskammer Hamburg). Dabei wurden Aspekte wie der Mengenausgleich und der vorgeschriebene Mindestanteil an fair gehandelten Produkten bei Mischprodukten ebenso thematisiert wie Schwierigkeiten in der Beschaffung von Fair Trade Produkten.

 

>> http://www.hamburgmalfair.de

>> http://snkshop.lisa-server.de

>> http://www.fairtradestadt-hamburg.de

>> http://www.hk24.de/System/VstTermine/3158742/tg_22_01_2015_186225.html

>> http://www.ewnw.de/eine-welt-promotorinnen

 

 

[Ende des Abschnitts Aus Netzwerk und Buero].

 

 

 

## Abschnitt Zwei:   Nachrichten - buendig und manchmal auch kurz .

 

 

# 08: Eine Welt bei der Buergerschaftswahl in Hamburg? .

 

Zur Wahl der Hamburgischen Buergerschaft am 15. Februar 2015 treten insgesamt 13 Parteien und Waehlervereinigungen an. Rund 120 Abgeordnete werden fuer fuenf Jahre gewählt. Ihre Stimme abgeben duerfen alle Hamburger_innen, die mindestens 16 Jahre alt sind und einen deutschen Pass haben. Das sind etwa 1,3 Millionen. Über 250.000 Hamburger_innen dürfen allerdings nicht waehlen, weil sie staatenlos sind, weil sie aus Polen, der Türkei, dem Iran, aus Afghanistan oder aus Ghana kommen. Viele von ihnen leben und arbeiten seit vielen Jahren, zum Teil seit Generationen in der Hansestadt: Darin, dass Wohn- und Wahlbevölkerung immer weniger identisch ist, zeigt sich ein zunehmendes Demokratiedefizit, das das Bundesverfassungsgericht schon vor vielen Jahren bemaengelt hat. Zeit für den Global Passport, oder?

 

Wie steht es aber um die entwicklungspolitischen Themen? Für viele Hamburger Parteien ist Entwicklungspolitik immer noch ein Sahnehaeubchen. Dabei wird Entwicklungspolitik nicht nur in Berlin gemacht, sondern ist auch Aufgabe der Bundeslaender und Kommunen. Die Idee von Entwicklungspolitik als Querschnittsaufgabe für verschiedene Politikbereiche und Behoerden, ist immer noch keine Selbstverstaendlichkeit.

 

Wie sehen die Parteien das geplante Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP), das Abkommen zwischen der Europaeischen Union und Kanada (CETA) oder das Dienstleistungs-Abkommen TISA (Trade in Service Agreement)? Wie wird Globales Lernen in der Stadt gefoerdert? Wie werden die Partnerschaften mit Léon, Dar es Salaam und anderen Staedten gestaltet? Wie geht die Stadt mit ihrem kolonialen Erbe um? Wie soll es mit dem "Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik" weitergehen? Und was wollen die Parteien für den Fairen Handel tun? Wie sehen sie die Ruestungsexporte durch den Hamburger Hafen? Wie steht es um die Rechte von Fluechtlingen und Migrant_innen?

 

Einen EWNW-Wahlcheck wie in den letzten Jahren koennen wir diesmal nicht bieten. Aber wir haben einige Wahlprogramme studiert und gesehen, dass die Gruenen unserem Thema ein ganzes Kapitel in ihrem Wahlprogramm gewidmet haben: „Hamburg in der Einen Welt“. Sie weisen darauf hin, dass das, was wir essen, was wir anziehen oder welche Geraete wir kaufen, Auswirkungen in anderen Teilen der Welt hat. Deshalb wollen sie sich lokal für globale Gerechtigkeit einsetzen. „Wir wollen in Hamburg koloniale Spuren weiter konsequent aufarbeiten und Hamburgs Weg zur Fairen Handelsstadt konstruktiv begleiten. Den Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik wollen wir weiterhin staerken. Wir foerdern eine faire Beschaffungspolitik und arbeiten eng mit den Nichtregierungsorganisationen zusammen, die sich auf dem Feld der Entwicklungszusammenarbeit engagieren. Besondere Bedeutung liegt dabei auf der Bildungsarbeit. Auch die Selbstorganisationen der unterschiedlichen Migranten-Communities in Hamburg wollen wir gestaerkt wissen“, heisst es im Wahlprogramm der Gruenen. Globales Lernen sehen sie als wichtiges Element der Bildung für nachhaltige Entwicklung und wollen „innovative Ansaetze“, die das Globale Lernen foerdern, unterstuetzen. Sie erwaehnen das im April 2014 gestartete PromotorInnen-Programm des Eine Welt Netzwerks Hamburg zum Globalen Lernen der Open School und zum Fairen Handel bei Mobile Bildung.

