Stadtrundgänge
Stadtrundgänge zu Kolonialismus, Migration und Globalisierung
Als größte deutsche Hafenstadt und „Tor zur Welt“ des Kaiserreichs wurde Hamburg zur Drehscheibe des deutschen Kolonialreichs in Afrika und Asien. „Kolonialwaren“, aber auch Menschen aus den Kolonien fanden ihren Weg in die Hafenstadt. Hamburger Initiativen begeben sich auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung.
Programm-Flyer 2015 Hafen- und Stadttouren [pdf]
Die HafenCity zwischen kosmopolitischem Flair und kolonialen Echos - Vom Baumwall über die Elbphilharmonie bis zum Überseequartier
Die HafenCity möchte ein weltoffenes, internationales Flair vermitteln. Gleichzeitig stehen die Namen vieler Plätze, Straßen und Gebäude für ein eurozentristisches Weltbild. Diese rückwärtsgewandte Namensgebung in einem modernem Stadtteil vertieft die historische Trennung zwischen Norden und Süden. Sie setzt eine Art des Erinnerns und Gedenkens im öffentlichen Raum fort, die die Geschichte des Globalen Südens ignoriert und sie als "Überseehandel" verklärt. Auf unserem Stadtrundgang setzen wir uns mit den Widersprüchen zwischen postmoderner und kolonialer Stadtplanung auseinander. Wir besuchen Orte wie das "Vespucci Haus" und die "Marco-Polo-Terassen" und begegnen dabei einem kosmopolitischem Flair zwischen "Kolonialnostalgie" und einem "Postkolonialismus to go".
Termine
So 03. Mai, 14 Uhr
So 21. Juni, 14 Uhr
So 13. September, 15 Uhr
Leitung
Tania Mancheno (Dipl. Pol.) und Andreas Schneider (Dipl. Ing.)
Ort
U-Bahnstation Baumwall, Ausgang Elbphilharmonie
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
9 Euro, ermäßigt 5 Euro
VeranstalterInnen
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial und Eine Welt Netzwerk Hamburg
Die versteckten Schiffe der Speicherstadt - Kolonialismus und Widerstand - Vom Chilehaus bis zum Überseequartier
Auf einer alternativen Reise in die Geschichte der Stadt setzen wir uns mit dem Symbol des Schiffs auseinander, das eng mit Hamburg verknüpft ist. Zwischen Speicherstadt und Überseequartier besichtigen wir verschiedene Orte, die sich mit dem Motiv des Schiffs in Verbindung bringen lassen. Die versteckten Schiffe in der Stadt machen die kolonialen Verflechtungen im öffentlichen Raum sichtbar. Sie sind gleichermaßen mit der kolonialen Expansion und Versklavung als auch mit Widerstand, Befreiung und Migration verflochten. Wie nehmen wir diese Verstrickungen wahr? Auf unserer Reise in die Geschichte der Speicherstadt begleiten uns dekoloniale Kritiker_innen und karibische Denker_innen. Ihre historisch-philosophische Arbeit hilft uns, die Verbindung der Stadt Hamburg mit der Symbolik des Schiffs neu zu lesen.
Termine
So 26. April, 14 Uhr
So 14. Juni, 14 Uhr
So 13. September, 11 Uhr
Leitung
Tania Mancheno (Dipl. Pol.) und Andreas Schneider (Dipl. Ing.)
Ort
U-Bahnstation Messberg, Eingang Chilehaus
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
9 Euro, ermäßigt 5 Euro
VeranstalterInnen
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial und Eine Welt Netzwerk Hamburg
Daheim in der Fremde - Einwanderung nach St. Pauli und Altona
Die Entwicklung Altonas zur zweitgrößten dänischen Stadt, St. Paulis Ruf als berühmtester Hamburger Stadtteil: Mehr als 400 Jahre Einwanderung haben hier Spuren hinterlassen. Ob chinesische Matrosen im »China Town« nahe der Grenze nach Altona oder Religionsflüchtlinge wie z.B. die Mennonitengemeinde in der Großen Freiheit - MigrantInnen aus aller Welt haben diesen beiden Orten ihren Stempel aufgedrückt. Zwischen Königstraße, Paul-Roosen-Straße und Elbufer geht dieser Rundgang der Einwanderungsgeschichte und -gegenwart nach.
