EWNW-Rundbrief Juli/August 2015

Ausgabe vom 25.08.2015

 

# 01: Editorial.

Liebe Mitglieder, liebe Leser_innen,

 

die Sommerferien neigen sich dem Ende entgegen, die Veranstaltungsprogramme füllen sich wieder. Im September stehen Stadtrundgänge, die BMZ-Zukunftstour und die Faire Woche mit über 30 spannenden Veranstaltungen an. Wir freuen uns, Sie und euch hier und da zu sehen.

Haben Sie/habt ihr Berichte, News und Hinweise für den Rundbrief? Dann bitte an info@ewnw.de mit dem Betreff „Rundbrief“ mailen. Hinweise auf Veranstaltungen in Hamburg erscheinen wie gehabt in den wöchentlichen EWNW-Veranstaltungshinweisen.

Herzliche Grüße aus dem EWNW-Büro in Altona!

##          Inhaltsverzeichnis

01: Editorial

Abschnitt Eins:   Aus Netzwerk und Büro

02: Stadtgespräch 01.09.2015: Die Hamburger Hafenkonferenzen – und nun?
03: BMZ-Zukunftstour in Hamburg 04.09.2015
04: Faire Woche: Stadtrundfahrt und Stadtgespräch rund um die Kaffee-Wertschöpfungskette 14.09.2015
05: Stellungnahme des Vorstands zum Projekt moveGLOBAL/GLOKAL und Kommentar der AG Sporen Lobal
06: Abschied der Geschäftsführerin Ines Budarick
07: Freiwilliges Ökologisches Jahr: Yannik geht, Noah kommt
08: Promotor_innen-Programm
09: Neue Miglieder: Nipol und Ghana-Union
10: Beratung für Initiativen und Vereine
11: Infodienst Gemeinnützigkeit
12: Eine-Welt-Promo-Programm Globales Lernen: Handbuch für Referent_innen neu überarbeitet
13: Eine-Welt-Promo-Programm Fairer Handel: Faire Woche in Hamburg

Abschnitt Zwei:  Nachrichten – bündig und manchmal kurz

14: No más esto! Nicht mehr dies! Entrevista con/Interview mit Tania Mancheno
15: stern-Interview: „Machen wir die Grenzen auf, die Menschen kommen sowieso“
16: Neues BMZ-Strategiepapier zu zivilgesellschaftlichem Engagement in der Entwicklungspolitik
17: Vor 100 Jahren: Ende der Kolonie „Deutsch-Südwest“
18: Mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit
19: Im Interesse der Konzerne: Entwicklungskonferenz in Addis Abeba

Abschnitt Drei:  Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen

20: Termine in Hamburg
21: Termine bundeweit und manchmal darüber hinaus
22: Neuer pbi-Dokumentarfilm über Landrechte in Lateinamerika
23: Mitmachaktion „Make Fruit Fair!“
24: Neuerscheinung: (Kinder)Buch von Afërdita Halimi
25: Neues Onlineportal „mangoes & bullets“
26: Call for Papers zum Thema "Visionen einer rassismuskritischen Entwicklungspolitik"

Abschnitt Vier:  Schlusslicht

27: Tag der deutschen Patrioten in Hamburg?
28: Technische Hinweise
29: Impressum

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins: Aus Büro und Netzwerk

 

# 02: Stadtgespräch 01.09.2015: Die Hamburger Hafenkonferenzen – und nun?

Stadtgespräch: Die Hamburger Hafenkonferenzen – und nun?
Dienstag, 01. September 2015, 19.00 Uhr

Im Frühsommer fand der Welthafenkongress der International Association of Ports and Harbors (IAPH) in Hamburg statt. Ergänzend dazu fanden Hafenkonferenzen zu nachhaltiger, sozialer sowie ökologisch lokaler und globaler gerechter Hafenentwicklung statt.

Der NABU Hamburg, Die Linke Hamburg und das Eine Welt Netzwerk Hamburg setzten sich in ihren Konferenzen mit Luftverschmutzungen, Elbvertiefung, Rüstungsexporten, Urantransport, Kohlehandel und Arbeitsbedingungen von Menschen lokal und global und weiteren Aspekten des Wirkens der Hamburger Hafenwirtschaft auseinander.

Wir möchten an diesem Abend gemeinsam im Hafen über den Hafen reden und die jeweiligen Ergebnisse und Forderungen für einen nachhaltigen und gerechten Hamburger Hafen zusammenführen und Zukunftsperspektiven für einen anderen, besseren Hamburger Hafen sehen.

Auf der Barkasse:
Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik, NABU Hamburg
Norbert Hackbusch MdHB  DIE LINKE.
Portia Sarfo, Völkerrechtlerin, Vorstandsmitglied Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Ort:
Eine liegende Barkasse am Ponton, Barkassencentrale Ehlers, Barkassen-Centrale Ehlers GmbH Vorsetzen – Anleger, beim roten Feuerschiff, 20459 Hamburg

Veranstalter:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Die Linke Hamburg, NABU Hamburg
>>  http://www.ewnw.de/event/stadtgespraech-die-hamburger-hafenkonferenzen-%E2%80%93-und-nun

# 03: BMZ-Zukunftstour in Hamburg 04.09.2015

In Bremen und Hannover war sie schon: Am 4. September kommt die ZukunftsTour des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nach Hamburg. Der Tag bietet Raum, globale Zusammenhänge aufzuzeigen, zu hinterfragen, zu diskutieren und Denkanstöße zu geben. Der Bundesminister Gerd Müller wird mit Hamburger Vertreter_innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft u. a. zum Thema Flucht und Migration diskutieren (Politikarena). Zudem gibt es ein Programm, das von Hamburger Initiativen gestaltet ist.
>> http://zukunftstour.zukunftscharta.de/programm/hamburg.html

# 04: Faire Woche: Stadtrundfahrt und Stadtgespräch rund um die Kaffee-Wertschöpfungskette 14.09.2015

Stadtrundfahrt mit Koffein, Montag, 14. September 2015, 14.45 bis 17.30 Uhr

Mit Sonia Vasquez und Rodolfo Peñalba von der kleinbäuerlichen Kaffeeorganisation Café Orgánico Marcala (COMSA) aus Honduras besuchen wir zwei Stationen der Wertschöpfungskette im Kaffeehandel: die Direktimport-Rösterei Quijote Kaffee und das Kaffeehaus less political. Bei beiden Stationen gibt es Kaffee von COMSA!

