Kunst in Verantwortung
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg hat den Offenen Brief von Kulturschaffenden aus Hamburg "Kunst in Verantwortung" mitunterzeichnet, um damit seine Solidarität mit Kampnagel zu bekunden. Im Dezember letzten Jahres hatte die AfD Hamburg gegen die Intendantin von Kampnagel, Amelie Deuflhard, Strafanzeige gestellt, da sie mit einer Kunstaktion Lampedusa-Flüchtlinge unterstützt und Geflüchtete dort auch während der Kunstaktion wohnen können. Konkret wird ihr von der AfD „Beihilfe zu Ausländerstraftaten“ und „Untreue“ vorgeworfen.
EWNW-Themenspinner
Wir wollen das Netzwerk enger knüpfen, neue Verbindungen schaffen, gemeinsame Ziele entwickeln und Kooperations-möglichkeiten entdecken! Deshalb gibt es seit Februar 2015 den Themenspinner, das monatliche Mitgliedertreffen des Eine Welt Netzwerk Hamburg. Das nächste Treffen findet am 9. März statt. Ort und Thema geben wir demnächst bekannt. Meldet euch gerne, wenn ihr Ideenvorschläge habt!
Faire Schule Hamburg
Nur wer selbst fair behandelt wird, ist auch bereit, andere fair zu behandeln! Diese Grundidee setzt die Faire Schule um, indem sie Schulen dabei berät, wie sie ihr Schulprofil stärker auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen ausrichten können. Das Konzept wurde vom Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum EPIZ e.V. entwickelt, das in Berlin seit 2013 erfolgreich die Faire Schule umsetzt. Um die Faire Schule auch in Hamburg zu verankern, hat sich das Team Faire Schule gegründet. Beteiligt sind das Landesinstitut für Lehrerbildung & Schulentwicklung (LI), die Open School 21, peace brigades international (pbi) und die Agrar Koordination. Praxisnah und engagiert begleiten sie Schulen auf ihrem Weg zur Fairen Schule. Interessierte Schulen können sich gerne an Promotorin für Globales Lernen, wenden.
Der Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfähig
Kritischer Nachhaltigkeitsbericht 2015 des Zukunftsrates: Der Hamburger Lebensstil ist nicht zukunftsfähig. Wenn alle so leben würden, wie die Bevölkerung hier, bräuchten wir das Dreifache der Ressourcen des Planeten. Die Stadt als politische Gemeinschaft versagt darin, ihre Verantwortung zu übernehmen. Die Ökonomie der Stadt dient nicht unbedingt den Menschen. Solange die strategische Ausrichtung und der politische Wille nicht anders werden, bleibt Hamburg in Sachen Nachhaltigkeit "old school". Mit diesem Fazit stellte der Zukunftsrat den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2015 [pdf] vor. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg ist eines von mehr als hundert Mitgliedern des Zukunftsrates, die im Sinne einer Lokalen Agenda 21 für ein zukunftsfähiges Hamburg arbeiten wollen.
"Not about us without us!"
Bundesweite Selbstorganisationen von Menschen afrikanischer Herkunft und der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial bieten ihre Mitarbeit an Deutschlands erstem stadtweiten Erinnerungskonzept zur Kolonialgeschichte an. "Aber Hamburgs Kulturausschuss lehnte ein Gremium zur konzeptionellen Zusammenarbeit ab", kritisieren der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland.
VENRO: Zukunftscharta muss umgesetzt werden!
Die Ziele der Zukunftscharta müssen konkretisiert und umgesetzt werden – das fordert der Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungs-organisationen (VENRO) anlässlich der Übergabe der Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Angela Merkel am 24. November 2014 in Berlin.
Ausbeutung von Textilarbeiterinnen ist weiter in Mode
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg sprach im November 2014 mit der Aktivistin und Forscherin Dr. Samina Luthfa über die aktuelle Situation der Textilarbeiterinnen und deren Zukunftsperspektive in Bangladesch. Die Lage der Textilarbeiterinnen in Bangladesch sei immer noch prekär. Internationaler Druck helfe und müsse von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften verstetigt werden. Ein großes Problem sei das Versagen des Staates und des Arbeitgeberverbandes, so die Soziologin an der Universität Dhaka. Sie ist auf Einladung des Entwicklungsforums Bangladesch e.V. in Deutschland, um die Arbeitsbedingungen der globalisierten Textilindustrie bekannt zu machen und um Verbündete im Kampf für verbindliche internationale Arbeits- und Sozialstandards zu gewinnen. Das Interview mit Dr. Samina Luthfa und mehr zu den Hintergründe zu Rana Plaza finden Sie hier.
Kritik am neuen Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg schließt sich der Kritik zahlreicher entwicklungspolitischer Gruppen und Wissenschafter_innen an, die zu dem Ergebnis kommen, dass der Orientierungsrahmen - auch im Entwurf seiner Neufassung - seinem eigenen Anspruch und Ziel einer transformativen Bildung nicht gerecht wird. Stattdessen ist der Orientierungsrahmen in seiner aktuellen Form als Produkt der weißen bürgerlichen Mehrheitsgesellschaft erkennbar, der wiederum nur eine weiße bürgerliche Mehrheitsgesellschaft als Zielgruppe mitdenkt.
Wenig Geld und viel zu sagen
Mit guter Öffentlichkeitsarbeit lässt sich Aufmerksamkeit für das eigene Anliegen erzeugen! Die Broschüre "Wenig Geld und viel zu sagen" des Eine Welt Netzwerks Hamburg liefert Grundbausteine der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für
entwicklungspolitische Vereine mit kleinem Budget. Sie gibt Orientierung
für EinsteigerInnen und vermittelt hilfreiche Kniffe aus der Praxis. Neben der Gestaltung eines eigenen Faltblattes steht die Pressearbeit mit dem Instrument der Pressemitteilung im Zentrum der Broschüre. Sie beschäftigt sich auch mit Sprache und Bilderwelten jenseits der Klischees. Und sie wirft ein Licht auf die gesetzlichen Regeln, die es bei der Öffentlichkeitsarbeit zu beachten gilt. Das 36-seitige Heft kostet vier Euro (plus Versandkosten) und kann hier bestellt werden. Jede Mitgliedsgruppe erhält bei Interesse ein kostenloses Exemplar per Post. Es kann aber auch gerne in unserem Büro oder auf einer unserer Veranstaltungen abgeholt werden.
Mach mit beim Stadtplan der Globalisierung!
Auf Webmap Hamburg Global finden sich auf einem Hamburger Stadtplan Orte, die mit entwicklungspolitischen Themen verbunden sind: Migration, Hafen und Handel, Postkoloniales oder Energiepolitik. Engagierte Vereine, Initiativen und Einzelpersonen markieren auf den Karten Spots, die zu spannenden Artikeln führen und einen kritischen Blick auf die heutige Stadt Hamburg und ihre Vergangenheit werfen. Alle Interessierten sind eingeladen, beim Stadtplan der Globalisierung des Eine Welt Netzwerks Hamburg mitzumachen, eigene Artikel zu veröffentlichen oder andere Beiträge zu kommentieren. Infos zur Webmap Hamburg Global, Hinweise auf neue Artikel und Kommentare gibt es auch auf Twitter: https://twitter.com/HamburgGlobal