 

Die SPD schreibt im letzten Kapitel ihres „Regierungsprogramm 2015-2020“: „Als Welthandelsstadt stellt sich Hamburg seiner Verantwortung für die Entwicklungslaender. Insbesondere durch die Städtepartnerschaften mit León im zentralamerikanischen Nicaragua und Dar Es Salaam im afrikanischen Tansania übt Hamburg konkrete Solidaritaet. Wir werden dafür sorgen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Neben der Arbeit vor Ort in den Laendern des globalen Suedens spielt für eine gute Entwicklungspolitik die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Hamburg eine wichtige Rolle. Wir wollen die Arbeit in unserer Stadt auch dadurch stabilisieren, dass wir die bisherige Projektfoerderung für das Eine Welt Netzwerk wieder auf eine verlaessliche institutionelle Foerderung umstellen.“

 

Gleichzeitig will die SPD dafür sorgen, dass das Mandat des Rates für Nachhaltige Entwicklungspolitik ausgeweitet wird, so dass der Rat auch mit selbst gewählten entwicklungspolitischen Themen den Senat beraten koenne. Außerdem soll das Globale Lernen in Kitas, Schulen und Hochschulen gefoerdert werden.

„Wir haben die Aufarbeitung des kolonialen Erbes in Hamburg begonnen, indem der Senat im Juli 2014 die Entwicklung eines wissenschaftlich ausgearbeiteten Erinnerungskonzeptes beschlossen hat. Damit ist Hamburg bundesweit Vorreiter. Wir werden dafür sorgen, dass ein angemessener Umgang mit den Spuren des Kolonialismus in unserer Stadt stattfindet“, heißt es weiter im SPD-Wahlprogramm. Außerdem will sich die derzeitige Regierungspartei dafür einsetzen, dass der Gedanke des fairen Handels in der Stadt gestaerkt wird. Darauf wolle sie auch bei oeffentlichen Beschaffungen achten.

 

Im CDU-Wahlprogramm sind Eine-Welt-Aspekte nicht direkt aufgefuehrt. Es beschaeftigt sich aber, neben vielen anderen Punkten, mit der Energiewende, mit Verkehrskonzepten, Migration und Flucht. Bezogen auf Fluechtlinge schreibt sie zum Beispiel: „Arbeitsaufnahme und Bildung müssen fruehzeitiger ermoeglicht werden.“

 

Auch bei der Linken fehlen die direkten Eine-Welt-Bezüge. Zu erwaehnen ist allerdings, dass in ihrem Wahlprogramm ein eigenes Kapitel dem Thema „Friedens- oder Ruestungsstadt Hamburg?“ gewidmet ist. Darin fordert die Partei u.a. die Abrüstung und Vergesellschaftung der Ruetungsindustrie sowie deren Konversion zu ziviler Produktion. Außerdem setzt sie sich ein fuer „die Einrichtung und oeffentliche Finanzierung eines Bueros zur Unterstuetzung der real stattfindenden Friedensarbeit in der Stadt: z.B. Foerderung der Geschichtswerkstaetten, einer kritischen Erinnerungskultur, antimilitaristischer Hafenrundfahrten, von alternativen Stadtrundgaengen, kuenstlerischen Initiativen und Aktionen“. Weiterer Punkt ist die Erstellung eines jaehrlichen Rüstungsberichtes, in dem die Produktion sowie der Ex- und Import von Ruestungsguetern in und aus Hamburg erfasst wird. Dieser Bericht soll der Buergerschaft vorgelegt und in ihr debattiert werden. Der Hamburger Hafen und der Flughafen sollen für Ruestungsexporte und Kriegslogistik gesperrt, die Patenschaft für die Fregatte „Hamburg“ aufgekuendigt und die Hamburger Eventkultur (Hafengeburtstag, Messen) entmilitarisiert werden, so die Linke.