Anmeldung bis 10.09.15 erbeten:
mailto:info@ewnw.de

Teilnahme:
frei. HVV-Ticket erforderlich.

Ort:
Ausgang S-Rothenburgsort

Veranstalter:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. und Fairtradestadt Hamburg

Im Rahmen der Fairen Woche Hamburg
>> http://www.ewnw.de/event/faire-woche-stadtrundfahrt-mit-koffein

Stadtgespräch: Vom Kaffeestrauch in die Tasse – Fairness in der Wertschöpfungskette?
Montag, 14. September 2015, 18.00 Uhr

Sonia Vasquez und Rodolfo Peñalba von der kleinbäuerlichen Kaffeeorganisation Café Orgánico Marcala (COMSA) berichten über ihre Arbeit in Honduras und legen ihre Anforderungen an die Wertschöpfungskette dar.

Jan Oltmanns (international seamen´s club), Arthur E. Darboven (Benecke Coffee, angefragt) und Andreas Felsen (Quijote Kaffee) erläutern, wie die Wertschöpfungskette fairer gestaltet werden kann.

Moderation:
Katja Tauchnitz (Fairtradestadt Hamburg)

Anschließend Podiums- und Publikumsdiskussion.

Rodolfo Peñalba ist Geschäftsführer der Organisation Café Orgánico Marcala S.A. (kurz COMSA), die im gleichnamigen Marcala (La Paz) im Westen von Honduras liegt. Sonia Vasquez ist dort für die Produktion verantwortlich. Zur Fairen Woche werden sie zu Gast in Deutschland sein und auf ihrer Rundreise aus erster Hand von den Chancen und Wirkungen des Fairen Handels berichten.

COMSA ist eine 2001 von 69 Kleinbäuer_innen gegründete Aktiengesellschaft, deren interne Entscheidungsstruktur von Fairtrade anerkannt wurde. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft wurde u.a. wegen besserer Kreditmöglichkeiten gewählt. Aktuell gibt es 840 Gesellschafter_innen, davon 210 Frauen.

COMSA exportierte 2014 mehr als 200 Container Rohkaffee nach Europa, USA und Fernost mit folgenden Siegeln: Biolatina, Mayacert, Fairtrade, DOP Café Marcala (geschützte Herkunft und Qualität) und Utz certified. Der Erfolg von COMSA basiert auf organischen Anbaumethoden für Spezialkaffee, die weltweit führend sind und nachgefragt werden. COMSA ist eine sehr bedeutende kleinbäuerliche Organisation in Honduras, die zahlreiche soziale Einrichtungen und Projekte unterstützt und sich auch für politische Veränderungen im Land einsetzt.

Ort:
Ökumenisches Forum HafenCity / Weltcafé ElbFaire, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Veranstalter:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. und Fairtradestadt Hamburg
>> http://www.ewnw.de/event/stadtgespraech-vom-kaffeestrauch-die-tasse-%E2%80%93-fairness-der-wertschoepfungskette

# 05: Stellungnahme des Vorstands zum Projekt moveGLOBAL/GLOKAL und Kommentar der AG Sporen Lobal

Das EWNW hat im Zeitraum von Juli 2009 bis Dezember 2011 das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL durchgeführt. Es handelte sich um ein Vorhaben, welches die Öffnung der Eine-Welt Arbeit zu Migrant_innen-Selbstorganisationen (MSO) zum Ziel hatte, um eine nachhaltige und dauerhafte Verbesserung der Situation von MSO in der EZ zu erreichen. Während der Umsetzung wurden zahlreiche Fehler gemacht. Es kam zu grundlegenden Verwerfungen innerhalb des EWNW, das Vorhaben scheiterte weitgehend.

Eine externe ExPost-Evaluation listet eine Reihe Fehler auf, nicht alle liegen innerhalb des Netzwerks oder waren durch unser damaliges Management (Vorstand und Geschäftsführung) beeinflussbar. Dennoch tragen wir als Netzwerk die politische Verantwortung für unser Handeln und unsere Struktur. Unter anderem kam die ExPost-Evaluation zu dem Ergebnis, dass eine der Ursachen für das Scheitern institutioneller Rassismus innerhalb des EWNW war. Unabhängig von den persönlichen Absichten oder Ansichten, gibt es mit anderen Worten im Verband interne Regeln, Strukturen und Allianzen, die Menschen mit abweichender Kultur oder Sozialisierung benachteiligt oder ausgrenzt.

Der Schlussbericht dieser Expost-Evaluation kann von unserer Website herunter geladen werden, sobald wir ihn anonymisiert haben.

Nach mehreren hieraus resultierenden schweren Jahren verfügt das EWNW seit Mai 2014 über einen neuen Vorstand – keiner der jetzigen Vorstände war damals in das Konfliktgeschehen involviert – sowie seit Juli 2014 über eine neue Geschäftsführung. Diese standen und stehen vor der Schwierigkeit, nahezu ausschließlich über das Aktenstudium eine erste Einschätzung vornehmen zu können, konnten sich auf der anderen Seite aber auch mit einer gewissen Objektivität einen  Eindruck verschaffen. Nach dem recht zeitaufwendigem Aktenstudium soll hier eine Erklärung folgen:

Die in der Expost-Evaluation getroffenen Schlussfolgerungen sind, soweit wir es derzeit sehen können, richtig.

Offenbar war das damalige Management des EWNW mit dem umfangreichen und neuartigen Vorhaben überfordert. Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit ist nicht erkennbar, doch zahlreiche Fehler entstanden, da zu schnell gehandelt wurde. Es scheint, dass in einigen Momenten Entscheidungen unter einem zumindest empfundenen Zugzwang getroffen wurden oder getroffen werden mussten. Aus den Unterlagen wird zudem deutlich, dass es kaum Sensibilität für die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz für ein derartiges Vorhaben gegeben hat. Diese Erkenntnisse wurden sinngemäß bereits auf einer Mitglieder-Versammlung im Oktober 2013 durch den damaligen Vorstand entsprechend übermittelt. Offenbar waren aber nicht alle Betroffenen eingeladen worden und das Eingeständnis des Managements und eine Entschuldigung sind offenbar nicht deutlich genug transportiert worden. Wir möchten dies jetzt – als einen ersten Schritt der Aufarbeitung – nachholen.

