hh postkolonial

Wie geht Hamburg mit seiner Kolonialgeschichte um? Und welche Folgen des Kolonialismus sind noch heute in der reichen Hafenstadt zu spüren? In Kooperation mit Vereinen und Initiativen aus den Bereichen Kultur, Kunst, Wissenschaft und Migration arbeitet das Eine welt Netzwerk Hamburg daran, ein differenziertes Bild der Hamburger Kolonialgeschichte und deren nachhaltige Bedeutung für die Stadt in der Öffentlichkeit zu verankern.

Website des AK Hamburg Postkolonial

Der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial informiert auf www.hamburg-postkolonial.de über seine aktuellen Aktivitäten. Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von Engagierten - u.a. aus den Bereichen Afrikanistik, Geschichtswissenschaften, Geschichtsdidaktik, Politologie, Kunst, Stadtplanung, Journalismus, Entwicklungspolitik - die die zumeist verdrängte und verleugnete Kolonialgeschichte der Stadt Hamburg und des Unterelberaums kritisch erforschen und deren Kontinuitäten offenlegen.Weiterlesen

Blog Decolonizing Hamburg

Auf dem Blog Decolonizing Hamburg gibt es Nachrichten, Aktionen und Veranstaltungshinweise rund um das Thema Postkolonialismus in Hamburg und darüber hinaus.

Appell "Völkermord ist Völkermord"

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg unterstützt mit seiner Unterzeichnung den Appell "Völkermord ist Völkermord" zur Anerkennung des deutschen Genozids im heutigen Namibia. Am 9. Juli 2015 jährte sich zum 100. Mal das Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia. Diese Fremdherrschaft basierte auf Betrug, Gewalt, Ausbeutung und einem kolonialrassistischen Weltbild. Besonders entschlossen setzten sich dagegen die OvaHerero und Nama zur Wehr. Ihr Widerstand wurde von der kaiserlichen „Schutztruppe“ mit dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts beantwortet.

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Rassismuskritischer Leitfaden

Der rassismuskritische Leitfaden zur Erstellung von Lehrmaterialien richtet sich an Lehrkräfte, Studierende, Schulbuchverlage und Kultusministerien. Er wurde von Expert_innen aus Forschung und Praxis entwickelt - als eine Antwort auf die deutliche Kritik der Schulbuchstudie "Migration und Integration" im Auftrag der Bundesregierung. Herausgegeben wurde er vom Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel (LEO) beim Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamtes Mitte von Berlin und von Elina Marmer, IMAFREDU-Projekt Hamburg.

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Runder Tisch mit Ecken

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg (EWNW) hat auf Bitte des Arbeitskreises Hamburg Postkolonial (AK) am 10.12.2014 zu einem Runden Tisch eingeladen. Thema war der Senatsbericht zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes der Stadt Hamburg und die Kritik von Selbstorganisationen Schwarzer und afrikanischer Menschen sowie solidarischer Initiativen am Senatsbericht. Rund 30 Expert_innen und Vertreter_innen migrantisch-diasporischer Gremien, postkolonialer Initiativen, oeffentlicher Institutionen, der Universität Hamburg sowie der beteiligten Behoerden und Fraktionen versammelten sich im Bürgersaal des Hamburger Rathauses.

 

"Reality Queens auf Safari" wird abgesetzt!

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg hat sich dem Tanzania Network angeschlossen und unterzeichnet gemeinsam mit anderen Organisationen ein Protestschreiben [pdf] an die ProSiebenSat1 Media AG.  Darin forderte es, die Show Reality Queens auf Safari“ unverzüglich einzustellen. Wieder einmal greift ein Sender zur Quotenverbesserung auf koloniale Stereotype zurück und fördert somit ein neokoloniales Bild von Afrika und speziell von Tansania als ehemaliger deutscher Kolonie. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Sendung - wohl auch wegen schlechter Quoten - abgesetzt werden soll.
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No Humboldt 21!

Ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg, fordert die Aussetzung der Arbeit am Humboldt-Forum im Berliner Schloss. „Das vorliegende Konzept verletzt die Würde und Eigentumsrechte von Menschen in allen Teilen der Welt, ist eurozentrisch und restaurativ“, sagt Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. In einem Aufruf fordert das Kampagnenbündnis No Humboldt 21! neben dem Moratorium eine breite öffentliche Debatte zum Humboldt-Forum.
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Afrika ist keine Wildnis!

