EWNW-Rundbrief Oktober 2015

Ausgabe vom 09.10.2015

# 01: Editorial.

Liebe Mitglieder, liebe Leser_innen,

es brennt in Deutschland, wieder und immer noch. Die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte lassen nicht nach und nur selten werden die Täter_innen gefasst. Gleichzeitig unterstützen zahlreiche Bürger_innen die ankommenden Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und anderen Ländern mit ihrem Geld, mit Beratung, Zeit und mit Sachspenden. Manche Universitäten bieten Studienplätze für geflüchtete Studierende und einige Museen erlassen den Eintritt. Auch die Bundesregierung sagt: „Wir schaffen das!“. Schön. Bitter ist allerdings, dass die gleiche Bundesregierung gerade dabei ist, ein neues Asyl-Abschreckungsrecht zu verabschieden. Dabei fragt sich auch, wie das rot-grüne Hamburg Mitte Oktober im Bundesrat abstimmen wird. Mehr dazu in unserem Schlusslicht.

Wir hatten einen angefüllten September mit BMZ-Zukunftstour, Fairer Woche, Bildungsurlaub Hamburg Postkolonial, der Stopp-EPA-Tour und zahlreichen anderen Veranstaltungen. Und auch der Herbst bietet spannende und wichtige Diskussionen, Filmabende und Seminare.

Haben Sie/habt ihr Berichte, News und Hinweise für den Rundbrief? Dann bitte an info@ewnw.de mit dem Betreff „Rundbrief“ mailen. Hinweise auf Veranstaltungen in Hamburg erscheinen wie gehabt in den wöchentlichen EWNW-Veranstaltungshinweisen.

Herzliche Grüße aus dem EWNW-Büro in Altona!

##          Inhaltsverzeichnis.

01: Editorial

Abschnitt Eins:   Aus Netzwerk und Büro

02: Themenspinner/Stadtgespräch 12.10.2015: “Not about us without us!“ Herero-Völkermord ohne Entschuldigung und Entschädigung?
03: Nachhaltige Entwicklungsziele umsetzen – Handeln auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene 22.10.2015
04: Kinder auf der Flucht 19.11.2015
05: Neues aus der Geschäftsstelle
06: Auseinandersetzung rund um das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL und Mediation
07: Themenspinner „Auslandsprojekte“ und „Programmplanung 2016“
08: EWNW-Workshops im Herbst – Fundraising, Webmap Hamburg Global, Monitoring von Auslandsprojekten, Web 2.0.
09: Ausschreibung Promotor_innen-Programm 2016-2018
10: Neues Mitglied Ghana Union Hamburg e.V.
11: Beratung für Initiativen und Vereine
12: Infodienst Gemeinnützigkeit
13: Eine-Welt-Promo-Programm Globales Lernen: Anti-Diskriminierungs-Workshop für Bildungsreferent_innen 14.11.2015
14: Eine-Welt-Promo-Programm Fairer Handel

Abschnitt Zwei:   Nachrichten – bündig und manchmal kurz

15: Sustainable Devolopment Goals (SDG) – Herausforderungen für Bund, Länder und Kommunen
16: SDG: Deutschland droht Ziele zu verfehlen
17: Einen Schritt weiter – die Modernisierung des Vergabegesetzes
18: Gegen TTIP und CETA: 3.263.920 Unterschriften!
19: PAN-Aufruf: Für ein Verbot hochgefährlicher Pestizide

Abschnitt Drei:   Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen

20: Termine in Hamburg
21: Termine bundeweit und manchmal darüber hinaus
22: Neue Broschüre (D)EINE WELT
23: Leder- und Schuhproduktion im Visier: Kampagne „Change Your Shoes“
24: Aufruf „stop asyl law“
25: WeltWeitWissen-Kongress: Ausschreibung Best Practice Globales Lernen – bis 1.11. bewerben!
26: EINE-WELT-PREIS 2016
27: „Konzerne zahlen gerne?!“ – Oxfam-Petition gegen Steuertricks von Unternehmen
28: Neue iz3w-Ausgabe: „Grenzüberschreitend. Anti-Rassismus im Süden“

Abschnitt Vier:   Schlusslicht

29: Das geplante Asylabschreckungsrecht: Mensch nicht gleich Mensch?
30: Technische Hinweise
31: Impressum

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins:   Aus Büro und Netzwerk.

 

# 02: Stadtgespräch 12.10.2015: “Not about us without us!“ Herero-Völkermord ohne Entschuldigung und Entschädigung?

Vor 111 Jahren erließ die kaiserliche Kolonialarmee im damaligen „Deutsch-Südwestafrika“ den Vernichtungsbefehl gegen die Herero. Im Sommer dieses Jahres benannte Bundestagspräsident Norbert Lammert die Massaker erstmals als „Völkermord“ und auch die Bundesregierung spricht, wenn auch noch nicht ganz unumwunden, von Völkermord. Die Nachfahren der Opfer erwarten eine offizielle Entschuldigung, ihre sofortige Einbeziehung in die deutsch-namibischen Versöhnungsgespräche und die Rückgabe aller geraubten Gebeine.

Anlässlich des internationalen Colonial Reparation Day am 12. Oktober sprechen Kavemuii Murangi und Jefta Uaravaera Nguherimo (OvaHerero/Mbanderu and Nama Genocides Institute, ONGI) sowie Jürgen Zimmerer (Universität Hamburg) über den Völkermord, das Ringen um Anerkennung und Entschädigung sowie über die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Namibia.

Dr. Kavemuii Murangi (Direktor und Gründungsmitglied OvaHerero/Mbanderu and Nama Genocides Institute, ONGI)

Jefta Uaravaera Nguherimo (Filmemacher, Gründungsmitglied OvaHerero/Mbanderu and Nama Genocides Institute, ONGI)

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Historiker (Universität Hamburg) und Leiter der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“

Montag, 12. Oktober 2015, 17.00 Uhr

Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt.