Das EWNW entschuldigt sich bei den Betroffenen für die von uns gemachten und verantworteten Fehler während des Projekts moveGLOBAL/GLOKAL. Wir bedauern, dass besonders die Multiplikator_innen zu oft mit ihren Problemen nicht richtig wahrgenommen wurden. Zudem bedauert das EWNW das für den Betroffenen sicher schmerzhafte Vorgehen bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem damaligen Projektleiter und möchte sich an dieser Stelle dafür entschuldigen.

Wir sind uns bewusst, dass wir die bedauerlichen Entwicklungen nicht ungeschehen machen können. Vielmehr möchten wir daraus lernen um zu verhindern, dass Vergleichbares in Zukunft erneut geschieht.

Vor allem möchten wir die Aufarbeitung fortsetzen. Dabei soll es jedoch nicht um Schuld gehen. Nach dem Aktenstudium haben wir den Eindruck, dass keine und keiner der seinerzeit Beteiligten frei von Fehlern durch dieses Projekt gegangen ist.

Wie können wir alle mit den gemachten Erfahrungen in Zukunft zum Gelingen eines vergleichbaren Projektes beitragen? Wir möchten den Dialog fortführen und ausweiten und hoffen, dass wir in eine gemeinsame Aufarbeitung auch mit denjenigen eintreten werden, die den Dialog mit uns in den vergangenen Monaten abgelehnt haben. Nur ein möglichst differenziertes und umfassendes Bild der Sichtweisen wird uns helfen zu verstehen und verändern zu können. Nur die eine Wahrheit aber kann und wird es vermutlich nicht geben.

Juni 2015, Der Vorstand des Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Kommentare und Reaktionen

Die AG Sporen_Lobal, in der sich u.a. ehemaligen Mitarbeiter_innen des Projekts moveGLOBAL/GLOKAL befinden, haben auf ihrem Blog einen Beitrag verfasst. Neben einigen Kritikpunkten begrüßen sie eine Mediation, die sie als einen "folgerichtigen Akt der Aufarbeitung" betrachten. "In diesem Fall muss die Mediation selbstverständlich einen rassismuskritischen Charakter haben. Wie bei jeder Mediation wird jede der Seiten ihre Themen und Interessen nennen, und bei der Diskussion werden die Seiten besprechen, wie sie zusammen weiter agieren können", schreibt die AG Sporen Lobal.

Der gesamte Text findet sich hier: >> http://sporen-lobal.blog.de/2015/08/05/erklaerung-ewnw-vorstands-projekt-moveglobal-hamburg-20693829/

# 06: Abschied der Geschäftsführerin Ines Budarick

Ines Budarick beendet ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin für das Eine Welt Netzwerk Hamburg zum 30. September. Team und Vorstand danken ihr sehr für die Zusammenarbeit und wünschen ihr alle Gute.

# 07: Freiwilliges Ökologisches Jahr: Yannik geht, Noah kommt

Jeweils für ein Jahr arbeiten junge Männer und Frauen im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres beim Eine Welt Netzwerk Hamburg. Sie machen den Telefondienst, helfen bei Veranstaltungen mit, besuchen FÖJ-Seminare bei der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und erstellen vor allen Dingen die wöchentlichen EWNW-Veranstaltungshinweise. Begleitet werden sie dabei von Anke Schwarzer. Nun ist das Jahr für Yannik vorbei und ein neues beginnt für Noah, der seit Anfang August beim Eine Welt Netzwerk Hamburg ist. Hier zwei kurze Grüße von den beiden:

Und schon ist das FÖJ wieder vorbei! Ich konnte viele Eindrücke und Erfahrungen gewinnen, die mich sicherlich auch in der Zukunft weiterbringen werden. Und ganz nebenbei habe ich auch noch viele tolle Menschen kennen gelernt! Nun geht es zum Studium nach Göttingen.
Ich danke allen Mitarbeiter_innen und Vorständler_innen des EWNW für das, was sie zu meinem Jahr beigetragen haben, und wünsche ihnen und dem Verein auch für die Zukunft alles Gute!
Yannik Pein

Hallo liebe Mitglieder und Freund_innen des Eine Welt Netzwerk Hamburg,

ich heiße Noah Charaoui, bin 18 Jahre alt und der neue FÖJler beim Eine Welt Netzwerk Hamburg. Im Sommer dieses Jahres habe ich mein Abitur am Gymnasium Othmarschen bestanden. Um einen ersten Einblick in einen Arbeitsalltag zu bekommen und eine Pause zwischen Schule und Studium zu haben, entschied ich mich dafür ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu absolvieren. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg war hierbei auch meine erste Wahl, da es sich unter anderem mit Themen wie Klimaschutz und Rassismus auseinandersetzt, welche mich sehr interessieren. Auf die kommende Zeit bin ich schon sehr gespannt.
Grüße
Noah Charaoui

# 08: Promotor_innen-Programm in Hamburg

Die Mittel für die Fortsetzung der Stellen „Fairer Handel“ (0,7 Stelle) und „Globales Lernen“ (1,0 Stelle) sowie für die Schaffung einer neuen dritten Stelle „Migration, Diaspora und Entwicklung“ (0,7 Stelle) werden derzeit über die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) beim BMZ beantragt. Die Einrichtung einer Stelle „Migration, Diaspora und Entwicklung“ wurde bei der letzten Mitgliederversammlung sowie beim EWNW-Themenspinner im Juli entschieden.
Die Bundesmittel sollen nach Plan 60 Prozent betragen, 40 Prozent die Landesmittel. Die Verhandlungen mit der Stadt über die Kofinanzierung laufen. Demnächst werden parallel dazu die Ausschreibungen für die jeweilige Vereinsträgerschaft beginnen, um keine Zeit zu verlieren. Die ausgewählten Vereine werden dann die konkrete Stellenausschreibung vornehmen. Ausnahme ist die Promotor_innenstelle „Fairer Handel“. Sie verbleibt beim Verein Mobile Bildung; die Stelle wird weiter von Katja Tauchnitz ausgeführt.
>> http://www.ewnw.de/eine-welt-promotorinnen
>> http://www.agl-einewelt.de/images/Highlights_PP_1_2015_klein.pdf

# 09: Neue Mitglieder: Nipol und Ghana-Union

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg freut sich über zwei neue Mitglieder! Vor kurzem sind NIPOL - Nigeria Positive Life e.V. Hamburg und Ghana-Union e.V. beigetreten. Ghana-Union stellt sich demnächst vor und Nipol hat hier eine Kurzinfo zusammengestellt:

NIPOL - Nigeria Positive Life e.V. Hamburg

NIPOL e.V. ist eine Organisation, die sich für Entwicklung und Bildung in der Gemeinde einsetzt. Sie fördert ein Leben mit Perspektiven und gibt den Gemeindemitgliedern Hoffnung und Träume.