Die Organisationen AfricAvenir International, Berlin Postkolonial und Tanzania-Network protestieren gegen
die diskriminierende Darstellung Afrikas
im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Ende April vom Bundesminister Dirk Niebel (FDP) gestartete Plakat- und Internetkampagne „The Big Five!“ zur "neuen deutschen Entwicklungszusammenarbeit’ sei "respektlos und absolut inakzeptabel“, so Lawrence Oduro-Sarpong von AfricAvenir International: „Die Bundesregierung reduziert einen Kontinent mit über 1 Milliarde Menschen auf einen Nationalpark für wilde Tiere. Der Afrikarat fordert Niebels Rücktritt.
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Umbenennung der Wissmann- und Dominikstraße

Die Bezirksversammlung Hamburg-Wandsbek hat Ende letzten Jahres einstimmig die Umbenennung zweier Kolonialstraßen beschlossen. In einem eigenen Antrag [pdf] und in einer gemeinsamen Pressemitteilung [pdf] begrüßen Selbstorganisationen afrikanischer und Schwarzer Menschen in der Bundesrepublik Deutschland und solidarischer Nichtregierungsorganisationen die Entscheidung. Sie fordern nun die Bezirksversammlung auf, die Straßen nach afrikanischen Persönlichkeiten umzubenennen, sodass der historische Bezug zur Kolonialgeschichte erhalten bleibt.

Deutschland gibt geraubte Gebeine zurück

Von 1904-1908 führten deutsche Truppen einen Vernichtungskrieg gegen die Herero, Nama und Damara, um den antikolonialen Widerstand im damaligen „Deutsch-Südwestafrika“ (heute: Republik Namibia) zu brechen. Unzählige Gebeine von Opfern des Völkermordes und der Konzentrationslager, welche die deutschen Truppen vor Ort errichteten, wurden zu rassistischen „Forschungszwecken" nach Deutschland verschickt.

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Versöhnung braucht Entschädigung

Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert Entschuldigung und offene Verhandlungen über Entschädigung mit den Nachfahren der Opfer des Genozids in Namibia. Pressemitteilung [pdf] vom 27. September von: AfricAvenir International, AFROTAK TV cyberNomads, Berliner Entwick-lungspolitischer Ratschlag (BER), Berlin Postkolonial, Deutsch-Afrikanische Gesellschaft (DAFRIG) Berlin, Global Afrikan Congress, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund), Solidaritätsdienst International (SODI).

Kasernenechos: Widerstand und Widerhall

Die Performance "Kasernenechos: Widerstand und Widerhall" zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Tanzanias, organisiert von der Initiative freedom roads! rund um die ehemalige Lettow-Vorbeck-Kaserne in Jenfeld, wurde am 9. Dezember durch ein größeres Polizeiaufgebot abgebrochen. Den Veranstaltern drohe nun eine Strafanzeige wegen einer  "unangemeldeten Demonstration" und Hausfriedensbruch, heißt es in der Pressemitteilung [pdf] der Initiative vom 15. Dezember. Näherers zur Performance in der Einladung [pdf].

Resolution: Völkermord verjährt nicht!

Aufruf zur Anerkennung und Wiedergutmachung des Völkermordes in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“, der heutigen Republik Namibia. Er richtet sich an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die am 22. März 2012 über einen Antrag auf Anerkennung und Wiedergutmachung des Völkermordes abstimmen werden - einen Tag nach dem 22. Unabhängigkeitstag Namibias.



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Hafen- und Stadttouren

Gemeinsam mit der Hafengruppe Hamburg und anderen Initiativen bietet das Eine Welt Netzwerk Hamburg jedes Jahr Hafenrundfahrten und Stadtrundgänge zu den Themen Kolonialismus, Migration und Globalisierung an.
Als größte deutsche Hafenstadt und „Tor zur Welt“ des Kaiserreichs wurde Hamburg zur Drehscheibe des deutschen Kolonialreichs in Afrika und Asien. „Kolonialwaren“, aber auch Menschen aus den Kolonien fanden ihren Weg in die Hafenstadt. Die Touren begeben sich auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung.

Koloniale Straßennamen

Die Wanderausstellung und Website freedom roads! beschäftigt sich mit kolonialen Straßennamen und postkolonialer Erinnerungskultur. Auf der Website stehen koloniale Straßennamen aus allen deutschen Städten - die Liste für Hamburg ist besonders lang...
Auf der Website befindet sich auch eine Resolution, die sich u.a. an Kommunen, Landesregierungen und den Deutschen Städtetag richtet. Auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg unterstützt die Resolution und ruft dazu auf, sie zu unterzeichnen!

Koloniales Herz der HafenCity

Die Stadt Hamburg gibt sich gerne weltoffen. Die Label "kolonial" und "überseeisch" scheinen untrennbar dazu zu gehören. Und so wird ein Hotel im Kolonialstil gebaut, ein "Colonialwarenmarkt" ins Leben gerufen und eine Straße auf den Namen "Am Kaiserkai" getauft.
In der neuen HafenCity schlägt Hamburgs koloniales Herz besonders laut. Dort gibt es Geschichtsbewusstsein von vorgestern für die Stadt von morgen. Mehr dazu im Artikel "Moderne Nostalgie. Die neue HafenCity in Hamburg würdigt den Geist des Kolonialismus" [pdf] von Anke Schwarzer in den Blättern des iz3w Nr. 318.