Ort:
Sonnin-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg
Anfahrt mit der S1, S2 oder S3 sowie U1 oder U2 Station Jungfernstieg; mit der U3 Station Rathaus

Dauer:
ca. 2 Stunden

Preis:'
Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht

Veranstalter:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. im Rahmen des Kampagnenbündnis „Völkermord verjährt nicht/No Amnesty on Genocide“

Weitere Informationen:
>> http://genocide-namibia.net/
>> http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/oktober/nama-und-herero-voelkermord-ohne-entschaedigung#_ftn1
>> http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2015-07/hamburg-kolonialzeit-deutsch-suedwest-baakenhafen

# 03: Nachhaltige Entwicklungsziele umsetzen – Handeln auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene 22.10.2015

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen lösen in diesem Jahr die Millenniumsentwicklungsziele ab. Die SDGs sollen Ziele für alle Staaten sein, Armut und Ungleichheit zu verringern, aber auf einer ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltigen Basis. Dazu müssen sich alle einsetzen – international, national und auch lokal. Was können wir tun?

Diskussion am Donnerstag, 22. Oktober 2015, 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr

Mit u.a. Ulrike Hiller (Staatsrätin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Bremen), Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (u.a. Marie-Schlei-Verein e.V. VENRO, Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.)

Ort:
W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik
W3-Saal
Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Veranstalter
Marie-Schlei-Verein in Kooperation mit dem Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., dem Zukunftsrat Hamburg und der W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Kontakt
Marie-Schlei-Verein
040-4149 6992
mailto:marie-schlei-verein@t-online.de

Web
http://www.marie-schlei-verein.de

# 04: Kinder auf der Flucht 19.11.2015

Jeden Tag werden Menschen zur Flucht getrieben - auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben. Besonders alarmierend: die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Die Ursachen für Flucht und Migration sind dabei so vielfältig, wie die Menschen selbst. Kriege und Konflikte sind die vornehmlichen Gründe, warum Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Sudan fliehen. Nicht selten aber ist auch die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen mit ausschlaggebend für diese Entscheidung: Die Angst davor, dass Kinder zwangsrekrutiert werden, die Gefahr von Zwangsheirat oder Beschneidung.

Plan Internationals Katastrophenschutz-Experte Unni Krishnan über die besondere Situation von Kindern auf der Flucht: „Wir können sie nicht im Stich lassen. Das Leben und die Zukunft einer ganzen Generation steht auf dem Spiel.“ Deshalb fordert Plan International Deutschland die Europäische Union und die Bundesregierung dringend auf, bei der Ausarbeitung von Lösungen für die Flüchtlingskrise die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder prioritär zu behandeln. Zu Gast sind Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland e.V. und Aalia Haschemi aus Afghanistan. Die junge Frau wird von ihren Fluchterfahrungen und dem langen Weg der Integration erzählen.

Im Haus der Philanthropie, Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg

Donnerstag, den 19.11.2015 Beginn: 18:30 Uhr

Nach der Diskussion laden wir Sie herzlich zur Fortsetzung der Gespräche bei einem kleinen Imbiss ein!

Eine Kooperationsveranstaltung von Plan International Deutschland e.V. und dem Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
>> http://www.haus-der-philanthropie.de

# 05: Neues aus der Geschäftsstelle

Aufgrund der vakanten Geschäftsführungsstelle hat der Vorstand die offenen Zuständigkeiten an das Team übergeben. Die Teammitglieder haben die Tätigkeiten unter sich aufgeteilt und teilweise Stunden aufgestockt. Die neue Regelung war ein Wunsch des Teams und gilt vorübergehend bis Ende des Jahres. In der Zwischenzeit soll die Ausschreibung für eine fünfte Stelle in der Altonaer Geschäftsstelle vorbereitet und veröffentlicht werden.

# 06: Auseinandersetzung rund um das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL Hamburg und Mediation

Das EWNW hat von Juli 2009 bis Dezember 2011 das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL Hamburg durchgeführt. Es handelte sich um ein Vorhaben, welches die Öffnung der Eine-Welt Arbeit zu Migrant_innen-Selbstorganisationen (MSO) zum Ziel hatte, um eine nachhaltige und sichtbare Beteiligung von MSO in der weiß-deutsch geprägten entwicklungspolitischen Vereinslandschaft zu erreichen. Während der Umsetzung wurden zahlreiche Fehler gemacht. Es kam zu grundlegenden Verwerfungen innerhalb des EWNW, das Vorhaben scheiterte weitgehend. Bis heute sind die entstandenen Schäden und Verletzungen spürbar. Nach mehreren Treffen bis Ende 2013, einer Evaluation sowie verschiedenen schriftlichen und mündlichen Statements des Vorstandes, trafen sich im August mehrere ehemalige Multiplikator_innen, Mitglieder des Teams und des Vorstands, um eine gemeinsame Mediation vorzubereiten. Sie soll Mitte Oktober starten. Weitere Informationen zum Projekt, zur Erklärung des Vorstands vom Juni 2015 und zwei Kommentare und Statement von Sporen Lobal und dem Verein glokal stehen auf der EWNW-Website.
>> http://www.ewnw.de/moveglokal

# 07: Themenspinner „Auslandsprojekte“ und „Programmplanung 2016“

Dieses Jahr haben wir noch zwei Themenspinner, die monatlichen Mitgliedertreffen des Eine Welt Netzwerks Hamburg, geplant: Eines wird sich rund um „Auslandsprojekte“ drehen (Mo, 9.11., 17 Uhr) und im letzten Themenspinner des Jahres (Mo, 14.12., 17 Uhr) werden wir das EWNW-Programm 2016 vorstellen und hören, was ihr plant, schauen, wo sich interessante Kooperationen und Ideen ergeben können. Mehr Informationen zu Inhalten und Ort sind demnächst auf unserer Web-Terminleiste zu finden.