Kinder sind die Zukunft einer ganzen Nation, deshalb investiert NIPOL in Bildungsprogramme und verbessert die schulischen Voraussetzungen. Es soll eine Verbesserung in den Lebensbedingungen gewährleistet werden. So möchte NIPOL extreme Armut & Hunger bekämpfen. Durch den Brunnenbau soll die Trinkwasserversorgung gewährleistet werden.

Mit unseren Projekten sorgen wir für hygienische Bedingungen und die Gewährleistung der Energiezufuhr mit Nutzung vorhandener und natürlicher Ressourcen.

Die Projekte werden zusammen mit Nigerianer_innen aufgebaut und sollen Mut und Know-how vermitteln und sind zum Nachahmen empfohlen. Durch NIPOL wird eine Interaktion zwischen NIGERIA und DEUTSCHLAND in vielen Schichten und Altersklassen aufgebaut. Es erfolgt ein interkultureller Austausch, der Hemmschwellen abbaut.

Mit Entwicklungszusammenarbeit können Entwicklungserfolge bewirkt werden und die Länder in ihren Bemühungen um soziale und wirtschaftliche Fortschritte unterstützt werden.

Kontakt:
NIPOL - Nigeria Positive Life e.V. Hamburg
c/o Ngozi Utoh-Samuel
Ladenbeker-Furtweg 224
21033 Hamburg
Tel.: 0152-13375882
E-Mail: mailto:info@nipol.org
Website: http://www.nipol.org

# 10: Beratung von Initiativen und Vereinen

Möchten Sie einen entwicklungspolitischen Verein gründen? Haben Sie Fragen zur Satzung, zur Finanzierung eines Projektes oder zur Antragstellung? Suchen Sie Expert_innen zu entwicklungspolitischen Themen? Möchten Sie Tipps zur Pressearbeit oder zur Veranstaltungsorganisation? Wie helfen gerne weiter.

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg berät Mitgliedsgruppen und andere Initiativen und Vereine zu verschiedenen Themen. Mitgliedsgruppen erhalten bei Bedarf im Jahr bis zu sechs Stunden kostenlose Beratung.

Bitte rufen Sie an oder mailen uns und vereinbaren einen Termin.

Telefon: 040 - 358 93 86
E-Mail: mailto:info@ewnw.de

# 11: Infodienst Gemeinnützigkeit

Wer Informationen rund um Vereinsangelegenheiten sucht, wird im Infodienst Gemeinnützigkeit des Eine Welt Netzwerks Hamburg fündig. Neue Meldungen lassen sich dort auch via E-Mail abonnieren.
>> http://infodienst.ewnw.de

# 12: Eine-Welt-Promo-Programm Globales Lernen: Handbuch für Referent_innen neu überarbeitet

Das Referent_innen-Handbuch der Open School gibt es jetzt neu überarbeitet! Es ist ein Instrument zur Entwicklung oder Überarbeitung von Veranstaltungen im Bereich des Globalen Lernens. Die Open School hat es über die Jahre in Absprache mit Referent_innen methodisch, didaktisch und auch theoretisch immer wieder angepasst. Das Handbuch beschäftigt sich zum Beispiel mit den Fallstricken im Globalen Lernen und mit den Zielgruppen; es beleuchtet die Raumgestaltung und die verschiedenen Phasen eines Workshops und gibt Tipps zum Feedback am Ende einer Veranstaltung.

Das 64-seitige Handbuch für Referenten_innen liegt zum Download vor oder kann gebunden gegen eine Schutzgebühr von 8 Euro zzgl. Versandkosten bei der Open School bestellt werden.
>> http://www.openschool21.de/handbuch-fuer-referent_innen-neu-ueberarbeitet

# 13: Eine-Welt-Promo-Programm Fairer Handel: Faire Woche in Hamburg

In Hamburg beteiligen sich zahlreiche Vereine, Unternehmen, Weltläden und Initiativen am Programm der bundesweiten Fairen Woche. Sie schippern mit der Barkasse durch den Hafen, servieren faire Speisen, sprechen mit Produzent_innen aus Honduras und Ecuador und zeigen Filme rund um den Fairen Handel. Auf über 30 Veranstaltungen informieren und diskutieren sie über den Fairen Handel. Zusammen mit der Projekt- und Promotor_innenstelle Fair Trade Stadt Hamburg hat das Eine Welt Netzwerk Hamburg einen umfangreichen Flyer herausgebracht. Er wird demnächst in der Stadt verteilt. Außerdem gibt es Plakate und Anzeigen. Das Programm in Hamburg startet am 10. September:
>> http://www.ewnw.de/sites/default/files/150729%20ProgrammflyerFaireWoche2015%20Ansicht.pdf
>> http://www.fairtradestadt-hamburg.de/

[Ende des Abschnitts Aus Netzwerk und Buero].

## Abschnitt Zwei: Nachrichten - bündig und manchmal auch kurz

 

# 14: No más esto! Nicht mehr dies! Entrevista con/Interview mit Tania Mancheno in Ojalá/Hoffentlich – Revista en la Díaspora/Zeitschrift in der Diaspora

Las comunidades de diáspora en Hamburgo sugieren iniciar la revisión del pasado de la ciudad como potencia colonialista. La ciudad-estado de Hamburgo se apodera de la idea y formula unilateralmente una propuesta para la revisión-superación de la herencia colonial.

Diasporische Communitys regen in Hamburg die Aufarbeitung der Vergangenheit Hamburgs als Kolonialmacht an. Die Staat-Stadt eignet sich die Idee an, und formuliert allein ein Konzept zur Aufarbeitung des Kolonialerbes.

En una mesa redonda se discutió quiénes deberían tomar parte en la realización de la propuesta de revisión y las comunidades diaspóricas querían aclarar si existía la voluntad política para ampliar y democratizar las posibilidades de participación. Ojalá/Hoffentlich – Revista en la Díaspora/Zeitschrift in der Diaspora ha hablado sobre este acto de fuerza de expropiación/apropiación por parte del gobierno hamburgués con la latinoamericana Tania Mancheno, politóloga y activista del grupo de trabajo Hamburgo postcolonial.