 

Außerdem fuehrt sie zahlreiche Punkte zum Thema Migration und Flucht auf. Zum Beispiel will sie sich für die interkulturelle Oeffnung der Verwaltung und der sozialen Dienste einsetzen, indem Verstaendnis- und Verstaendigungsbarrieren beseitigt werden. Sie möchte auch „eine gezielte und aktive Antidiskriminierungsarbeit auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt und eine deutlich verbesserte finanzielle Ausstattung der Integrationszentren“. Die Aufhebung von Arbeitsverboten für Fluechtlinge und deren Unterbringung in Lagern, sind weitere Forderungen der Linken.

 

Wie auch immer: Es empfiehlt sich, sich ein eigenes Bild zu machen. Mehr Informationen zu den Programmen (und Versprechungen) gibt es auf den Webseiten der Parteien und in ihren Wahlprogrammen.

 

Wer mag, kann in unserem EWNW-Wahlcheck zur Buergerschaftswahl 2011 nachlesen, was Kandidat_innen verschiedener Parteien zu Eine-Welt-Themen zu sagen hatten und selber beurteilen, was daraus in den letzten Jahren geworden ist:

>> http://www.ewnw.de/faire-peanuts-fuer-hamburgs-entwicklungspolitik

 

 

 

# 09: Europaeisches Jahr für Entwicklung 2015 .

 

Der Countdown ist schon durch, das Europaeische Jahr für Entwicklung 2015 (EJE) hat begonnen! Im kommenden Jahr will die Europaeische Union mit dem EJE (auf Englisch EYD) intensiv ueber die europaeische Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle der EU und ihrer Mitgliedstaaten in der globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik diskutieren und eine breitere Oeffentlichkeit für das Thema gewinnen.

 

Der Zeitpunkt ist dabei nicht zufaellig gewählt, denn für die Entwicklungspolitik werden im Jahr 2015 auf internationaler Ebene entscheidende Weichen gestellt: Es beginnen die Verhandlungen um die sogenannte Post 2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Die ausgehandelten Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele sollen die Nachfolge der acht Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) antreten.

 

Im September soll die neue Entwicklungsagenda stehen und auf der UN-Konferenz in New York formuliert werden. Dabei scheint mittlerweile auch den politischen Entscheidungstraeger_innen klar geworden zu sein, dass die Ziele der Entwicklungsagenda auch in einer breiten Oeffentlichkeit diskutiert werden muessen, wenn sie von der Zivilgesellschaft wirklich mitgetragen werden sollen. „Diese breiten Diskussionen muessen stattfinden, sonst hilft jeder Gipfel und jede ‚Zukunftscharta’ rein gar nichts“, brachte es Welthungerhilfe-Geschaeftsführer Wolfgang Jamann kürzlich in einer Podiumsdiskussion zum EJE knapp auf den Punkt. Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Wuerde, unsere Zukunft“ soll deshalb im Rahmen des EJE und der damit verbundenen Kommunikationskampagne über die Entwicklungspolitik der EU und der Mitgliedsstaaten informiert, das zivilgesellschaftliche Bewusstsein für globale Zusammenhänge geschaerft sowie aktives Engagement gefoerdert werden.

 

Hierzu wurde aus EU-Mitteln ein Foerderprogramm zum Europaeischen Jahr für Entwicklung aufgelegt, das sich an zivilgesellschaftliche Organisationen mit Sitz in Deutschland richtet. Mit bis zu 50.000 Euro werden hier Projekte unterstuetzt, die im Sinne des EJE das Verstaendnis für die gemeinsame globale Verantwortung foerdern, zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Entwicklungszusammenarbeit beitragen und zu eigenem Engagement motivieren. Deadline für die Antragsabgabe ist der 31. März 2015.

 

Außerdem hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei Engagement Global die Geschaeftsstelle „Europaeisches Jahr für Entwicklung“ eingerichtet. Kern ihrer Arbeit ist die Koordinierung von Veranstaltungen und Informationen zum Europaeischen Jahr 2015 in Deutschland.

