Freiheit für Deniz! Gegen die Einschränkung von zivilgesellschaftlichen Räumen weltweit

Wir sind mit der agl solidarisch mit Deniz Yücel und unterstützen die Kräfte, die sich für seine Freiheit und die aller anderen inhaftierten Journalisten in der Türkei einsetzen. Sie unterstützt die Kampagne #freeDeniz und die Unterzeichnung der Petition für Deniz unter www.freedeniz.de.

Die agl fordert die umgehende Freilassung des Journalisten Deniz Yücel in der Türkei. Seit Mitte Februar ist Deniz in Polizeigewahrsam in Istanbul, zwei Wochen später kam er in Untersuchungshaft. „Deniz muss sofort rauskommen. Die Haftgründe sind abstrus und klar politisch motiviert, weil er als Journalist kritische und differenzierte Artikel veröffentlich hat“, so der agl-Geschäftsführer Simon Ramirez-Voltaire.

Die agl erklärt sich solidarisch mit Deniz und unterstützt die Kräfte, die sich für seine Freiheit und die aller anderen inhaftierten Journalisten in der Türkei einsetzen. Sie unterstützt die Kampagne #freeDeniz und die Unterzeichnung der Petition für Deniz unter www.freedeniz.de. „Die Bundesregierung darf nicht nachlassen, sich auf allen Ebenen für seine Freiheit und die Pressefreiheit einzusetzen. Zivilgesellschaftliche Akteure und die Menschen hierzulande sind aufgerufen, dies weiterhin mit großem Nachdruck zu fordern, bis Deniz freigekommen ist. Deniz Yücel hat nichts anderes getan, als einen guten Job als Reporter“, so der agl-Vertreter. Zivilgesellschaftliche Organisationen beobachten seit längerem in verschiedenen Ländern dramatische Einschnitte der Pressefreiheit und Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume: „Nicht nur Medien, sondern auch viele zivilgesellschaftliche Organisationen sind in Regimen mit autoritären Zügen immer weiter bedroht – auch in Ländern, die als demokratisch gelten. Die Handlungsräume der Zivilgesellschaft und auch der Entwicklungszusammenarbeit werden zunehmend beschnitten – wir müssen leider von einem Trend sprechen“, sagte Ramirez-Voltaire.

Zivilgesellschaftliche Organisationen leisten diese Auseinandersetzung unter dem Stichwort „Shrinking Spaces“. Die agl ruft dazu auf, dass sich Menschen in Deutschland, Mitarbeiter*innen von Verbänden und Nichtregierungsorganisationen und die Politik, dort, wo sie können, entschieden gegen diese Entwicklung und für die Demokratie sowie die Freiheit für Presse und Zivilgesellschaft einsetzen.

Weitere Infos zu Shrinking Spaces z.B. unter:

https://www.boell.de/de/tags/shrinking-spaces
https://www.boell.de/de/dossier-shrinking-spaces
http://blog.venro.org/tag/shrinking-space/
https://www.medico.de/material/rundschreiben/2016/shrinking-spaces/
https://www.fidh.org/en/issues/human-rights-defenders/shrinking-space-for-civil-society/
http://www.efc.be/session/shrinking-space-civil-society-can/
https://www.opendemocracy.net/openglobalrights/closing-space-for-civil-society

Über die agl: www.agl-einewelt.de

Als Dachverband der 16 Eine Welt-Landesnetzwerke setzt sich die agl mit praxisorientierten Programmen für eine zukunftsorientierte globale Entwicklung ein, die auf sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit, Demokratie und Partizipation beruht. Die agl erreicht über ihre Mitgliedsverbände bundesweit rund 10.000 entwicklungspolitische Gruppen, Initiativen und Vereine