An einem Runden Tisch ging es darum zu diskutieren, wer an der Umsetzung des Senatspapier beteiligt sein soll, und ob es den Willen gibt, dass die Beteiligungsmöglichkeiten erweitert und demokratisiert werden. Darüber sprach Ojalá/Hoffentlich – Revista en la Díaspora/Zeitschrift in der Diaspora mit der Lateinamerikanerin Tania Mancheno, Politologin und Aktivistin vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial.
>> http://ojal.de/kultur/no-mas-esto-nicht-mehr-dies-entrevista-con-interview-mit-tania-mancheno

# 15: stern-Interview: „Machen wir die Grenzen auf, die Menschen kommen sowieso“

Täglich kommen Tausende von Flüchtlingen nach Europa - oft eher tot als lebendig. Wie lässt sich dieser unhaltbare Zustand ändern? Der Migrationsforscher François Gemenne sagt im Interview mit dem stern: "Machen wir die Grenzen auf - alle!"
>> http://www.stern.de/politik/ausland/migrationsforscher-im-stern-interview-machen-wir-die-grenzen-auf--die-menschen-kommen-sowieso-6382346.html

# 16: Neues BMZ-Strategiepapier zu zivilgesellschaftlichem Engagement in der Entwicklungspolitik

Entwicklungspolitisch Engagierte sind nach aktuellen, vom BMZ beauftragten Studien „überdurchschnittlich gebildet, idealistisch orientiert und besonders zeitintensiv engagiert“. Das Engagement finde vor allem in Großstädten im Rahmen kleinerer Vereine statt, die ehrenamtlich oder nur mit wenigen Hauptamtlichen arbeiteten, sich überwiegend aus Spenden finanzierten und häufig nicht in Dachverbänden organisiert seien. 40 Prozent der Vereine sind demnach relativ jung, das heißt erst nach dem Jahr 2000 entstanden. Insgesamt gilt: Der Weg zum entwicklungspolitischen Engagement führt oft über eigene Erfahrungen und Erlebnisse, persönliche Bekanntschaften, Auslandsaufenthalte, Schulpartnerschaften und in jüngerer Zeit häufig über Freiwilligendienste.(ZIVIZ, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, WZB, 2013). Dies zeige auch das Programm weltwärts, das für circa 90 Prozent der 2013 befragten zurückgekehrten Freiwilligen einen positiven Einfluss auf ihr Interesse an entwicklungspolitischen Fragen und ihrem Verständnis globaler Zusammenhänge hat; auch auf ihre Motivation, soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen (Umfragezentrum Bonn, Freiwilligenbefragung weltwärts, April 2014).

Das neu veröffentlichte Strategiepapier „Gemeinsam Viele(s) bewegen. Aktionsprogramm zum Engagement in der Entwicklungspolitik“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informiert über neuere Entwicklungen. Der Schwerpunkt des Strategiepapiers liegt jedoch in der detaillierten Vorstellung von bestehenden Programmen, deren Hintergründe, Ziele, Grundsätze, Unterstützungsangebote und den künftigen Schwerpunkten.
>> http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/strategiepapiere/Strategiepapier355_06_2015.pdf

# 17: Vor 100 Jahren: Ende der Kolonie „Deutsch-Südwest“

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg unterstützt mit seiner Unterzeichnung den Appell "Völkermord ist Völkermord" zur Anerkennung des deutschen Genozids im heutigen Namibia. Der Appell kann online auch von weiteren Gruppen unterzeichnet werden. Am 9. Juli 2015 jährte sich zum 100. Mal das Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia. Sie basierte auf Betrug, Gewalt, Ausbeutung und einem kolonialrassistischen Weltbild. Besonders entschlossen setzten sich dagegen die OvaHerero und Nama zur Wehr. Ihr Widerstand wurde von der kaiserlichen „Schutztruppe“ mit dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts beantwortet.

In Hamburg wird nirgends der Opfer gedacht, obwohl man Grund dazu hätte. Der Hamburger Baakenhafen ist historisches Gelände. Das sollte man nicht glauben, begeht man heute das karge Gewerbegebiet gegenüber der teuren Hafencity. Wohnungen sollen hier jetzt gebaut werden. Anfang des letzten Jahrhunderts aber legten in dem Hafenbecken die Dampfschiffe der Woermann-Linie Richtung Deutsch-Südwestafrika ab. An Bord: Kaiserliche Schutztruppen, die in der Kolonie den Aufstand der Herero und Nama niederschlagen sollten. Es wurde ein Vernichtungskrieg. Mehr dazu im Artikel auf Zeit Online vom 8. Juli 2015.
>> http://genocide-namibia.net/
>> https://hhpostkolonial.wordpress.com/2015/07/10/gedenken-mit-qr-code/
>> http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2015-07/hamburg-kolonialzeit-deutsch-suedwest-baakenhafen/komplettansicht

# 18: Mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit

Die Bundesregierung will im kommenden Jahr mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit bereitstellen - dürfte aber das 0,7-Prozent-Ziel weiterhin nicht erreichen. Der vom Bundeskabinett gebilligte Haushaltsentwurf sieht eine Steigerung des Etats des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um 13,5 Prozent auf 7,42 Milliarde Euro vor, wie Ressortchef Gerd Müller (CSU) Anfang Juli im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung darlegte. Wie die Pressestelle des Bundestages (Heute im Bundestag, 346/2015) berichtet, sei das Plus in Höhe von 880 Millionen Euro gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr der größte Zuwachs seit Gründung des Ministeriums.

Müller skizzierte, welche Schwerpunkte sein Ressort setzen wolle: Dazu gehörten die Ausweitung der Sonderinitiativen "Eine Welt ohne Hunger" und "Fluchtursachen bekämpfen, Flüchtlinge reintegrieren" sowie Ausbildungsprojekte im Rahmen der Sonderinitiative "Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und Nahost". Verstärkt werden solle zudem der Ausbau von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern sowie der Kampf gegen beziehungsweise Mittel zur Anpassung an den Klimawandel. Das BMZ wolle zudem im kommenden Jahr 600 Millionen Euro in Flucht- und Aufnahmeländer investieren, insbesondere im Umfeld des Syrien-Konflikts.