 

Zu den wichtigsten Events des Jahres zaehlen die Europaeischen Entwicklungstage am 2. und 3. Juni 2015. Generell werden sich die zahlreichen Veranstaltungen des Europaeischen Jahres der Entwicklung auf zwoelf Themenschwerpunkte konzentrieren, wobei jeder Monat unter einem bestimmten Motto steht:

 

    Januar: „Europa in der Welt“

    Februar: „Bildung“

    März: „Frauen und Mädchen“

    April: „Gesundheit“

    Mai: „Frieden und Sicherheit“

    Juni: „Nachhaltiges, gruenes Wachstum, gute Jobs und Unternehmen“

    Juli: „Kinder und Jugend“

    August: „Humanitaere Hilfe“

    September: „Demographie und Migration“

    Oktober: „Ernaehrungssicherheit“

    November: „Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz“

    Dezember: „Menschenrechte und Regierungsgewalt“

 

In Hamburg findet vom 2. bis zum 10. Mai die Europawoche statt. Der Infopoint Europa Hamburg sammelt bis Ende März Veranstaltungen, die in diesem Rahmen stattfinden sollen:

>> http://www.infopoint-europa.de/aktuelle-hinweise/anmeldung-von-veranstaltungen-zur-europawoche

 

Deutsche Webseite zum Europaeischen Jahr für Entwicklung 2015:

>> http://ej2015.engagement-global.de

Wissenswertes über das Foerderprogramm FEJE bei Engagement Global:

>> http://www.engagement-global.de/europaeisches-jahr-fuer-entwicklung-2015.html#daspro

 

 

# 10: Unterschriftenuebergabe gegen Polizeiabkommen BRD-Mexiko .

 

Zivilgesellschaftliche Organisationen sprechen sich gegen den Abschluss eines bilateralen Sicherheitsabkommens aus: Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, ein Zusammenschluss von 13 zivilgesellschaftlichen Organisationen, fordert die Bundesregierung auf, die Verhandlungen zum Sicherheitsabkommen auszusetzen, in dessen Folge die deutsche Regierung Fortbildungsmaßnahmen und operative Zusammenarbeit mit der mexikanischen Polizei in Aussicht stellt. Auf Basis des bis dato ausgehandelten und der Oeffentlichkeit nicht zugaenglichen Abkommens soll

es zur Zusammenarbeit mit einer Polizei kommen, deren Folterpraxis, insbesondere waehrend der Untersuchungshaft, schon viele Jahre nachgewiesen ist.
Am 3. Februar hat die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko 7.500 Unterschriften, die gegen den Abschluss des Sicherheitsabkommens gesammelt wurden, den Vertreter_innen des Bundesinnenministeriums (BMI) uebergeben. Auch Bischof Raúl Vera, der sich aufgrund der aktuellen Menschenrechtslage in Deutschland befindet, hat an der Uebergabe im BMI teilgenommen. Er ging dabei auch auf die Lage im Bundesstaat Guerrero ein.

 

Presseerklaerung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko vom 28.1.2015:

>> http://www.mexiko-koordination.de/downloadarchiv/pressemitteilungen/166-pressemitteilung-keine-polizeiliche-zusammenarbeit/file.html .

 

 

# 11: Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfaehig .

 

Nachhaltigkeitsbericht 2015 des Zukunftsrates: Der Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfaehig. Wenn alle so leben wuerden, wie die Bevölkerung hier, braeuchten wir das Dreifache der Ressourcen des Planeten. Die Stadt als politische Gemeinschaft versagt darin, ihre Verantwortung zu uebernehmen. Die Oekonomie der Stadt dient nicht unbedingt den Menschen. Solange die strategische Ausrichtung und der politische Wille nicht anders werden, bleibt Hamburg in Sachen Nachhaltigkeit "old school". Mit diesem Fazit stellte der Zukunftsrat den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2015 vor. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg ist eines von mehr als hundert Mitgliedern des Zukunftsrates, die im Sinne einer Lokalen Agenda 21 für ein zukunftsfaehiges Hamburg arbeiten wollen.

 

Aus dem Inhalt: Im weltweiten Vergleich – und dies ist grundsaezlich die  Sicht von Nachhaltigkeit – ist die Inanspruchnahme des Globus durch den/die Durchschnitts-Hamburger_in nicht verallgemeinerungsfaehig. Sein und ihr Lebensstil uebernutzt die Schaetze des Planeten. Dies gilt für die Belastung des Klimas ebenso wie für den Verbrauch von Ressourcen. Von einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ist Hamburg weit entfernt.

 

In Zeiten weiterhin starker Liberalisierungstendenzen in Weltwirtschaft und Welthandel (Stichwort: TTIP) erscheint es dringender denn je zu sein, die Entwicklung unserer Stadt an langfristigen, „werthaltigen“ Kriterien zu messen und zu orientieren. Die Messlatten der globalen oekologischen Tragfaehigkeit und des sozialen Ausgleichs stellen dabei die Dominanz des oekonomischen Wachstumsdogmas bewusst in Frage.