Termine
Nur nach Vereinbarung, St. Pauli Archiv, Telefon: 040-3194772
Leitung
Martin Spruijt
Ort
Hauptkirche St. Trinitatis Altona, Kirchenstraße (S-Bahn Königstraße)
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
9,- / erm. 5,- €
VeranstalterInnen
St. Pauli Archiv e.V.
Web
www.st-pauli-archiv.de
Geschichte(n) einer Migrationsgesellschaft
Einwanderung im postkolonialen Hamburg
Der Stadtrundgang nimmt die verschiedenen Einwanderungen nach Hamburg im 20. und 21. Jahrhundert unter die Lupe. Vor allem durch den Hafen, den Handel und die Kolonien sind Menschen aus aller Welt nach Hamburg gekommen, um hier zu leben und zu arbeiten. Die Hansestadt ist heute bekannt für ihre vielfältigen migrantischen Communities. Das offizielle Hamburg als »Tor zur Welt« entwirft gerne ein weltoffenes und tolerantes Bild von sich. Allerdings sehen sich viele Migrant_innen im Alltag mit Vorurteilen und Stereotypen konfrontiert, deren historische Entstehung dieser Rundgang in den Blick nimmt. Die Tour über die Neustadt und St. Pauli beleuchtet wichtige Mosaiksteine der kolonialen und aktuellen Migration nach Hamburg. Sie führt vom Bismarck-Denkmal über die ehemalige Seewarte zum Bernhard- Nocht-Institut und endet auf der Reeperbahn.
Termine
Termine nach Vereinbarung
Leitung
Manuel Aßner
Ort
St. Pauli, am Fuß des Bismarckdenkmals
Dauer
ca. 1,5 Stunden
Preis
7 ,- / erm. 5 Euro
VeranstalterInnen
grenzgänger | forschung & training im Netzwerk Migration in Europa e.V.
Branntwein, Bibeln und Bananen
Hamburgs Kolonialgeschichte: Vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal
Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit Sklaven, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«.
Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht. Er basiert auf den Arbeiten des Historikers Heiko Möhle und wird auf seinen Wunsch hin weitergeführt.
Termine
Fr 24. April, 17:30 Uhr
Fr 08. Mai, 17:30 Uhr
Fr 12. Juni, 17:30 Uhr
Fr 03. Juli, 17:30 Uhr
Fr 18. September, 17:30 Uhr im Rahmen der Fairen Woche
Leitung:
Mina Ringel
Kathrin Treins
Ort
Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
7,- / erm. 5,- €
VeranstalterInnen
Eine Welt Netzwerk Hamburg und AK Hamburg Postkolonial
Die kolonialen Spuren in der HafenCity
Von der Speicherstadt durch das Überseequartier zur Elbphilharmonie
Alte rote Backsteinbauten und neue spiegelglatte Fassaden stehen sich in der HafenCity gegenüber. Wo früher Waren aus Übersee gelagert und deutsche Kolonialtruppen entsandt wurden, entsteht Hamburgs jüngster Stadtteil. Zwischen Speicherstadt und Elbphilharmonie zeigen wir, wie diese Vergangenheit bis heute in den öffentlichen Raum eingeschrieben ist. Welche Bilder prägen diese Stadtentwicklung? Auf welchen historischen Kontinuitäten beruhen sie, mit welchen Emotionen spielen sie? Und welche Spuren hat Hamburgs Handel hinterlassen – in der Stadt und darüber hinaus?
In unseren Rundgang begeben wir uns auf die Suche nach Spuren der Hafengeschichte, die gleichermaßen von Wohlstand und Plünderung erzählen.