Müller kündigte zudem an, entwicklungspolitische Vorhaben in der Zivilgesellschaft stärker zu fördern, also etwa der Kirchen und der politischen Stiftungen, sowie insbesondere Entwicklungspartnerschaften deutscher Kommunen: Deren Know-how beim Aufbau und Betrieb kommunaler Einrichtungen wie Krankenhäuser, Abfallentsorgung, Strom- und Wasserversorgung könne erheblich zur Infrastrukturentwicklung in den Partnerländern beitragen.
>> http://www.bundestag.de/presse/hib/2015_07/-/381300

# 19: Im Interesse der Konzerne: Entwicklungskonferenz in Addis Abeba

Vom 13.-16. Juli fand in Addis Abeba die Dritte UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung statt. Auf dieser Konferenz galt es zu entscheiden, in welcher Höhe finanzielle Mitteln für nachhaltige Entwicklung und zur Bekämpfung des Klimawandels, also zur Umsetzung der im September offiziell zu verabschiedenden Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) in den nächsten Jahren zur Verfügung gestellt werden sollen. Auch geklärt werden sollte, aus welchen Ressourcen sich diese Mittel speisen und mit welchen politischen Mechanismen die stärkere Kontrolle von Kapitaltransfers durch Steuervermeidung und Steuerhinterziehung aus dem Globalen Süden durchzusetzen sind.

Im Vorfeld der Konferenz waren dazu von zivilgesellschaftlicher Seite aber auch von zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern konkrete Forderungen erhoben worden. Angesichts der Tatsache, dass für jeden Euro, der als Investition in Entwicklungsländer fließt, im Durchschnitt zwei Euro – unter anderem durch Gewinntransfers von Konzernen – ins Ausland abfließen, stand die Forderung das Steuerkomitee der Vereinten Nationen massiv aufzuwerten. Dass die Steuervermeidung und Steuerhinterziehung gerade von transnational agierenden Konzernen ein gravierendes Problem darstellt, wird seit Längerem im Kreise der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und in der Gruppe der 20 (G20, G7 Staaten plus Schwellenländer)diskutiert. Nicht einbezogen in diese Diskussionen ist die Gruppe der 77, also G20 plus Entwicklungsländer. Während die G77 Staaten sich geschlossen für die Stärkung der internationalen Steuerkooperation einsetzen und eine deutliche Stärkung des UN Gremiums durch seine Aufwertung als zwischenstaatliche Kommission befürworten, konnten sich letztlich doch wieder Länder wie Großbritannien, USA und Japan durchsetzen. Das Steuerkomitee der UN erhält zwar mehr Ressourcen, wird aber nicht aufgewertet.

Weitere Infos:
Gut aufbereitete Hintergrundinformationen und Orientierung zur Positionsfindung bieten das aktuelle Positionspapier von VENRO „Von Addis Abeba nach New York – Finanzierung nachhaltiger Entwicklung nach 2015“
>> http://venro.org/uploads/tx_igpublikationen/VENRO-PP_2-2015_Von_Addis_nach_NewYork.pdf

Ein umfangreiches thematisches Hintergrundpapier hat VENRO schon 2011 veröffentlicht: „Entwicklungsfinanzierung: alte Versprechen und neue Wege“. Es präsentiert gut strukturiert Vorteile, Nachteile und Potentiale unterschiedlicher Instrumente und ist auch vier Jahre nach Veröffentlichung keineswegs veraltet.
>> http://venro.org/uploads/tx_igpublikationen/2011_2015imGespraech_18.pdf

Andreas Zumach schreibt in der taz über die Entwicklungskonferenz in Addis Abeba: Zentral war die Frage nach Steuergerechtigkeit. Doch die Industriestaaten lehnten alles ab, was transnationalen Unternehmen schaden könnte.
>> http://taz.de/Entwicklungskonferenz-in-Addis-Abeba/!5211984

[Ende des Abschnitts Nachrichten - bündig und manchmal auch kurz].

## Abschnitt Drei: Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen.

 

# 20: Termine in Hamburg .

Die Veranstaltungen des Eine Welt Netzwerks Hamburg sind in der Terminspalte auf >> http://www.ewnw.de zu finden.

Weitere Hamburg-Termine, vor allem der EWNW-Mitglieder, gibt es in den wöchentlichen Veranstaltungshinweisen des Eine Welt Netzwerks Hamburg, die Sie unter >> http://www.ewnw.de/veranstaltungshinweise-infodienst-rss-und-rundbriefe abonnieren können.

# 21: Termine bundesweit und darüber hinaus

 

11. bis 13. September 2015, Darmstadt
Das pbi-Infoseminar „Unsere Arbeit für Frieden und Menschenrechte“ richtet sich an all jene, die mehr über pbi erfahren möchten und/oder Interesse an einem Freiwilligeneinsatz oder der Mitarbeit in Deutschland haben. Die Teilnahme an einem Infoseminar ist außerdem Voraussetzung für die Bewerbung als FreiwilligeR in einem der pbi-Projekte.
Das Programm beinhaltet einen kurzen Abriss über die Geschichte und Struktur von pbi, die Schilderung der aktuellen Situation in den Projektländern, Berichte über die Arbeit der Teams, die Präsentation der Arbeit von pbi im deutschsprachigen Raum sowie Informationen, Diskussionen und Rollenspiele zu Gewaltfreiheit, Nichtparteinahme und Konsensfindung.
>> http://www.pbideutschland.de/country-groups/pbi-deutschland/aktuelles-von-pbi/veranstaltungen/news/?tx_ttnews[tt_news]=3483&cHash=91e7314132f5e415e9b04f7ea32ddda1

11. und 12. September 2015, Berlin
Die Stiftung Nord-Süd-Brücken lädt ein: Qualifizierungsseminar zu Auslandsprojekten. Das  Seminar  zeigt  auf,  wie  kleine Vereine  die Vorhaben ihrer  Südpartner  sinnvoll  begleiten  können.  Methoden und Instrumente der Projektentwicklung und -begleitung werden vorgestellt und es wird der Frage nachgegangen, was  ein  gutes Auslandsprojekt  ausmacht.  Des Weiteren wird es eine Einheit zur Abrechnung von Projekten geben. Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an kleine und zumeist ehrenamtliche  Vereine,  die  bereits  in  der  Auslandsprojektarbeit tätig sind oder planen, gemeinsam mit ihren Südpartnern ein  Projekt  zu  entwickeln  bzw.  umzusetzen. 
>> http://venro.org/fileadmin/redaktion/material/Termine/2015/August/einladung_projektentwicklung_0915.pdf