Auch 2016 setzen wir die Themenspinner-Treffen fort. Wir wollen das Netzwerk enger knüpfen, neue Verbindungen schaffen, gemeinsame Ziele entwickeln und Kooperationsmöglichkeiten entdecken!

Wer ist Mitglied im Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.? Was machen die genau? Wo sitzen die überhaupt und wer macht dort die ganze Arbeit? Was haben die schon erreicht? Wo hapert es? Wer braucht vielleicht auch weitere Unterstützung? Und was passiert eigentlich im EWNW-Büro in der Großen Bergstraße?

Wir laden vor allem unsere Mitglieder, aber auch Kooperationspartner und andere Interessierte, sehr herzlich zu den regelmäßigen Themenspinner-Treffen ein. Jeden zweiten Montag im Monat ist der Abend dafür!

Mina Ringel vom EWNW-Büro koordiniert und leitet die monatlichen Treffen, die an verschiedenen Orten und zu wechselnden Themen stattfinden. Im Idealfall treffen wir uns bei den Gruppen vor Ort. Wenn das nicht möglich ist, suchen wir gerne für den Abend einen passenden Raum. Wir haben schon einige Ideen, freuen uns aber auch sehr über Themenvorschläge von euch!

Ort und Thema sind für diesen Themenspinner noch offen. Meldet euch gerne mit Ideen und Vorschlägen!
>> http://www.ewnw.de/event/ewnw-themenspinner-5

# 08: EWNW-Workshops im Herbst – Fundraising, Webmap Hamburg Global, Web 2.0. und Monitoring von Auslandsprojekten

Im Herbst stehen weitere Qualifizierungsworkshops an, die derzeit geplant werden. Die Methoden und Möglichkeiten des Fundraising beleuchtet am 20. November Vera Dittgen, Promotorin für Fundraising des Eine Welt Netz Nordrhein-Westfalen. Die Weiten des Web 2.0. sollen voraussichtlich am 11. Dezember erkundet werden und voraussichtlich am 13. November die Nutzungs- und Erweiterungsmöglichkeiten der interaktiven Webmap Hamburg Global. Die Gutachterin und Organisationsberaterin Gabriele Struck führt am 6. November in das Monitoring, die Begleitung und Wirkungsbeobachtung bei der Projektdurchführung im Ausland ein. Genaue Termine, Orte und Inhalte findet ihr demnächst auf der Web-Terminleiste.
>> http://www.ewnw.de

# 09: Ausschreibung Promotor_innen-Programm 2016-2018

Als Koordinator des Promotoren_innen-Programm schreibt das Eine Welt Netzwerk Hamburg zwei Trägerschaften (2016 bis Ende 2018) für die Stellen „Globales Lernen“ und  „Migration, Diaspora und Entwicklung“ aus. Die dritte Promotor_innen-Stelle "Fairer Handel" verbleibt bei dem Verein Mobile Bildung. Die Eine-Welt- Promotor_innen-Programme bieten entwicklungspolitische Bildungsarbeit in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Zivilgesellschaft. Die Bundesmittel betragen 60 Prozent, die Landesmittel 40 Prozent. Die Bewerbungsfrist für die Trägervereine läuft bis zum 18. Oktober. Die beiden ausgewählten Vereine schreiben dann zeitnah die Promotor_innen-Stellen aus, die ab 1.1.2016 besetzt sein sollen.

Alle Bewerbungsformulare und Hintergrunddokumente: http://www.ewnw.de/pp2

Eine-Welt-Promotor_innen bewegen. Mit Engagierten vor Ort setzen sie sich für global nachhaltige Entwicklung ein, hier in Hamburg, mit kreativen Ideen und dem Mut, neue Wege zu gehen. Denn Klimawandel, Ressourcenknappheit, Teilhabe, Rassismus, Armut und Wirtschaftskrisen sind Herausforderungen, die Umdenken und entschlossenes Handeln im Alltag erfordern. Die Promotor_innen stoßen Prozesse durch Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an und entwickeln und unterstützen Aktionen und Kampagnen für verschiedene Zielgruppen.

2013 ist bundesweit das Programm „Eine-Welt-Promotor_innen“ gestartet. In Hamburg sind (bis Ende 2015) zwei Stellen geschaffen worden: eine zum Globalen Lernen und eine zur Stärkung von Fairhandels-Aktivitäten. Nun schreibt das Eine Welt Netzwerk Hamburg die Vereinsträgerschaft für drei Themenbereiche aus. Start ist Januar 2016; der neue Zyklus läuft drei Jahre.
>> http://www.ewnw.de/ausschreibung-promotorinnen-traegerschaft
>> http://www.agl-einewelt.de/index.php/schwerpunkte/eine-welt-promotorinnen-programm

# 10: Neues Mitglied Ghana Union Hamburg e.V.

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg freut sich über das neue Mitglied Ghana Union Hamburg e.V., das hier eine Kurzinfo zusammengestellt hat:

Ghana Union Hamburg e.V. (GUH) ist ein Verein, der sich die Integrations- und Sozialarbeit in Hamburg und Umland zur Aufgabe gemacht hat. Der Verein kümmert sich um die Pflege und Förderung afrikanischer Kultur insbesondere des ghanaischen, des demokratischen Bewusstseins sowie des Austauschs von deutsch-afrikanischen und speziell der deutsch-ghanaischen Beziehungen. Und all dies stets nach dem Motto: "Kulturen öffnen, motivieren, vernetzen und aktivieren!". Neben vielseitigen Sozialdiensten (Beratung, Treffpunkten, Gottesdiensten, Nachhilfeunterricht und Übersetzungsleistungen) gibt es unterschiedliche kulturelle Aktivitäten (Afrikanische Küche und Kunsthandwerk) sowie Informationsdienste in Hamburg und Umgebung.