"Afrika-Konferenz" vor 125 Jahren

Am 26.2.1885 endete die „Afrika-Konferenz“ in Berlin. Am Jahrestag forderten das Eine Welt Netzwerk Hamburg und das Projekt afrika-hamburg.de die Stadt Hamburg auf, sich endlich kritisch mit dem kolonialen Erbe auseinanderzusetzen. Das organisierte Vergessen in der Stadt blockiert und übertönt das postkoloniale Erinnern. Hamburger Kaufleute wie Heinrich Carl Schimmelmann (1724-1782), Cesar Godeffroy (1813-1885) und Adolph Woermann (1847-1911) zählen zu den Global Playern des deutschen Kolonialismus.

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afrika-hamburg

Auf der Website www.afrika-hamburg.de wird eine laufend aktualisierte Auswahl von Veranstaltungen, Projekten, Texten, Fundstücken u.a. vorgestellt, die nach der Projektzeit von afrika-hamburg.de (2004/2005) entstanden sind.

Stadtplan „hamburg postkolonial“

Der Stadtplan „hamburg postkolonial“ des Eine Welt Netzwerks Hamburg und der Hafengruppe ist  im Verlag Pharus Plan Berlin erschienen.
Auf deutsch und englisch weist die Karte auf fast 60 wichtige Punkte in Hamburg hin, die sich um die Themen Kolonialismus, Migration und Globalisierung drehen.
Der Stadtplan ist im Buchhandel und hier beim Eine Welt Netzwerk Hamburg erhältlich.
 

"Hamburg und Kolonialismus"

Aufsatzsammlung "Hamburg und Kolonialismus" [pdf. Kolonialspuren und Gedenkkultur im Selbstverständnis der Handelsstadt". Eine Broschüre der GAL-Bürgerschaftsfraktion Hamburg, August 2007.

Dekolonisation des öffentlichen Raums

"Schimmelmann > pp. Hamburg entfernt ein Kolonialdenkmal" heißt die Veranstaltungsreihe zum Thema Sklavenhandel, Kolonialismus, Gedenkkultur und Kunst. Die Lesungen, Vorträge und Kurzfilme liefen im Herbst 2008.

So genannter "Tansania Park"

Anstelle des so genannten "Tansania Parks" auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne soll ein Ort der kritischen Auseinandersetzung mit der Kolonial- und NS-Geschichte entstehen: Dafür setzen sich das Eine Welt Netzwerk Hamburg und andere Hamburger Initiativen ein. Sie möchten dort ein würdevolles Gedenken an die Opfer von Kolonialherrschaft und Rassismus ermöglichen.
Der in Kooperation mit der Projektgruppe "Offene Kartierung" entstandene, virtuelle Rundgang führt in die Vorgeschichte des "Tansania-Parks" und in die aktuellen Auseinandersetzungen über den Umgang mit der kolonialen und nationalsozialistischen Vergangenheit der Lettow-Vorbeck-Kaserne ein.

Wandsbektransformance

Das Projekt  wandsbektransformance erkundet in Hamburgs Nordosten die Gegenwart des Kolonialen. Als forschendes Kunstprojekt geht es dazu materiellen und mentalen Spuren nach und setzt Zeichen.
Wie begegnen HamburgerInnen in Wandsbek kolonialen Traditionen? Wie gehen sie um mit kolonialen Monumenten und Symbolen? Mit Ehrungen für Wissmann, Trotha, Schimmelmann? Mit Ansehen und Wirtschaftskraft, gewonnen aus Kolonialraub, Sklaven- und Zwangsarbeit?

Ausstellung und Broschüre

"Zwischen Völkerschau und Kolonialinstitut - AfrikanerInnen im kolonialen Hamburg": So lautet der Titel einer Ausstellung des Eine Welt Netzwerks Hamburg sowie der Begleitbroschüre. Sie kamen als Seeleute der Woermann-Linie, als "Sprachgehilfen" des Hamburgischen Kolonialinstituts oder als TeilnehmerInnen von Hagenbecks Völkerschauen. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten rund zweihundert Männer und Frauen aus Afrika in Hamburg und Altona. Im Begleitband zur Ausstellung "Zwischen Völkerschau und Kolonialinstitut" begeben sich die AutorInnen Heiko Möhle, Susanne Heyn und Susann Lewerenz mit Bildern und Dokumenten auf die Suche nach den Spuren einer fast vergessenen Migrationsgeschichte.

Diskurs postkolonial

Zeitschrift: Diskurs postkolonial [pdf] (Ausgabe 01, 17.05.2006) von SchülerInnen des Heisenberg-Gymnasiums, Leistungskurs Geschichte

Weitere Links

www.berliner-afrika-konferenz.de/index.html

www.freiburg-postkolonial.de

www.berlin-postkolonial.de

www.fb10.uni-bremen.de/inputs/default.aspx

www.africavenir.org/de