Termine
Termine nach Vereinbarung
Leitung
Tania Mancheno und Andreas Schneider
Ort
U-Meßberg, Eingang Chile-Haus
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
7 ,- / erm. 5 Euro
VeranstalterInnen
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial
Koloniale Kontinuitäten
Vom »Tansania-Park« zur Städtepartnerschaft Hamburg - Dar es Salaam
Als die Bundeswehr Ende der 1990er Jahre ihren Kasernen-Standort in Jenfeld aufgab, erlebte die Stadt Hamburg ein böses Erwachen: Sie erbte Denkmäler aus der Zeit des Nationalsozialismus. Die Skulpturen und Reliefs sollten den Anspruch der Nazis auf die Weltherrschaft unterstreichen – mit dem Verweis auf die vermeintlichen Großtaten in den ehemaligen Kolonien. Die aberwitzig anmutende Idee, eine ehemalige Kaserne, ein Instrument nationalsozialistischer Propaganda und Kolonialismus-Verherrlichung, in einen Ort der »Völkerverständigung« mit dem beschaulichen Namen »Tansania-Park« umzudeuten, führte damals bundesweit zu Verwunderung. Die Parkbegehung zeichnet die Auseinandersetzung um das Gelände nach – und damit auch um die Deutung von Kolonialismus und Nord-Süd-Partnerschaft. Sie beleuchtet, wie viel koloniales Denken und Handeln bis heute in der Städtepartnerschaft mit der ehemaligen Kolonialhauptstadt Dar es Salaam weiterlebt.
Termine
Termine nach Vereinbarung
Leitung
Kurt Hirschler
Ort
ehem. Lettow-Vorbeck-Kaserne, Wilsonstraße 45
U-Wandsbek Markt, Bus 162/262 bis Haltestelle Kuehnstraße (Ost)
Dauer
ca. 2,5 Stunden
Preis
7 ,- / erm. 5 Euro
VeranstalterInnen
bildungsreise-tanzania.de
Menschen ohne Papiere in Hamburg
Leben zwischen Alltag und der Angst vor Entdeckung
Sie hüten Kinder, sie putzen und sie bauen Häuser - Es gibt zahlreiche Menschen in Hamburg, die in das alltägliche Leben eingebunden sind, die aber nach dem Gesetz eigentlich nicht hier sein dürften: irreguläre MigrantInnen. Egal ob bei der Wohnungssuche, der Einschulung der Kinder, auf dem Weg zur Arbeit oder bei einer Krankheit – die Bewältigung des Alltags bedarf in dieser Situation einer guten Organisation. Der Stadtrundgang informiert über die Lebenssituationen von Menschen ohne Papiere und klärt über Mythen und Stereotype auf. Und er bietet die Gelegenheit, Netzwerke und Organisationen von und für Menschen ohne Papiere näher kennenzulernen. Die Tour führt von Altona aus in Richtung Reeperbahn.
Termine
Sa 06. Juni, 14 Uhr
Sa 19. September, 14 Uhr
Leitung:
Anne Kimm
Ort
im Bahnhof Altona, Service Point
Dauer
ca. 1,5 Stunden
Preis
7,- / erm. 5,- €
VeranstalterInnen
grenzgänger | forschung & training im Netzwerk Migration in Europa e.V.
Uhuru heißt Freiheit
Der Bezirk Hamburg-Wandsbek ist Standort eines Ensembles von Kolonialdenkmälern, das in der Zeit des Nationalsozialismus auf dem Kasernengelände errichtet wurde. Eine der Kasernen hatte man damals nach dem rechtsextremen General Paul von Lettow-Vorbeck benannt. Auch nach dem 2. Weltkrieg setzte sich die Kolonialverherrlichung fort: Die Bundeswehr hielt über Jahrzehnte das Andenken an die Kommandeure der berüchtigten »Schutztruppe« im einstigen »Deutsch-Ostafrika« in Ehren. Später sollten rassistische Kriegerdenkmäler im so genannten »Tansania-Park« die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Dar es Salaam untermauern. Unsere Performance erinnert an den afrikanischen Widerstand und gedenkt der Opfer des deutschen Kolonialismus.