Um ein breitgefächertes Angebot zu realisieren, kooperiert Ghana Union Hamburg e.V. u.a. mit dem Projekt "Globus" von Basis und Woge e.V. sowie der Kirche Dulsberg und anderen lokalen und globalen (interkulturellen) Vereinen.
Bei „Edukids“ handelt es sich um das erfolgreiche Nachhilfeprojekt für Schüler_innen aus Hamburg: Der Name „EduKids“ leitet sich von „educated Kids“, zu Deutsch gebildete Kinder, ab. Der Name soll bei der Nachhilfe Programm sein, d.h. Ziele sind Chancengleichheit und Integration durch schulischen Erfolg, Nachhaltigkeit, Aufklärung über die eigene Geschichte, Strategien bei Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen sowie Empowernment. Notwendig ist dies, da die Eltern afrikanischer Kinder und Jugendlichen einerseits nicht mit dem deutschen Bildungssystem vertraut sind und andererseits der deutschen Sprache oftmals nicht hinreichend mächtig sind. Zurzeit nehmen zwischen 40 und 50 Kinder und Jugendliche an der Nachhilfe teil. Diese besuchen alle in Hamburg vertretenen Schulformen. Bei allen Kindern und Jugendlichen ist ein afrikanischer Hintergrund vorhanden (überwiegend Ghana, Togo und Nigeria). Spezifisch an diesem Nachhilfeprogramm ist, dass auch alle Nachhilfekräfte einen afrikanischen Hintergrund (Ghana, Togo, Benin, Kamerun und Ruanda) haben. Ferner kommen diese Nachhilfekräfte aus unterschiedlichen universitären und Berufsbereichen, so haben mehrere Nachhilfekräfte einen pädagogischen Hintergrund (Lehramt Primar- und Sekundarstufe 1). Dies ist im Sinne von Empowerment und Aufklärung über die eigene Geschichte besonders wichtig und wertvoll.

Aktuell befindet sich Ghana Union Hamburg e.V. in einem Veränderungsprozess. Aus ihm wird demnächst ein Dachverband für ca. 100 afrikanische Vereine und Unternehmensgruppen sowie viele Kirchengemeinden. So kann Ghana Union Hamburg e.V. mit geballter Kraft die vielfältigen Interessen von Ghanaer_innen rund um Hamburg vertreten, den kleinen und oftmals maginalisierten Gruppen eine gewichtige Stimme geben und im Sinne von Empowerment agieren. Der Verein freut sich über die kommenden spannenden Zeiten und über Anfragen zu Kooperationsmöglichkeiten.

# 11: Beratung von Initiativen und Vereinen

Möchten Sie einen entwicklungspolitischen Verein gründen? Haben Sie Fragen zur Satzung, zur Finanzierung eines Projektes oder zur Antragstellung? Suchen Sie Expert_innen zu entwicklungspolitischen Themen? Möchten Sie Tipps zur Pressearbeit oder zur Veranstaltungsorganisation? Wie helfen gerne weiter.

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg berät Mitgliedsgruppen und andere Initiativen und Vereine zu verschiedenen Themen. Mitgliedsgruppen erhalten bei Bedarf im Jahr bis zu sechs Stunden kostenlose Beratung.

Bitte rufen Sie an oder mailen uns und vereinbaren einen Termin.
Telefon: 040 - 358 93 86
E-Mail: mailto:info@ewnw.de

# 12: Infodienst Gemeinnützigkeit

Wer Informationen rund um Vereinsangelegenheiten sucht, wird im Infodienst Gemeinnützigkeit des Eine Welt Netzwerks Hamburg fündig. Neue Meldungen lassen sich dort auch via E-Mail abonnieren.
>> http://infodienst.ewnw.de

# 13: Eine-Welt-Promo-Programm Globales Lernen: Anti-Diskriminierungs-Workshop für Bildungsreferent_innen 14.11.2015

Seminartag am 14. November 2015 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der W3, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg (mit Maziar Taymoorzadeh und Christina Castillón)

Es gibt einige Bildungskonzepte, die dazu beitragen wollen, dass weltweit mehr Gerechtigkeit hergestellt wird. Hier besteht die Möglichkeit, Lernprozesse in Gang zu setzen, die bewirken können, vermeintlich allgemeingültige und gesetzt scheinende Sichtweisen anders zu denken und zu Ent-lernen.

Doch wie geht das konkret? Wie gehen wir mit Diskriminierungen und Rassismen in unserer Bildungsarbeit um? Was brauchen wir um aufmerksam für Machtverhältnisse zu sein?

An diesem Seminartag gibt es Raum für Übungen und Austauschmöglichkeiten, um zu einem kritischen Umgang mit vorhandenen gesellschaftlichen Normen anzuregen und unsere Rollen und Verantwortlichkeiten darin zu reflektieren.

In kurzen thematischen Inputs nehmen wir Bezug auf Definitionen, Merkmale und Strukturen von Diskriminierung und erarbeiten gemeinsam Möglichkeiten für eine bewusste, nicht rassistische Bildungsarbeit.

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Eine Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt. Anmeldungen bitte bis zum 7. November 2015 an:

castillon(at)openschool21.de

Veranstaltet wird das Seminar von: Open School 21 in Kooperation mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.
>> http://www.openschool21.de/anti-diskriminierungs-workshop-fuer-teamer_innen-im-globalen-lernen/#more-997

# 14: Eine-Welt-Promo-Programm Fairer Handel

>> http://www.fairtradestadt-hamburg.de/

[Ende des Abschnitts Aus Netzwerk und Buero].