 

Hamburger Nachhaltigkeitsbericht 2015:

>> http://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/allgemeine_Veranstaltungen/2015_Nachhaltigkeitsbericht.pdf

 

 

[Ende des Abschnitts Nachrichten - bündig und manchmal auch kurz].

 

 

 

## Abschnitt Drei:   Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen .

 

 

# 12: Termine in Hamburg .

 

Die Veranstaltungen des Eine Welt Netzwerks Hamburg sind in der Terminspalte auf >> http://www.ewnw.de zu finden.

 

Weitere Hamburg-Termine gibt es in den woechentlichen Veranstaltungshinweisen des Eine Welt Netzwerks Hamburg, die Sie unter >> http://www.ewnw.de/content/info-bestellung abonnieren können.

 

 

# 13: Termine bundesweit und darueber hinaus .

 

 

19. bis 21.02.2015, Bad Bevensen
Friedenspaedagogischen Fachtagung "Global Citizens & Local Hereos"

Veranstaltet von pbi Deutschland >>

http://www.pbideutschland.de/fileadmin/user_files/groups/germany/Dateien/Flyer_7Tagung_NNF.pdf

 

26.02.2015, Berlin

Deutschlands Rolle im Super-Entwicklungsjahr 2015 - Vorreiter, Ideengeber, Mitlaeufer oder Bremser?
Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst laedt ein: Mit dabei sind u.a. der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller (CSU), der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, Prof. Dr. Dirk Messner, die Praesidentin von Brot für die Welt, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. 
>> www.brot-fuer-die-welt.de

 

28.02.2015, Berlin
Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt
>> http://ber-ev.de/events/9.-gedenkmarsch-zur-erinnerung-an-die-afrikanischen-opfer-von-sklavenhandel-sklaverei-kolonialismus-und-rassistischer-gewalt

 

13./14.3.2015, Münster
Die Entwicklungspolitik der EU

Das Eine Welt Netz NRW laedt ein zur Eine-Welt-Landeskonferenz 2015: In Vortraegen, Diskussionen und Workshops wird die Entwicklungspolitik der EU auf den Prüfstand gestellt: Wird durch abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit wirklich etwas für globale Gerechtigkeit getan oder ist die EU doch nur ein Interessenverband reicher, noerdlicher Staaten?

>> http://www.franz-hitze-haus.de/info/15-215

 

24. bis 28.03.2015, Tunis

Weltsozialforum/World Social Forum

As a part of the activities for the World Social Forum (WSF), which will take place in Tunis from 24 to 28 March 2015, the organizers are calling for the participation and mobilisation of all social movements and community-based organisations and all underprivileged, poor and vulnerable people who are personally campaigning for the defence and application of the basic rights defined in the Universal Declaration of Human Rights and to inspire the creation of new rights, espacially in support of the proposed axis for the WSF “Land, housing, inhabitants”.

The WSF is an open meeting place. Since the first world encounter in 2001, it has taken the form of a permanent world process seeking and building alternatives to neo-liberal policies.
>> https://fsm2015.org/en/node/376

 

 

# 14: Neu-Auflage „Unsere Opfer zaehlen nicht. Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ .

Der Zweite Weltkrieg als globaler Krieg: Gewaltsame Uebergriffe auf afrikanische und asiatische Staaten, aber auch die Indienstnahme von Kolonialsoldaten trugen Leid und Zerstoerung, Missbrauch und Zwangsarbeit in viele Teile der Erde. Das Buch berichtet davon und gibt den Opfern eine Stimme. Die Neu-Auflage des vom Rheinischen JournalistInnenbuero herausgegebenen dicken Bandes ist bei der Bundeszentrale erschienen und kostet (nur) 7 Euro (plus Versand).

>> http://www.bpb.de/197024

>> http://www.3www2.de

 

# 15: Ausstellung: FAIR DENKEN & KREATIV HANDELN - Konsum mit Koepfchen .

Wanderausstellung des Bremer Informationszentrums für Menschenrechte und Entwicklung (biz) in Kooperation mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk (BeN). Sie stellt Beispiele von fair gehandelten Produkten sowie Fair-Handels-Akteuren aus dem Sueden und Norden vor und informiert über die Themen Recycling, Upcycling, Tauschen, Teilen und Reparieren. Die Wanderausstellung kann ausgeliehen werden und ist für Erwachsene aller Altersgruppen und Schueler_innen ab Jahrgangsstufe 9 konzipiert.

