Der Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfähig
Kritischer Nachhaltigkeitsbericht 2015 des Zukunftsrates: Der Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfähig. Wenn alle so leben würden, wie die Bevölkerung hier, bräuchten wir das Dreifache der Ressourcen des Planeten. Die Stadt als politische Gemeinschaft versagt darin, ihre Verantwortung zu übernehmen. Die Ökonomie der Stadt dient nicht unbedingt den Menschen. Solange die strategische Ausrichtung und der politische Wille nicht anders werden, bleibt Hamburg in Sachen Nachhaltigkeit "old school". Mit diesem Fazit stellte der Zukunftsrat den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2015 [pdf] vor. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg ist eines von mehr als hundert Mitgliedern des Zukunftsrates, die im Sinne einer Lokalen Agenda 21 für ein zukunftsfähiges Hamburg arbeiten wollen.
Aus dem Inhalt
Im weltweiten Vergleich – und dies ist grundsätzlich die Sicht von Nachhaltigkeit – ist die Inanspruchnahme des Globus durch den/die Durchschnitts-Hamburger_in nicht verallgemeinerungsfähig. Sein und ihr Lebensstil übernutzt die Schätze des Planeten. Dies gilt für die Belastung des Klimas ebenso wie für den Verbrauch von Ressourcen. Von einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ist Hamburg weit entfernt.
In Zeiten weiterhin starker Liberalisierungstendenzen in Weltwirtschaft und Welthandel (Stichwort: TTIP) erscheint es dringender denn je zu sein, die Entwicklung unserer Stadt an langfristigen, „werthaltigen“ Kriterien zu messen und zu orientieren, Die Messlatten der globalen ökologischen Tragfähigkeit und des sozialen Ausgleichs stellen dabei die Dominanz des ökonomischen Wachstumsdogmas bewusst in Frage.



