Deutschland gibt geraubte Gebeine zurück
Von 1904-1908 führten deutsche Truppen einen Vernichtungskrieg gegen die Herero, Nama und Damara, um den antikolonialen Widerstand im damaligen „Deutsch-Südwestafrika“ (heute: Republik Namibia) zu brechen. Unzählige Gebeine von Opfern des Völkermordes und der Konzentrationslager, welche die deutschen Truppen vor Ort errichteten, wurden zu rassistischen „Forschungszwecken" nach Deutschland verschickt.
Hunderte davon übernahm die Berliner Charité, die sie bis heute in ihrer Sammlung aufbewahrt. Erst auf Druck einer kritischen Öffentlichkeit in Namibia und Deutschland hat die Charité mit der Rückführung der geraubten Gebeine an die Nachfahren begonnen. Vom 26.9. bis 3.10.2025 wird nun eine erste Delegation verschiedener namibischer Opferverbände erwartet, welche die sterblichen Überreste von 20 Menschen in Empfang nehmen und nach Namibia zurückbringen wird.
Weitere Informationen, Online-Kondolenz-Buch und Veranstaltungen in Berlin: www.africavenir.org