Termine
http://www.hamburg-postkolonial.de/rundgaenge.html
Leitung:
Mnyaka Sururu Mboro, Zaida Horstmann, Christian Kopp
Ort
Eingang ehem. Lettow-Vorbeck-Kaserne, Wilsonstraße 45, Hamburg-Jenfeld, U-Wandsbek Markt, Bus 162/262 bis Haltestelle Kuehnstraße (Ost)
Dauer
ca. 1,5 bis 2 Stunden
Preis
Spenden erwünscht
VeranstalterInnen
Initiative freedom roads! und Arbeitskreis Hamburg Postkolonial
Migrantische Communities in St. Georg
Identitäten, Religionen und Ökonomie
Im Stadtteil St. Georg, gleich neben dem Hamburger Hauptbahnhof, leben und arbeiten Menschen aus verschiedensten Ländern dieser Welt. Ihr Alltagsleben spielt sich zwischen Geschäften, Schulen, Familien, Moscheen, Firmen, Kinos und Cafés ab, wie in vielen anderen Großstädten auch. Von der Bäckerei über Geschäfte des täglichen Bedarfs bis zu Moscheen zeigt dieser Rundgang Leben und lokale Ökonomie des vielfältigen Stadtteils. Die Tour widmet sich dabei den vielschichtigen Identitäten und hinterfragt gängige und gleichförmige Bilder von »migrantischen Communities«. Der Islam als Projektionsfläche von »Andersartigkeit« wird ebenso unter die Lupe genommen, wie die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in Hamburg. Der Rundgang führt vom Steindamm durch St. Georg und endet am Hansaplatz.
Termine:
Sa 09. Mai, 14 Uhr
Sa 26. September, 14 Uhr
Leitung:
Sula Ziagaki
Ort
St. Georg, vor dem Hotel Graf Moltke, Steindamm 1
Dauer
ca. 1,5 Stunden
Preis
7 € / erm. 5 €
VeranstalterInnen
grenzgänger | forschung & training im Netzwerk Migration in Europa e.V.
Info: www.grenzgaenger-hamburg.de
»aus Baltimore Toback, aus Surinam
Kaffee, aus Afrika Gummi«
(Caspar Voght 1752-1839) Auf Altonas kolonialen Spuren. Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung »freedom roads!«, 12. August bis 22. September im Kunsthaus Hamburg
Prächtige Elbparks, herrschaftliche Villen, repräsentative Kontorhäuser, rentable Manufakturen und einträgliche Schiffswerften gehörten zur Lebenswelt der global agierenden »Merchant Bankers« in Altona. Wir begeben uns auf die Spuren der großbürgerlichen Kolonialhandelsherren. Wir werfen einen prüfenden Blick auf Warenströme und Handelsbilanzen ebenso wie auf die Biographien zwischen hochtönenden Revolutionsideen hier und skrupellosen Geschäftspraktiken in Übersee. Und wir spüren den Schicksalen derjenigen nach, die dabei versklavt und kolonisiert wurden und die
aufstanden, um gegen das koloniale Unrecht zu kämpfen. Die Route führt über die Königstraße zur Palmaille, die eine der ältesten Straßen der Stadt ist. Wir besuchen das Altonaer Rathaus, den Friedhof an der Christianskirche, Arbeitswelten am Elbufer und Parklandschaften am Elbhang.
Termine:
http://www.hamburg-postkolonial.de/rundgaenge.html
Leitung:
HMJokinen
Ort
vor dem Laden Otto Hatje, Zigarrenmacher, Alte Königstr. 5 (S-Königstraße)
Dauer
ca. 2,5 Stunden
Preis
7 € / erm. 5 €
VeranstalterInnen
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, Initiative freedom roads! und afrika-hamburg.de
Migration im postkolonialen Hamburg
Kontinuitäten und Brüche in der Einwanderung
Der Stadtrundgang nimmt die verschiedenen Strukturen der Migration nach Hamburg im 20. und 21. Jahrhundert unter die Lupe. Vor allem durch den Hafen, den Handel und die Kolonien sind Menschen aus aller Welt nach Hamburg gekommen, um hier zu leben und zu arbeiten.
Die Hansestadt ist bekannt für seine vielfältigen Diasporas und das offizielle Hamburg als »Tor zur Welt« entwirft ein weltoffenes und tolerantes Bild von sich. Doch weder historisch noch aktuell trifft diese Sicht zu, zumindest nicht für alle Gruppen von MigrantInnen. Der Rundgang über die Neustadt und St. Pauli beleuchtet wichtige Mosaiksteine von der kolonialen bis zur aktuellen Migration nach Hamburg. Er führt zum Beispiel durch das Portugiesenviertel, vorbei am Bernhard-Nocht-Institut und an der Cap San Diego bis hin zum ehemaligen Chinesenviertel.