>> http://ausstellung.bizme.de

 

# 16: Online-Tool gegen antisemitische Kommentare .

In Kommentarspalten, bei Facebook und Twitter tauchen haeufig die immer selben antisemitischen Ressentiments auf. Oft ist es ermuedend und zeitaufwendig darauf zu reagieren. Die Amadeu Antonio Stiftung hat ein Online-Tool erarbeitet, mit dessen Hilfe User_innen in Sozialen Netzwerken einfach und schnell auf die gaengigsten antisemitischen Kommentare reagieren koennen.

>> http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/online-tool-gegen-antisemitische-kommentare/

 

 

# 17: Wurde die Sklaverei durch Konsument_innen abgeschafft? Interviews und Buecher rund um die Grenzen der moralischen Konsummacht .

 

"Die Macht der Konsumenten hat eine problematische Seite"

Interview mit dem Buchautor Klaus-Werner Lobo

In der vollstaedig überarbeiteten Neuauflage von Schwarzbuch Markenfirmen haben die Journalisten Hans Weiss und Klaus-Werner Lobo zu den Vergehen global agierender Markenfirmen recherchiert und sind dabei auf zahlreiche Wege gestoßen, wie sich diese Unternehmen trotzdem mit zahlreichen sozialen und oekologischen Guete-Siegeln schmuecken.

>> http://www.heise.de/tp/artikel/43/43058/1.html

Klaus Werner-Lobo, Hans Weiss: Schwarzbuch Markenfirmen. Die Welt im Griff der Konzerne >> http://markenfirmen.com/buch

 

„Waehlen mit dem Einkaufskorb?“

Interview mit Caspar Dohmen über Wirksamkeit und Grenzen ethischen Konsums

In Deutschland ist mittlerweile jede_r Fuenfte von der Idee des moralischen Einkaufens ueberzeugt und tatsaechlich wimmelt es nicht nur in Bio-Maerkten von Produkten mit ethischen Guetesiegeln. Aber wie fair ist der "faire Handel" wirklich? Was kann man damit tatsaechlich erreichen und wo steht die Konsumentin der oekologischen und sozialen Entwicklung machtlos gegenueber? Diesen Fragen widmet sich Caspar Dohmen in seinem Buch Otto Moralverbraucher und im Interview im Online-Magazin telepolis.

>> http://www.heise.de/tp/artikel/43/43183/1.html

Caspar Dohmen: Otto Moralverbraucher. Vom Sinn und Unsinn engagierten Konsumierens >> http://www.ofv.ch/index.php?action=titel_detail&id=100464

 

 

# 18: Jobs .

Weltladen Ottensen

sucht zum 15. März eine/n Geschaeftsfuehrer_in in Teilzeit. Bewerbungsfrist: 10.2.2015 >>

http://www.ewnw.de/sites/default/files/Stellenanzeige%20WL%20Ottensen%202015.pdf

 

Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

sucht zum 1. August eine/n FOEJler_in fuer die Geschäftsstelle in Altona. Bewerbungsfrist: 01.3.2015
>> http://www.ewnw.de/foej-praktika

 

 

[Ende des Abschnitts Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen].

 

 

 

## Abschnitt Vier:   Schlusslicht .

 

 

# 19: Heldenmarkt ausgerechnet im Cruise Center Altona?

 

Kreuzfahrtschiffe bestechen nicht gerade durch einen sparsamen Energieverbrauch und schadstoffarme Emissionen. Und beim Kapitaens-Dinner servieren die fair bezahlten Stewards selten fair gehandelten Kaffee oder bioregionale Speisen.
Schiffe und vor allem die Ocean Liner gehören zu den uebelsten Dreckschleudern. Sie verbrennen Schweroel, das streng genommen als Sondermuell entsorgt werden muesste. Ein einziges Schiff emittiert auf einer durchschnittlichen Kreuzfahrt so viele Schadstoffe wie fuenf Millionen Pkw, wenn sie die gleiche Entfernung zuruecklegen, hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) errechnet. Legen sie am Hafen an, pusten sie den Dreck ueber die Stadt.