15. September 2015, Bonn
Engagement Global lädt zu einer Informationsveranstaltung zur allgemeinen Einführung in die Förderbedingungen der Europäischen Kommission für Vorhaben in Entwicklungsländern unter den verschiedenen gültigen Programmen von EuropeAid, der EU Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Zielgruppe: Diese Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen und Kommunen, die bislang noch wenig Erfahrung mit der Antragstellung bei der EU haben oder/und die sich generell über die verschiedenen aktuellen Programme und Förderbedingungen von EuropeAid informieren möchten.
>> http://bengo.engagement-global.de/beratungsangebot-eu.html
>> http://www.engagement-global.de

20. bis 24. September 2015, Mönchengladbach
Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev) lädt ein zur inklusiven Sommerakademie „Sustainable Development Goals – What the f…?! – und dann auch noch inklusiv?“. Der Veranstaltungsort - das Wilhelm Kliewer Haus - ist barrierefrei. Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher_innen stehen bei Bedarf zur Verfügung. Fahrtkosten können bezuschusst werden.
>> http://www.venro.org/fileadmin/redaktion/material/Termine/2015/August/bezev_Flyer_Sommerakademie_2015.pdf

25. bis 26. September 2015, Frankfurt am Main
Dekolonialitäten 130 Jahre nach der Berliner Konferenz - Die dritte Konferenz AFRIKA NEU DENKEN: Afrika-Diskurs III fragt nach der Bedeutung kolonialer Strukturen in der Gegenwart: Welche Wirkung entfaltet koloniales Denken bei der Gestaltung afrikanischer Gesellschaften und Identitäten heute? Wie prägen koloniale Muster noch immer das Selbstverständnis und Handeln deutscher und europäischer Politik gegenüber afrikanischen Ländern?

Referent_innen: Josephine Apraku, Daniel Bendix, Rehema Busch, Rahime Diallo, Emmanuel Koffi Noglo, Joshua Kwesi Aikins, Boniface Mabanza, Elikia M´Bokolo, Sandrine Nraye-Kpoumie, Louis Henri Seukwa, Asoka Esuruoso & Philipp Khabo Koepsell mit Arriving In the Future
>> http://www.afrika-im-zentrum.de

26. bis 30.10.2015, Berlin
Das „forum für internationale entwicklung + planung“ (finep) lädt zur Weiterbildung Partizipative Projektplanung in der entwicklungspolitischen Projektarbeit ein. Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter_innen von NRO und Kommunen, die das praktische Know-how zur partizipativen und erfolgreichen Planung ihrer entwicklungspolitischen Auslandsprojekte erwerben möchten.
>> http://www.finep.org/index.php?article_id=378&clang=0

# 22: Neuer pbi-Dokumentarfilm über Landrechte in Lateinamerika

pbi hat in Zusammenarbeit mehrerer Länderprojekte und nationaler Gruppen einen neuen Dokumentarfilm über Landrechte in Lateinamerika veröffentlicht. Der Film "Tierra del Maíz" (Spanisch mit englischen Untertiteln) zeigt vier Umwelt- und Landrechtsverteidiger_innen aus Mexiko, Guatemala, Kolumbien und Honduras, die sich für die Verteidigung der Landrechte im Kontext von privaten Großinvestitionen engagieren. Sie geben Einblicke in ihre Arbeit und die damit verbundenen Risiken und Ängste. Dabei wird auch der Mangel an staatlichen Schutzmechanismen nicht verschwiegen.
>> https://www.youtube.com/watch?v=kIxnXEvhizM&feature=youtu.be

# 23: Mitmachaktion „Make Fruit Fair!“ .

In einer Petition fordert das „forum für internationale entwicklung + planung“ (finep) von der EU-Kommissarin für den Binnenmarkt, Elżbieta Bieńkowska, die Einführung verbindlicher Regeln, damit faire Bedingungen für Kleinproduzent_innen und Arbeiter_innen in den Anbauländern tropischer Früchte geschaffen werden. Mangos, Ananas und Bananen sind lecker, haben aber oft einen bitteren Beigeschmack: Große Supermarktketten missbrauchen ihre Marktmacht, um die Preise für tropische Früchte massiv zu drücken. Darunter leiden vor allem Kleinbäuerinnen und -bauern sowie die Arbeiter_innen auf den Fruchtplantagen. Sie schuften zu Hungerlöhnen bei unzähligen Überstunden und sind dabei häufig giftigen Chemikalien ausgesetzt.

Anfang 2016 entscheidet die EU-Kommissarin für den Binnenmarkt, Elżbieta Bieńkowska, ob es zukünftig strengere Regeln geben wird, um unfaire Handelspraktiken zu stoppen.
>> http://www.finep.org/index.php?article_id=371&clang=0&goback=1

# 24: Neuerscheinung: (Kinder)Buch von Afërdita Halimi

Die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Afërdita Halimi vom Verein für Bildung, Kultur und Völkerverständigung (BKV) hat ein neues (Kinder)Buch geschrieben: „Durch den Dunklen Wald“ ist die Geschichte vierer Kinder auf der Flucht vor Krieg, Tod und Unterdrückung. Sie treffen sich im dunklen Wald und berichten von ihren Ängsten, aber auch darüber, was sie von ihrer Zukunft in einem neuen Land erhoffen. Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahre.

Afërdita Halimi: Durch den Dunklen Wald. 1. Auflage 2015 / deutsch. Verlag: EmigrantiBuch, Paperback: 104 Seiten, ISBN 978-3-9817118-0-6, Preis: 12,90 Euro zzgl. 1,45 € Versandkosten
>> http://emigrantibuch.de/portfolio/durch-den-dunklen-wald/
>> http://www.emigranti.de

# 25: Neues Onlineportal „mangoes & bullets“

Mit „mangoes & bullets: Materialien für rassismus- und herrschaftskritisches Denken und Handeln“ hat glokal e.V. ein neues Online-Portal gestartet. Es ist für alle gedacht, die sich mit Rassismus und anderen Herrschaftsverhältnissen beschäftigen wollen und dabei Inspiration für Widerstand und Materialien suchen. Hier finden sich unter anderem Filme, Lieder und Gedichte, aber auch Informationen über Kampagnen und politischen Aktivismus, die für die politische Bildungsarbeit ebenso tauglich sind wie für ein persönliches Selbststudium.

