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G20 muss Wirtschafts- und Finanzpolitik in Richtung Nachhaltigkeit umsteuern

Das VENRO-Positionspapier „G20 – ein Beitrag zu globaler Nachhaltigkeitspolitik?“ liegt vor. Wir lesen es zur Vorbereitung auf den G20-Gipfel in Hamburg 2017.

Die G20 hat inklusives und robustes Wirtschaftswachstum zum übergeordneten Leitprinzip erklärt, das sich als Fortsetzung der Beschlüsse unter australischer Präsidentschaft auch im aktuellen türkischen G20-Präsidentschaftsprogramm widerspiegelt. Dies steht im klaren Widerspruch zu den Zielen der Agenda 2030 und den Anforderungen an eine internationale Klimaschutzpolitik.

In 2015 hat sich die internationale Staatengemeinschaft auf die Agenda 2030 einschließlich neuer globaler Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) verständigt, die Armutsbekämpfung, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Umweltschutz, Frieden und Sicherheit ins Zentrum stellt. 

Damit wird deutlich, dass es angesichts von wachsender Armut und Ungerechtigkeiten sowie der zunehmenden Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein »Weiter-so« in der internationalen Wirtschafts- und Finanzpolitik nicht geben kann. 

Mit dem vorliegenden Positionspapier möchte VENRO entwicklungspolitische Positionen in die politische Diskussion einbringen und die Bundesregierung in die Pflicht nehmen, sich angesichts der globalen Herausforderungen im Rahmen der G20 für ein deutliches Umsteuern hin zu mehr Armutsbekämpfung, Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung einzusetzen.

Das VENRO-Positionspapier steht auch auf Englisch, in der VENRO-Mediathek zum Download bereit.