## Abschnitt Zwei:   Nachrichten - bündig und manchmal auch kurz

 

# 15: Sustainable Devolopment Goals (SDG) – Herausforderungen für Bund, Länder und Kommunen

Papst Franziskus war da, die Sängerin Shakira, Kanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Barack Obama und mehr als 150 weitere Staats-und Regierungschefs: Ende September haben die Vereinten Nationen auf ihrem dreitägigen Gipfel in New York die Ziele für eine weltweite nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) verabschiedet. Bis zum Jahr 2030 wollen die UN allen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Die Agenda für nachhaltige Entwicklung gibt dafür 17 Ziele vor. Daran sollen sich alle orientieren – die arme Dominikanische Republik genauso wie das reiche Deutschland.

„795 Millionen Menschen leiden akut an Hunger, 1,3 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht und die Folgen des Klimawandels sind immer mehr zu spüren. Es ist Zeit zu handeln“, so Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO)

Für die Bundesregierung wie auch die Länder und Kommunen bedeuten die SDG neue Anforderungen. So ist zum Beispiel die nationale deutsche Nachhaltigkeitsstrategie nicht deckungsgleich mit den UN-Nachhaltigkeitszielen, etwa beim Thema „Soziale Ungleichheit“. Ein UN-Unterziel sieht vor, dass die Einkommen der ärmeren 40 Prozent der Bevölkerung eines Landes schneller wachsen soll als der Durchschnitt.

„Mit der 2030-Agenda muss in Deutschland und den anderen Industrieländern eine umfassende Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft eingeleitet werden“, so Bornhorst weiter. Es komme jetzt auf die Umsetzung an. „Die Bundesregierung muss baldmöglichst einen konkreten Umsetzungsplan der 2030-Agenda in und durch Deutschland vorlegen. Nach den Gipfelhöhen kommen jetzt die Mühen der Ebene.“ Widersprüche und Zielkonflikte, zum Beispiel wie die Wirtschaft bei endlichen Ressourcen weiter wachsen solle, würden nicht angesprochen, so Bornhorst.
>> http://venro.org/uploads/tx_igpublikationen/Standpunkt_2030-Agenda.pdf

# 16: SDG: Deutschland droht Ziele zu verfehlen

Die UN-Mitgliedstaaten haben sich 17 neue Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) ab 2016 gesetzt. Wegen ihrer Wirtschaftsmacht sind die 34 OECD-Staaten besonders aufgefordert, sich auf die neuen Ziele auszurichten. Ressourcen müssen sparsamer eingesetzt werden. Beispiel: Müllvermeidung. Rund 650 Kilogramm Müll pro Kopf produziert Deutschland jedes Jahr. Nach der Bertelsmann Stiftung droht Deutschland auch in den Bereichen „Nachhaltige Landwirtschaft“ und „Gender-Gerechtigkeit“ die Nachhaltigkeitsziele zu verfehlen.
>> http://de.slideshare.net/BertelsmannStiftung/industriestaaten-drohen-neue-unnachhaltigkeitsziele-zu-verfehlen

# 17: Einen Schritt weiter – die Modernisierung des Vergabegesetzes

Im Juli hat das Bundeskabinett den Entwurf des Gesetzes zur Modernisierung des Vergaberechts (VergRModG) verabschiedet. Im nächsten Schritt soll der Entwurf bis Herbst 2015 in das Gesetzgebungsverfahren in Bundesrat und Bundestag eingebracht werden.

Anlass ist die geplante Umsetzung der neuen EU-Richtlinie über die öffentliche Auftragsvergabe von April 2014. Diese erlaubt es erstmals, die nachweisliche Einhaltung von umwelt-, sozial- und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen entlang der gesamten Lieferkette einzufordern, sowie die Anwendung der Kriterien auf verschiedene Stufen im Vergabeverfahren – und auf stoffliche wie nicht-stoffliche Merkmale des Endprodukts zu erweitern. Dies bedeutet beispielsweise, dass auch nicht-stoffliche Merkmale wie Kinderarbeit in Zukunft Berücksichtigung und Ausschluss in der Vergabe finden können.
>> http://www.cora-netz.de/cora/themen/ungp/

# 18: Gegen TTIP und CETA: 3.263.920 Unterschriften!

Die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA beendet ihre einjährige Sammelphase mit dem Rekordstand von 3.263.920 Unterschriften (vorläufiges Endergebnis). Die Forderungen lauten u.a., dass die TTIP-Verhandlungen beendet und das CETA-Abkommen mit Kanada nicht abgeschlossen wird. Der Protest geht weiter: Diesen Samstag, am 10. Oktober werden Menschen in ganz Europa auf die Straßen gehen, in Berlin, Amsterdam, London, Athen und anderswo.
>> https://stop-ttip.org/de/
>> https://www.trade4people.org

# 19: PAN-Aufruf: Für ein Verbot hochgefährlicher Pestizide

Jahrzehnte an Erfahrungen haben gezeigt, dass eine sichere Anwendung hochgefährlicher Pestizide trotz vieler Programme zur "sicheren" Anwendung nicht möglich ist. Noch immer erleiden Menschen, Nutztiere, wild lebende Tiere und die Natur erhebliche Schäden durch hochgefährliche Pestizide. Nach Dekaden des Versagens, während derer sich weltweit Millionen von Todesfällen ereigneten, ist eine neue Politik notwendig, um Pestizidvergiftungen zu stoppen. Die schrittweise Beendigung der Nutzung und das Verbot hochgefährlicher Pestizide sowie eine neue Politik zur Förderung von Alternativen können den Wandel hin zu einer gesunden und nachhaltigen Welt für alle vorantreiben.

Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) und mittlerweile über 421 Organisationen aus 102 Ländern, darunter auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg rufen Regierungen und die Privatwirtschaft auf, konkrete Schritte für ein schrittweises Verbot hochgefährlicher Pestizide und deren Substitution durch ökosystem-basierte Alternativen einzuleiten.
>> http://www.pan-germany.org/download/HHP-Appeal_mit_Unterzeichnern_DE.pdf

[Ende des Abschnitts Nachrichten - bündig und manchmal auch kurz].

## Abschnitt Drei:   Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen

 

# 20: Termine in Hamburg

Die Veranstaltungen des Eine Welt Netzwerks Hamburg sind in der Terminspalte auf >> http://www.ewnw.de zu finden.

Weitere Hamburg-Termine, vor allem der EWNW-Mitglieder, gibt es in den wöchentlichen Veranstaltungshinweisen des Eine Welt Netzwerks Hamburg, die Sie unter >> http://www.ewnw.de/veranstaltungshinweise-infodienst-rss-und-rundbriefe abonnieren können.

# 21: Termine bundesweit und darüber hinaus

10.10.2015, Berlin
Bundesweite Groß-Demo für einen gerechten Welthandel
>> http://www.ttip-demo.de/home/

16.10. bis 18.10.2015, Meuchefitz/Wendland

Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) lädt ein zum Seminar: „Kämpfe um Saatgut-Souveränität in Afrika und Lateinamerika“.
>> http://www.buko.info/aktuelles/news/datum/2015/10/06/kaempfe-um-saatgut-souveraenitaet-in-afrika-und-lateinamerika/

23.10. bis 25.10.2015, Bad Boll

Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko und die Evangelische Akademie Bad Boll laden ein zur Mexiko-Tagung mit dem Thema "Gewaltsames Verschwindenlassen - Verbrechen mit System: Die politische Krise in Mexiko".
>> http://www.ev-akademie-boll.de/tagung/431415.html

29.10.2015, Bonn

VENRO lädt am 29. Oktober 2015 ein zum Dialogforum "Wirtschaft muss sich wandeln – Impulse für nachhaltiges Wirtschaften". Die Veranstaltung findet statt von 13.00 bis 17.30 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn.
>> http://www.venro.org/fileadmin/redaktion/material/Termine/2015/Oktober/VENRO_CorA_Einladung_Nachhaltiges_Wirtschaften_.Final-aktualisiert.pdf

06.11.2015, Berlin

VENRO lädt am 6. November 2015 ein zur Konferenz "Was hat das Entscheidungsjahr 2015 für Frauen gebracht? Rückschritt – Fortschritt – Status quo?". Die Konferenz findet statt in der WeiberWirtschaft in Berlin. U.a. mit Christa Randzio-Plath und Heidemarie Wieczorek-Zeul.
>> http://www.venro.org/fileadmin/redaktion/material/Termine/2015/Oktober/Einladung_VENRO-Gender-Konferenz_Entscheidungsjahr_2015.pdf

16. und 17.11.2015., Gelsenkirchen

WEED und Eine-Welt-Netz NRW laden zur „Fachkonferenz für sozial verantwortliche Beschaffung von IT-Hardware“. Ziel der Konferenz ist ein aktiver Austausch zwischen Beschaffungswesen, Landespolitik, NGOs und IT-Unternehmen über die Möglichkeiten der öffentlichen Hand, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen IT-Industrie beizutragen.
>> http://www.faire-beschaffung.de/

14. bis 16.04.2016, Bonn

„WeltWeitWissen“ ist ein bundesweiter Kongress für Projekte zum Globalen Lernen und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Er wird alle zwei Jahre in einem Bundesland organisiert – 2016 vom Eine Welt Netz Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) und dem Gustav-Stresemann-Institut (GSI).
>> https://www.eine-welt-netz-nrw.de/seiten/2887/

# 22: Neue Broschüre (D)EINE WELT

Die Eine Welt ist in Bewegung: Zum einem werden entwicklungspolitisch relevante Themen – etwa Klimawandel oder Fair Trade – immer salonfähiger, das heißt, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren und auch engagieren; zum anderem wird die Akteurslandschaft in der Eine-Welt-Szene selbst immer „bunter“. Letzteres zeigt sich nicht zuletzt an der zunehmenden Bedeutung sogenannter migrantischer Akteure. Die Broschüre „(D)EINE WELT. Chancen und Herausforderungen einer bunter werdenden Eine-Welt-Szene“ will Chancen, aber auch Herausforderungen dieser Entwicklung behandeln und einen Beitrag dazu leisten, die Eine-Welt-Arbeit zum Nutzen aller voranzubringen. Die Autoren sind Dr. Keith Hamaimbo (Regionalpromotor Bielefeld/Ostwestfalen-Lippe) und Serge Palasie (Promotor der Fachstelle Migration und Entwicklung NRW).
>> http://www.afrikanrw.de/wp-content/uploads/2015/05/Brosch%C3%BCre-D-Eine-Welt.pdf

# 23: Leder- und Schuhproduktion im Visier: Kampagne „Change Your Shoes“

Schuhe gibt es für jeden Anlass und Geldbeutel – elegant, lässig oder geländetauglich. Doch hinter den Sohlen, die uns durch die Welt tragen, verbergen sich Geschichten, die weniger von Eleganz und Freiheit, als von Menschenrechtsverletzungen, Gesundheitsgefährdung und Umweltproblemen erzählen.