„mangoes & bullets“ ist der Titel eines Gedichtbandes von John Agard und führt für glokal e.V. vieles von dem zusammen, was sie durch die Materialsammlung thematisieren wollen: bullets als Symbol für Unterdrückung, aber auch für Widerstand gegen Kolonialismus, Rassismus und Ausbeutung; mangoes als so genannte Südfrüchte, als Produkt ausbeuterischer Arbeitsbedingungen und kapitalistischer Wirtschaftsstrukturen im globalen Welthandel; Früchte als die Süße des Empowerments; Früchte, deren Süße zum bitteren Beigeschmack wird, wenn wir in Konfrontation mit Rassismus ein süßes Lächeln aufsetzen müssen, obwohl wir am liebsten mit der Wucht einer Kugel explodieren würden; Familienbande zu den Orten, wo die mangoes wachsen, während wir selbst im Land der bullets leben; bullets, in Deutschland gefertigt, die weit entfernt einschlagen, und Menschen, die sich aus Europa oder jenseits dessen auf den Weg in dieses Land machen, um mit allem anderen empfangen zu werden als mit lieblich schmeckenden mangoes.
>> http://www.glokal.org/mangoes-bullets/

# 26: Call for Papers zum Thema "Visionen einer rassismuskritischen Entwicklungspolitik"

Aufbauend auf jahrelangen antirassistischen Kämpfen und Bewegungen an vielen Orten und durch viele verschiedene Akteur_innen hat der Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) durch seine Broschüren „Von Trommlern und Helfern“ (2007 mit dem Eine Welt Netzwerk Hamburg u.a.), „Wer andern einen Brunnen gräbt...“ (2012) und „Develop-mental Turn“ (2013) wesentlich zur aktuellen Diskussion um Rassismus in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit in Deutschland beigetragen. Nun sind fast zehn Jahre seit dem Beginn der Arbeit an der ersten Broschüre ins Land gezogen. Die entwicklungspolitische Szene hat kontrovers diskutiert; Mitarbeitende und Organisationen haben sich selbst und andere hinterfragt; es gab Schritte nach vorn, aber auch viele zurück.

Der BER lädt ein, sich mit Beiträgen, die folgenden Fragestellungen nachgehen, zu beteiligen: Wie ist die aktuelle Situation der Diskussion um rassismuskritische und postkoloniale Perspektiven in der entwicklungspolitischen Szene in Deutschland zu bewerten? Welche Ziele und Visionen gibt es? Welche Erfahrungsberichte und Best Practice Beispiele gibt es?

Beiträge können in Form von Artikeln, Interviews, Gruppendiskussionen, sowie fiktivem oder kreativen Beiträgen bestehen. Der BER bittet bis zum 30. September 2015 um die Zusendung von Artikelvorschlägen in Form eines Abstracts zum Thema.
>> http://ber-ev.de/aktuelles/call-for-papers-fuer-beitraege-einer-neuen-broschuere-des-ber

[Ende des Abschnitts Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen].

## Abschnitt Vier: Schlusslicht.

 

# 27: Tag der deutschen Patrioten in Hamburg?

Am 12. September 2015 wollen Neonazis, Hooligans und Rassist_innen aus verschiedenen Spektren und mit überregionaler Beteiligung unter dem Motto „Tag der deutschen Patrioten“ durch die Hamburger Innenstadt marschieren. Dies wollen zahlreiche Gruppen und Organisationen gemeinsam mit vielen Menschen verhindern. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ruft unter dem Motto „Internationale Solidarität statt völkischem Patriotismus! Refugees welcome!“ zur Demonstration und zu Gegenaktivitäten auf: Samstag, den 12. September 2015 ab 10 Uhr, vorerst Hauptbahnhof (Hachmannplatz). Auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg unterstützt den Aufruf.
>> http://www.keine-stimme-den-nazis.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5898&Itemid=278

[Ende des Schlusslichts]

# 28: Technische Hinweise

Der formale Aufbau dieses Rundbriefes orientiert sich am 'Text E-Mail-Newsletter Standard' (TEN S). Der Zweck dieses Standards ist es, in textbasierten E-Mail-Newslettern die Orientierung zu vereinfachen, vor allem für diejenigen mit Seh-Beeinträchtigungen, die Geräte und Programme zur Sprachausgabe oder andere spezielle Zugriffstechniken verwenden.

Die Startseite des TEN S ist:
http://www.headstar.com/ten/

Die deutsche Übersetzung des TEN S finden Sie hier:
http://www.ude.de/ten/

Als Navigationshilfe für Screen Reader beginnen alle Überschriften mit einem Doppelkreuz "#" und enden mit einem Punkt "." Die Inhalte sind nummeriert, die Nummern folgen direkt nach dem Doppelkreuz.

Einige lange Hyperlinks in diesem Rundbrief werden durch manche E-Mail-Programme auf mehrere Zeilen umgebrochen, so dass sie nicht funktionieren. In diesem Fall bitte die komplette Zeichenkette des Hyperlinks in die Adresszeile des Webbrowsers kopieren.

[Ende Technische Hinweise] .

# 29: Impressum

Rundbrief des Eine Welt Netzwerks Hamburg e.V.

Der Dachverband entwicklungspolitischer Initiativen in Hamburg gibt in unregelmäßigen Abständen einen Rundbrief heraus und verschickt ihn an Mitglieder und weitere Interessierte.

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg freut sich über Hinweise, Verbesserungsvorschläge, Nachrichten und Artikel für den Rundbrief – vor allem von den Mitgliedern, aber auch von Kooperationspartnern und anderen Interessierten! mailto:anke.schwarzer@ewnw.de

Herausgeber:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Große Bergstraße 255
22767 Hamburg

Phone: + 49 (0) 40 358 93 86
Fax: + 49 (0) 40 358 93 88
Mail: mailto:info@ewnw.de
Internet: http://www.ewnw.de

Steuer-Nr.: 17 / 420 / 09226
Registriert beim Amtsgericht Hamburg: VR 13700

Redaktion:
Anke Schwarzer

Verantwortlich für alle Inhalte des Rundbriefs (V.i.S.d.P. und Verantwortliche gemäß ß 5 TMG): Matthias Hein

Autor_innen-Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

Bestellen oder abbestellen können Sie den Rundbrief durch eine E-Mail an: mailto:info@ewnw.de oder unter der Webadresse:
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[Ende des Impressums].

[Ende des Rundbriefs].