WeltWeitWissen Kongress 2016

Das Eine Welt Netz Nordrhein-Westfalen ist 2016 der Veranstalter des bundesweiten Kongress für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dieser wird vom 14. bis 16. April 2016 in Bonn stattfinden. Ab jetzt ist es schon möglich, sich mit einem Projekt für den Bildungsmarkt zu bewerben. Weitere Informationen gibt es hier.

Appell "Völkermord ist Völkermord"

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg unterstützt mit seiner Unterzeichnung den Appell "Völkermord ist Völkermord" zur Anerkennung des deutschen Genozids im heutigen Namibia. Am 9. Juli 2015 jährte sich zum 100. Mal das Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia. Diese Fremdherrschaft basierte auf Betrug, Gewalt, Ausbeutung und einem kolonialrassistischen Weltbild. Besonders entschlossen setzten sich dagegen die OvaHerero und Nama zur Wehr. Ihr Widerstand wurde von der kaiserlichen „Schutztruppe“ mit dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts beantwortet.

Dokumentation der Alternativen Hafenkonferenz

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg, Mitgliedsgruppen und Partnerorganisationen haben am 30. und 31. Mai die alternative Hafenkonferenz "Geschäfte ohne Rücksicht auf Verluste?" veranstaltet - als Kontrapunkt zum Welthafenkongress der International Association of Ports and Harbors (IAPH). Über 120 Teilnehmer_innen und Referent_innen fragten an den beiden Tagen nach dem Preis, der für die Geschäfte rund um den Hafen zu zahlen ist. Mit Diskussionen, Vorträgen, einer Ausstellung, Filmen, einer Fahrradtour und einer Hafenrundfahrt nahm sie verschiedene Aspekte rund um den Hafen in den Blick. Die Vorträge, Fotos, Filme und Präsentationen finden Sie hier.

Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

Die Initiative zum Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân sowie zahlreiche Organisationen, darunter auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg fordern die Umbenennung der Hamburger Halskestraße. Dort wurden die beiden Vietnamesen Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags. Dieser jährt sich im August 2015 zum 35. Mal. Verübt wurde der Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in der Hamburger Halskestraße in der Nacht zum 22. August 1980 von zwei Mitgliedern der terroristischen Neonazigruppe „Deutsche Aktionsgruppen“. Bis heute erinnert in Hamburg nichts an den Tod von Đỗ Anh Lân und Nguyễn Ngọc Châu.

Staatssekretär Kitschelt zu Gast bei Eine Welt-Promotor_innen

Zivilgesellschaft schiebt Nachhaltigkeit in Deutschland an – davon konnte sich der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Friedrich Kitschelt in Berlin überzeugen. Kitschelt war Gast beim „3. Bundestreffen der Promotorinnen und Promotoren“, zu dem Engagierte für die Eine Welt aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren. Hier die Pressemitteilung [pdf] der "Promotor_innen für Eine Welt". Sie sind Teil des zivilgesellschaftlichen Eine Welt-PromotorInnen-Programms, das von Bund und Ländern gefördert wird. In Hamburg gibt es seit 2013 zwei Promotor_innen-Stellen: eine zum Globalen Lernen und eine zur Stärkung von Fairhandels-Aktivitäten. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg setzt sich dafür ein, dass auch ab 2016 Promotor_innen-Stellen in der Hansestadt eingerichtet werden.

Faire Schule Hamburg

Nur wer selbst fair behandelt wird, ist auch bereit, andere fair zu behandeln! Diese Grundidee setzt die Faire Schule um, indem sie Schulen dabei berät, wie sie ihr Schulprofil stärker auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen ausrichten können. Das Konzept wurde vom Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum EPIZ e.V. entwickelt, das in Berlin seit 2013 erfolgreich die Faire Schule umsetzt.

"Not about us without us!"

FasiaJansenStrBundesweite Selbstorganisationen von Menschen afrikanischer Herkunft und der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial bieten ihre Mitarbeit an Deutschlands erstem stadtweiten Erinnerungskonzept zur Kolonialgeschichte an. "Aber Hamburgs Kulturausschuss lehnte ein Gremium zur konzeptionellen Zusammenarbeit ab", kritisieren der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland.

Kritik am neuen Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg schließt sich der Kritik zahlreicher entwicklungspolitischer Gruppen und Wissenschafter_innen an, die zu dem Ergebnis kommen, dass der Orientierungsrahmen - auch im Entwurf seiner Neufassung - seinem eigenen Anspruch und Ziel einer transformativen Bildung nicht gerecht wird. Stattdessen ist der Orientierungsrahmen in seiner aktuellen Form als Produkt der weißen bürgerlichen Mehrheitsgesellschaft erkennbar, der wiederum nur eine weiße bürgerliche Mehrheitsgesellschaft als Zielgruppe mitdenkt.

Wenig Geld und viel zu sagen

Mit guter Öffentlichkeitsarbeit lässt sich Aufmerksamkeit für das eigene Anliegen erzeugen! Die Broschüre "Wenig Geld und viel zu sagen" des Eine Welt Netzwerks Hamburg liefert Grundbausteine der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für
entwicklungspolitische Vereine mit kleinem Budget. Sie gibt Orientierung