Jüngste Ereignisse belegen: Was für die Bekleidungsindustrie schon hinreichend bekannt ist, trifft auch auf die Leder- und Schuhproduktion zu. Mit der neuen Kampagne „Change Your Shoes“ nehmen SÜDWIND und das INKOTA-Netzwerk nun die Missstände in der Leder- und Schuhproduktion ins Visier. Das Ziel: Eine grundlegende Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in der globalen Leder- und Schuhindustrie sowie mehr Transparenz für die Verbraucher_innen zu schaffen.
>> http://www.inkota.de/themen-kampagnen/soziale-verpflichtung-fuer-unternehmen/change-your-shoes

# 24: Aufruf „stop asyl law“

Die Kampagne „stop asyl law“ ruft in vielen Sprachen dazu auf, sich gegen die geplante Verschärfung des deutschen Asylrechts zu wenden. In dem Aufruf heißt es: „Wir wollen nicht nur helfen, den Missstand zu verwalten, denn wir glauben, dass der sich nicht in den Flüchtlingszahlen begründet, sondern in den produzierten Fluchtursachen und in den verpassten Chancen, eine menschenwürdige Unterbringung und Versorgung zu gewährleisten.“ Und weiter: „Wir fordern ein Grundrecht auf medizinische Versorgung für alle Geflüchteten und damit die Abschaffung der bisherigen Zettel-Bürokratie, die der Laune des Sozialamts unterliegt. Medizin, Beratung, Begleitung, Deutsch- und Integrationskurse, Bildungs- und Weiterbildungsangebote sind grundsätzliche Rechte für alle Menschen – wie auch das Recht auf Arbeit.

Wir setzen uns ein für ein Ende der Ungleichbehandlung von Geflüchteten und lehnen die Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge ab.“

Der Aufruf kann mit unterzeichnet werden, als Einzelperson oder als Gruppe. Mehr Informationen zu den geplanten Gesetzesänderungen und der Aufruf in zahlreichen Sprachen:
>> http://stopasyllaw.blogsport.eu/

# 25: WeltWeitWissen-Kongress: Ausschreibung Best Practice Globales Lernen – bis 1.11. bewerben!

Das Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nimmt ab diesem Jahr stärker denn je die gemeinsame Verantwortung von Menschen im Globalen Norden und Süden für ein nachhaltiges Zusammenleben und weltweite Gerechtigkeit in den Fokus.

Bürger_innen weltweit treten in Aktion – dieses Motto wird zum Programm, bei den Sustainable Development Goals (SDG) ebenso wie beim Leitbild der weltbürgerlichen Verantwortung (global citizenship). AkteurInnen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland stehen nun vor der Herausforderung, dies in ihren Projekten sichtbar zu machen und umzusetzen. Der 6. Bildungskongress „WeltWeitWissen 2016“ nimmt dies zum Anlass, ausgewählte Bildungsprojekte mit Best Practice Charakter auf einem bundesweiten „Bildungsmarkt“ vorzustellen und ihre Akteur_innen zu vernetzen. Es werden Projekte gesucht, die innovative Zugänge wählen, um Zielgruppen zu erreichen und Inhalte zu vermitteln oder allgemein gute Effekte für ein nachhaltiges Zusammenleben und weltweite Gerechtigkeit erzielen. Dafür können sich Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet bis zum 1. November 2015 bewerben. 25 ausgewählte Projekte werden vorgestellt, vier davon werden prämiert.
>> https://www.eine-welt-netz-nrw.de/seiten/fileadmin/ewn/seiten/WeltWeitWissen_Kongress_2016/WeltWeitWissen2016_Bildungsmarkt_Ausschreibung_Bewerbungsformular.pdf

# 26: EINE-WELT-PREIS 2016

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat den Eine-Welt-Preis 2016 ausgeschrieben. Angesprochen sind Personen, Gemeinden, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Partnerschaftsgruppen oder Initiativen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die sich in den vergangenen beiden Jahren kreativ und vorbildlich für lebendige Nord-Süd-Beziehungen und eine gerechtere Welt engagiert haben. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, der Gewinner des zweiten Preises erhält 2.000 Euro und der dritte Preisträger 1.500 Euro. Die Bewerbungsfrist endet am 13. November.
>> http://www.ked-nordkirche.de/eine-welt-preis.html

# 27: „Konzerne zahlen gerne?!“ – Oxfam-Petition gegen Steuertricks von Unternehmen

Im Jahr 2016 wird nur ein einziges Prozent der Weltbevölkerung mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammengenommen. Die Lücke zwischen Arm und Reich wächst. Transnationale Großkonzerne sind Mitverursacher des Problems, denn durch Steuertricks entgehen Ländern des Globalen Südens Unsummen, die sie für Investitionen im Gesundheits- oder Bildungssektor nutzen könnten. Das Problem beschränkt sich nicht auf ein paar Länder und einige besonders skrupellose Konzerne. Auf zahlreichen Gipfeln wird das Thema Steuergerechtigkeit diskutiert. Die Hilfsorganisation Oxfam sammelt online Unterschriften, die im November an die Bundesregierung übergeben werden sollen.
>> https://act.oxfam.org/deutschland/konzerne-zahlen-gerne?utm_campaign=2015-07-31-ox-nl-konzerne&utm_source=2015-07-31-ox-nl-konzerne&utm_medium=nl&utm_term=banner&utm_wec=11457

# 28: Neue iz3w-Ausgabe: „Grenzüberschreitend. Anti-Rassismus im Süden“

Das neue iz3w-Ausgabe handelt davon, wie Menschen Gewalt erfahren, weil sie konstruierten Kategorien zugeordnet werden. Das Stichwort Rassismus wirft die Frage nach seiner Definition auf: Sollte Rassismus als historisch und global wandelbares Phänomen betrachtet werden? Oder kann er nur im Zusammenhang mit dem kolonialen, also europäischen Rassismus verhandelt werden? Wichtig ist es in jedem Fall, dass sich Menschen weltweit gegen Diskriminierung zusammenschließen und ihr mit grenzüberschreitender Solidarität entgegentreten. Mit diesem Ziel vor Augen, handelt das Dossier der iz3w auch von den Kämpfen und Initiativen im Globalen Süden gegen die unterschiedlichen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

„Grenzüberschreitend. Anti-Rassismus im Süden“ (Ausgabe 350) kann für 5,30 Euro heruntergeladen oder direkt bei der iz3w bestellt werden. Die Zeitschrift findet sich auch in vielen Buchhandlungen.
>> https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/350_Anti-Rassismus

[Ende des Abschnitts Weiterlesen, Mitmachen, Bewerben und Hingehen].