 

Ausgerechnet an einem Kreuzfahrtterminal laedt der Heldenmarkt am 21. und 22. Februar zum Probieren und Kaufen von nachhaltigen und fairen Produkten. „Wir kommen mit den besten Absichten nach Hamburg“, sagt Lovis Willenberg, Sprecher und Initiator des Heldenmarktes zu dieser widerspruechlichen Situation.
Eigentlich sei es ihm wichtig, dass aus den Steckdosen seiner Veranstaltungsorte Oekostrom kommt, aber das sei selten der Fall. „Bei unserer Groeßenordnung haben wir nicht viel Auswahl“. Offenbar haben Hamburgs Hallenanbieter noch großen Nachholbedarf in Sachen Umweltfreundlichkeit. Letztes Jahr gastierte der Heldenmarkt in der Sporthalle Hamburg, diese habe aber auch keinen Strom eines Oekoanbieters genutzt und sei zudem auch atmosphaerisch nicht passend gewesen, heißt es beim Heldenmarkt. „Da ist der Cruise Center attraktiver“, so Willenberg.

 

Mode, Lebensmittel, Strom, Wohnen, Mobilitaet und Geldanlagen: Beim Heldenmarkt, der Messe für fairen Konsum, dreht sich alles um Nachhaltigkeit im Alltag. Über 100 Aussteller_innen bieten umweltfreundliche Produkte an, es gibt vielfaeltige Verkostungen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Letztes Jahr besuchten weit über 3.000 Menschen die neue Messe.

 

>> http://www.heldenmarkt.de/hamburg

 

 

[Ende des Schlusslichts]

 

 

# 20: Technische Hinweise .

 

Der formale Aufbau dieses Rundbriefes orientiert sich am 'Text E-Mail-Newsletter Standard' (TEN S). Der Zweck dieses Standards ist es, in textbasierten E-Mail-Newslettern die Orientierung zu vereinfachen, vor allem für diejenigen mit Seh-Beeinträchtigungen, die Geräte und Programme zur Sprachausgabe oder andere spezielle Zugriffstechniken verwenden.

 

Die Startseite des TEN S ist:

http://www.headstar.com/ten/ .

 

Die deutsche Uebersetzung des TEN S finden Sie hier:

http://www.ude.de/ten/ .

 

Als Navigationshilfe fuer Screen Reader beginnen alle Ueberschriften mit einem Doppelkreuz "#" und enden mit einem Punkt "." Die Inhalte sind nummeriert, die Nummern folgen direkt nach dem Doppelkreuz.

Einige lange Hyperlinks in diesem Newsletter werden durch Ihr E-Mail-Programm moeglicherweise auf mehrere Zeilen umgebrochen, so dass sie nicht funktionieren. Kopieren Sie in diesem Fall bitte die komplette Zeichenkette des Hyperlinks in die Adresszeile Ihres Webbrowsers.

 

 

[Ende Technische Hinweise].

 

 

 

 

 

# 21: Impressum .

 

Rundbrief des Eine Welt Netzwerks Hamburg e.V.

 

Der Dachverband entwicklungspolitischer Initiativen in Hamburg gibt in unregelmäßigen Abständen einen Rundbrief heraus und verschickt ihn an Mitglieder und weitere Interessierte.

 

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg freut sich über Hinweise, Verbesserungsvorschlaege, Nachrichten und Artikel für den Rundbrief – vor allem von den Mitgliedern, aber auch von Kooperationspartnern und anderen Interessierten! mailto:anke.schwarzer@ewnw.de

 

Herausgeber:

Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Große Bergstraße 255

22767 Hamburg

 

Phone: + 49 (0) 40 358 93 86

Fax: + 49 (0) 40 358 93 88

Mail: mailto:info@ewnw.de

Internet: http://www.ewnw.de

 

Steuer-Nr.: 17 / 420 / 09226

Registriert beim Amtsgericht Hamburg: VR 13700

 

Redaktion: Anke Schwarzer

 

Verantwortlich fuer alle Inhalte des Rundbriefs (V.i.S.d.P. und Verantwortliche gemaess ß 5 TMG): Karsten Weitzenegger

 

Autor_innen-Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

 

Bestellen oder abbestellen können Sie den Rundbrief durch eine E-Mail an: mailto:info@ewnw.de oder unter der Webadresse:

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[Ende des Impressums].

 

[Ende des Rundbriefs].