Was war moveGLOBAL/GLOKAL 2009-2011?
Das EWNW hat von Juli 2009 bis Dezember 2010 das Projekt moveGLOBAL Hamburg sowie ab Januar 2011 das Folgeprojekt moveGLOKAL durchgeführt. Mit einer Projektanalyse beendet das EWNW das Projekt moveGLOKAL zum Jahresende 2011.
Was wollte das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL?
Hier einige Informationen aus der Selbstdarstellung:
Das Projekt strebt an, die Einkapselung von entwicklungspolitischen Vereinen der weiß-deutschen Mehrheitsgesellschaft auf der einen Seite und der migrantisch-diasporischen Organisationen (MDO) auf der anderen Seite aufzulösen.
Das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL wirkt in die MDO hinein und macht deren Arbeit stärker sichtbar. Und es verändert auch die bisherige Arbeit der Eine-Welt-Szene, die trotz vielfältigen internationalen Austauschs noch stark von der Perspektive der weißdeutschen Mehrheitsgesellschaft geprägt ist. Weitere Informationen im Flyer moveGLOBAL [pdf] aus dem Jahr 2010.
Perspektivwechsel in der Eine-Welt-Arbeit
Ein Perspektivwechsel in der von meist weiß-deutsch geprägten Initiativen der Eine-Welt-Arbeit bedeutet auch, migrantischdiasporischen Organisationen (MDO) stärker miteinzubeziehen. Als Herausforderung steht eine interkulturelle Öffnung der etablierten Eine-Welt-Organisationen an. Dies betrifft aber auch andere Institutionen der Einwanderungsgesellschaft. Denn schon lange ist klar: Vor allem Menschen, die akzeptiert sind, denen Chancen geboten werden und die nicht täglich um ihre Würde und ihre Existenz kämpfen müssen, engagieren sich auch in zivilgesellschaftlichen Belangen.
Migrantisch-Diasporische Organisationen (MDO)
Menschen, deren Lebensrealität transnational ist, prägen den Alltag in Hamburg. Das Projekt moveGLOBAL/GLOKAL verwendet in Anlehnung an die internationale Praxis den Begriff Diaspora. Dieser lässt sich nicht nur als „Zerstreuung“ verstehen, sondern auch im Sinne des griechischen sporadikos bzw. spora. Dieses Wort beschreibt den Samen bzw. den Akt des Säens. Damit soll verdeutlicht werden, dass Diasporen ein großes Potential sowohl für ihr gegenwärtiges Heimat- als auch ihr Herkunftsland darstellen. Der Begriff illustriert die politische Neuorientierung: Migration wird nicht mehr nur als Problem, sondern auch als Potenzial gesehen.
Weitere Informationen zu den Zielen des Projekts moveGLOBAL/GLOKAL und seiner Aktivitäten stehen im Jahresbericht 2009 [pdf] und 2010 [pdf].