## Abschnitt Vier:   Schlusslicht

 

# 29: Das geplante Asylabschreckungsrecht: Mensch nicht gleich Mensch?

„Ein Apfel, ein Ei, eine Rückfahrkarte“, so titelte Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung seinen Kommentar zur geplanten Asyl-Gesetzesänderung. Darin ist zum Beispiel die Zwangsunterbringung von Flüchtlingen bis zu sechs Monaten in Erstaufnahmelagern vorgesehen, außerdem die Herabsenkung von Sozialleistungen für Refugees unter das vom Verfassungsgericht definierte menschenwürdige Existenzminimum.

Die Pläne der Bundesregierung gehen einher mit einer Absegnung einer verschärften Außengrenzenkontrolle der EU durch die Bundesländer. Die Ministerpräsidenten, auch der Erste Bürgermeister Hamburg, Olaf Scholz (SPD), haben Ende September dem Konzept von Haftlagern, den sogenannten „Hot Spots“, an der EU-Grenze zugestimmt. Kommunen und Länder verlagern die Verantwortung auf den Bund, dieser wiederum auf die Außengrenzstaaten der EU. Der Bundestag hat zudem einen rechtswidrigen und hochbrisanten Militäreinsatz - ohne ernstzunehmende -Diskussion beschlossen. Zugleich drohe, so die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl, dass der Einsatz die Seenotrettung von Flüchtlingen vernachlässige, um Schlepper zu bekämpfen.

„Das geplante neue deutsche Asyl-Abschreckungsrecht ist ein Frevel. Es hungert die Geflohenen aus“, so Prantl weiter. Man habe in der Geschichte der Bundesrepublik schon viele seltsame, verwunderliche, bedenkliche, gefährliche, auch grundrechtswidrige Gesetzentwürfe lesen können. Dieser Gesetzentwurf nun, schlage alles bisher da Gewesene. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl spricht von Verfassungsbruch. Und Hamburg Rot-Grün? Mitte Oktober wird es im Bundesrat mit über die geplanten Verschärfungen abstimmen…
>>http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/asylrechtsverschaerfung_scharfer_widerspruch_aus_der_zivilgesellschaft/
>>http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/krieg_gegen_schlepper_bundestag_beschliesst_verfassungs_und_voelkerrechtswidrigen_militae
>>http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-ein-apfel-ein-ei-eine-rueckfahrkarte-1.2651991
>>http://stopasyllaw.blogsport.eu/

[Ende des Schlusslichts]

# 30: Technische Hinweise

Der formale Aufbau dieses Rundbriefes orientiert sich am 'Text E-Mail-Newsletter Standard' (TEN S). Der Zweck dieses Standards ist es, in textbasierten E-Mail-Newslettern die Orientierung zu vereinfachen, vor allem für diejenigen mit Seh-Beeinträchtigungen, die Geräte und Programme zur Sprachausgabe oder andere spezielle Zugriffstechniken verwenden.

Die Startseite des TEN S ist:
http://www.headstar.com/ten/

Die deutsche Übersetzung des TEN S finden Sie hier:
http://www.ude.de/ten/

Als Navigationshilfe für Screen Reader beginnen alle Überschriften mit einem Doppelkreuz "#" und enden mit einem Punkt "." Die Inhalte sind nummeriert, die Nummern folgen direkt nach dem Doppelkreuz.

Einige lange Hyperlinks in diesem Rundbrief werden durch manche E-Mail-Programme auf mehrere Zeilen umgebrochen, so dass sie nicht funktionieren. In diesem Fall bitte die komplette Zeichenkette des Hyperlinks in die Adresszeile des Webbrowsers kopieren.

[Ende Technische Hinweise] .

# 31: Impressum .

Rundbrief des Eine Welt Netzwerks Hamburg e.V.

Der Dachverband entwicklungspolitischer Initiativen in Hamburg gibt in unregelmäßigen Abständen einen Rundbrief heraus und verschickt ihn an Mitglieder und weitere Interessierte.

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg freut sich über Hinweise, Verbesserungsvorschläge, Nachrichten und Artikel für den Rundbrief – vor allem von den Mitgliedern, aber auch von Kooperationspartnern und anderen Interessierten! mailto:anke.schwarzer@ewnw.de

Herausgeber:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Große Bergstraße 255
22767 Hamburg

Phone: + 49 (0) 40 358 93 86
Fax: + 49 (0) 40 358 93 88
Mail: mailto:info@ewnw.de
Internet: http://www.ewnw.de

Steuer-Nr.: 17 / 420 / 09226
Registriert beim Amtsgericht Hamburg: VR 13700

Redaktion: Anke Schwarzer

Verantwortlich für alle Inhalte des Rundbriefs (V.i.S.d.P. und Verantwortliche gemäß ß 5 TMG): Matthias Hein

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Bestellen oder abbestellen können Sie den Rundbrief durch eine E-Mail an: mailto:info@ewnw.de oder unter der Webadresse:
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[Ende des Impressums].

[Ende des Rundbriefs].