Sozialgerechter Einkauf

Ob Kopierpapier, Computer, Dienstkleidung, Pflastersteine oder Holzbänke: Die öffentliche Hand in Deutschland kauft jährlich Produkte im Wert von ca. 360 Milliarden Euro (dieses entspricht etwa 17% des Bruttoinlandsprodukts).
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg möchte, zusammen mit vielen anderen entwicklungs- und umweltpolitischen Gruppen dazu beitragen, dass die öffentliche Beschaffung sich an nachvollziehbaren sozialen und ökologischen Kriterien orientiert. Durch öffentliche Veranstaltungen, Fachseminare für BeschafferInnen, Aufklärungsmaterial und Lobbyarbeit begleitet es diesen Prozess. Hamburg hat mit dem neuen Vergabegesetz vom Januar 2009 einen wichtigen Schritt gemacht. Doch nun gilt es, dem Beschluss endlich Taten folgen zu lassen.
Außerdem thematisiert das EWNW  das Ungleichgewicht in der Weltwirtschaft und wirbt für die Idee des Fairen Handels: langfristige und partnerschaftliche Handelsverträge, Vorfinanzierung und Vergabe von Kleinkrediten, ein höherer und stabiler Preis für die Produkte sowie Förderung von demokratischen Strukturen und Sozialprojekten, z.B. im Bildungs- und Gesundheitsbereich.

 

Discounter im Visier

Eine von der Kampagne für Saubere Kleidung in Auftrag gegebene Recherche untersuchte die Arbeitsbedingungen in elf Zulieferbetrieben von Aldi, Lidl und KiK im Billiglohnland Bangladesch. Die 2012 erschienene Studie "Im Visier: Discounter [pdf]" ging der Frage nach, ob die bisherige Politik der Corporate Social Responsibility (CSR) der Discount-Riesen wirklich zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken geführt haben. Die Studie kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Menschenunwürdige Arbeitsrechtsverletzungen gehören auch weiterhin zum Arbeitsalltag der NäherInnen.

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Fairtrade-Award an Lidl ist geschmacklos

Ende März hat Transfair e.V. den „Fairtrade-Award“ an den Discounter Lidl vergeben. In einer Stellungnahme [pdf] distanzieren sich Gruppen und Firmen, die ebenfalls im Fairen Handel tätig sind, von dieser Ehrung für Lidl. Sie sei geschmacklos und schädlich, so die Unterzeichner El Rojito. e.V., Gepa Nord, Mobile Bildung e.V., Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Weltlager Ellerhoop und Neugraben fairändern. Diesen Discounter auszuzeichnen, der durch seine Preispolitik generell dafür sorgt, dass bäuerliche Landwirtschaft im Norden wie im Süden keine Chance mehr hat, zeugt von Instinktlosigkeit und mangelndem Verständnis für die Ziele, für die der Faire Handel steht.

Fairer Handel: SPD-Senat antwortet auf Anfrage

Titelverleihung Fairtrade-Stadt ohne weitere Stärkung des Fairen Handels? Das fragte die Abgeordnete Katharina Fegebank (GAL) den Senat. Hier finden Sie die Antwort des SPD-Senats [pdf] auf die Schriftliche Kleine Anfrage.
 

Hamburg erhält den Titel „Fair Trade Stadt“

 

Soziales Marketing für die Stadt der Pfeffersäcke: Das Eine Welt Netzwerk Hamburg bemängelt halbherziges Vorgehen und fehlende Kohärenz in Sachen Fairer Handel. Am 27. Mai verleiht die Fair-Handels-Organisation TransFair der Stadt Hamburg im Festsaal des Rathauses den Titel „Fair Trade Stadt“.

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Flyer für Kommunen

Das Fachforum Konsum & Produktion der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) hat drei Flyer erstellt, die bei Erstgesprächen zur nachhaltigen Beschaffung mit VertreterInnen von Kommunen und Kirchengemeinden eingesetzt werden können.

Die Flyer geben eine kurze und kompakte Übersicht zu den Einstiegsfragen bei der Einführung von Sozial- und Umweltstandards in der Beschaffung.

Faire Woche 2011

Im September zeigen Hamburger Vereine, Weltläden, Initiativen, Cafés und Gastronomiebetriebe mit besonderen Aktionen, inwiefern der Faire Handel mehr Gerechtigkeit im Welthandel, mehr Zukunft für die Kleinbauern und ihre Familien sowie mehr Nachhaltigkeit für Umwelt und VerbraucherInnen bringt. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg bietet eine Schiffstour durch den Hamburger Hafen und informiert über Aktivitäten rund um den Fairen Handel. Alle Infoabende, Filme, Verkostungen und Diskussionsrunden stehen im Faire-Woche-2011-Programm [pdf]. Weiterlesen »

Fachkonferenzen 2011

In Zusammenarbeit mit den anderen norddeutschen Landesnetzwerken veranstaltete das Eine Welt Netzwerk Hamburg im Juni 2011 eine Fachkonferenz zum Öffentlichen Einkauf von Dienstkleidung. EinkäuferInnen, EntscheidungsträgerInnen und VertreterInnen von Nicht-Regierungsorganisationen berieten in Hamburg über wirksame Wege zu einer Umsetzung von Sozialstandards im öffentlichen Einkauf von Uniformen und anderer Dienstkleidung und Textilien. Am 22. November 2011 findet in Bremen zu diesem Thema der bundesweite Kongress "Nicht nur sauber, sondern rein?" statt.

Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik

Der Senat hat Mitte Juli die zwölf ehrenamtlichen Mitglieder des Rates für nachhaltige Entwicklungspolitik für die zweite Amtszeit (von 2011 bis 2015) ernannt, davon fünf Mitglieder auf Vorschlag der Hamburgischen Bürgerschaft.

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Fairer Handel: SPD-Senat antwortet auf Anfrage

Titelverleihung Fairtrade-Stadt ohne weitere Stärkung des Fairen Handels? Das fragte die Abgeordnete Katharina Fegebank (GAL) den Senat. Hier finden Sie die Antwort des SPD-Senats [pdf] auf die Schriftliche Kleine Anfrage.

 

Broschüre Öffentlicher Einkauf

Wie ist der aktuelle Stand der Aktivitäten, Umsetzung und Kontrolle im öko-sozialen Beschaffungsdschungel in Deutschland und Europa? Die vom Netzwerk Unternehmensverantwortung (CorA) herausgegebene Werkmappe “Quo vadis, Beschaffung?“ [pdf] zeigt die großen Lücken bei der Implementierung und Kontrolle von kommunalen Ratsbeschlüssen auf. Sie bietet auch eine umfassende Darstellung des Umsetzungsstandes und der Reichweite bestehender Landesvergabegesetze. Außerdem wirft sie einen Blick auf die Zusammenarbeit von Verwaltung und Nichtregierungsorganisationen: Welche Strategien, Aktivitäten und Herangehensweisen wirken sich förderlich auf die öko-soziale Beschaffung der öffentlichen Hand aus?

 

Fair Trade Stadt Hamburg

Die Stadt Hamburg ist "Fair Trade Stadt". Die Broschüre "Hamburg auf dem Weg zur wachsenden Fair Trade Stadt" [pdf] dokumentiert das Internationale Fachgespräch, das der Verein Mobile Bildung und das Eine Welt Netzwerk Hamburg im November 2010 veranstaltet haben. Weitere Informationen rund um den Titel und den Fairen Handel gibt es außerdem auf www.fairtradestadt-hamburg.de

 

Fachkonferenz 2010

Welche Relevanz haben die ILO-Kernarbeitsnormen für die Öffentliche Beschaffung in Hamburg? Was sagt das Hamburgische Vergabegesetz? Wie sieht eine gute Kooperation zwischen Zivilgesellschaft und öffentlicher Hand bei der Umsetzung sozial verantwortlicher Öffentlicher Beschaffung aus? Und wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen beim Einkauf von Computern? Nicht nur über diese Fragen diskutierten Teilnehmende aus Behörden, NRO und Unternehmen am Fachgespräch „Stand und Perspektiven einer sozial verantwortlichen Beschaffung in Hamburg“ am 3. November 2010. Mehr Informationen in der Tagungs-Dokumentation [pdf].
 

 

Aktionsbündnis "hamburg mal fair"

Das Aktionsbündnis „hamburg mal fair“, an dem sich auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg beteiligt, setzt sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Ländern des Südens ein und informiert über den Fairen Handel. Schwerpunkt in den vergangenen Jahren waren der Textilhandel. Es standen aber auch die ungerechten Bedingungen bei der Produktion von Schokolade und Fußbällen im Mittelpunkt. Auf der Website des Aktionsbündnisses finden sich Informationen zum jeweiligen Thema, Bildungsangebote und Mitmachaktionen.

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Hamburger Senat will Sozialstandards beachten

Erfolg für Hamburger Eine-Welt-Initiativen: Der Hamburger Senat will zukünftig bei der Vergabe öffentlicher Liefer- und Bauaufträge sicherstellen, dass die Lieferanten die Kernarbeitsnormen der Weltarbeitsorganisation ILO einhalten.
Aus Sicht des Eine Welt Netzwerks Hamburg (EWNW) ist das ein großer Erfolg zivilgesellschaftlichen Engagements in Hamburg. Denn seit langem fordern Hamburger Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen vom Senat, endlich anderen deutschen Kommunen zu folgen und soziale Mindeststandards in den öffentlichen Beschaffungsrichtlinien zu verankern.

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Aktionsplan des CorA-Netzwerks

Einen Aktionsplan für eine verantwortliche öffentliche Beschaffung hat das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung am 11. Juni 2009 vorgelegt. Darin fordern über 40 Verbände, unter ihnen kirchliche Institutionen, Gewerkschaften, verbraucher-, umwelt- und entwicklungspolitische Verbände, den Staat auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Im April wurde dazu die notwendige Gesetzgrundlage geschaffen: Staatliche Stellen können nun auch ökologische und soziale Kriterien bei ihren Einkäufen anwenden. Auf der Webseite www.cora-netz.de gibt es weitere Informationen, u.a. den Aktionsplan als Download.

 

Fachtagung 2007

Müssen Kinder in Indien Spielzeug für unsere Kitas herstellen? Wie lang ist der Arbeitstag einer Näherin in China, die Uniformen für die Polizei herstellt? Unter welchen Bedingungen wird der Computer hergestellt, ohne den unser Arbeitsalltag heute kaum noch denkbar wäre? Über 60 Interessierte aus Behörden, Nichtregierungsorganisationen, öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen, Universitäten, Gewerkschaften und Parteien besuchten die Fachtagung des EWNW „Sozial gerecht einkaufen. Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung“ am 11. September 2007.
 

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