Termine
Termine nach Vereinbarung
Leitung:
Manuel Aßner (Netzwerk Migration in Europa e.V., AK Nord)
Ort
St. Pauli Landungsbrücken am Fuß des Pegelturms
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
7,- / erm. 5,- €
VeranstalterInnen
Netzwerk Migration in Europa e.V.
Stadt und Land im Fluss
Wilhelmsburg im Wandel: vom Reiherstiegviertel durch Wilhelmsburgs »Neue Mitte« über Kirchdorf-Süd zum Naturschutzgebiet Heukenlock
Hamburgs große Elbinsel befindet sich in einem enormen Wandel. Insbesondere die Internationale Bauausstellung und die Internationale Gartenschau verändern das Gesicht des von MigrantInnen geprägten Stadtteils. Darüber hinaus werden neue Wege für den motorisierten Verkehr geplant, die quer über die Insel führen sollen. Die Fahrradtour zeigt, wie sich diese Projekte auf Hamburgs größten Stadtteil auswirken. Sie beleuchtet Wilhelmsburg als einen besonders facettenreichen Stadtteil: Gezeigt wird auch das alltägliche Leben auf der Flussinsel jenseits der Großereignisse, zwischen Hochhaussiedlungen, Industrieanlagen, Naturschutz- und Naherholungsgebieten.
Termine:
Termine nach Vereinbarung
Leitung:
Eike Winkler
Ort
Alte Zollstation Klütjenfelder Straße/Reiherstieg Hauptdeich (mit eigenen Fährrädern)
Dauer
ca. 3 Stunden
Preis
7 € / erm. 5 €
VeranstalterInnen
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Galão und Salpeter / Galão y Salitre
Spanien, Portugal und Lateinamerika in Hamburg
La vinculación de España, Portugal y América Latina con Hamburgo
Der Galão ist fester Bestandteil der Hamburger Kaffeekultur geworden. Der Handel mit Salpeter aus Chile hat Hamburger Kaufleuten und Reedern zu Reichtum und Macht verholfen, ebenso wie der Handel mit Zucker und Kaffee. Von architektonisch markanten Bauwerken wie dem Chilehaus oder dem Laeisz-Kontor lassen sich die engen Verbindungen nach Lateinamerika verdeutlichen. Auch die Spuren der Handelsnetzwerke sephardischer Juden, die im 15. Jahrhundert nach ihrer Vertreibung aus Spanien und Portugal Zuflucht in Hamburg gefunden hatten, beleuchtet diese Tour. Der Rundgang verbindet die Geschichte der Migration und des Handels mit aktuellen Einrichtungen wie der EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung. Dabei geht es vom Chilehaus über das ehemalige wirtschaftlich-politische Herz Hamburgs bis zum Portugiesenviertel.
Termine:
Termine nach Vereinbarung
Leitung:
Manuel Aßner und Daniel Roempler Dellien
Ort
Hamburg Altstadt, im Innenhof des Chilehauses
Dauer
ca. 1,5 Stunden
Preis
7 € / erm. 5 €
VeranstalterInnen
Netzwerk Migration in Europa e.V.
Info: www.grenzgaenger-hamburg.de
Wer kommt und geht durch das Tor zur Welt?
Einwanderung im postkolonialen Hamburg
Der Stadtrundgang nimmt die verschiedenen Einwanderungen nach Hamburg im 20. und 21. Jahrhundert unter die Lupe. Vor allem durch den Hafen, den Handel und die Kolonien sind Menschen aus aller Welt nach Hamburg gekommen, um hier zu leben und zu arbeiten. Die Hansestadt ist heute bekannt für ihre vielfältigen migrantischen Communities. Das offizielle Hamburg als «Tor zur Welt” entwirft gerne ein weltoffenes und tolerantes Bild von sich. Allerdings sehen sich viele MigrantInnen im Alltag mit
Vorurteilen und Stereotypen konfrontiert, deren historische Entstehung dieser Rundgang in den Blick nimmt. Die Tour über die Neustadt und St. Pauli beleuchtet wichtige Mosaiksteine der kolonialen und aktuellen Migration nach Hamburg. Sie führt vom
Bismarck-Denkmal über die ehemalige Seewarte zum Bernhard Nocht-Institut und endet auf der Reeperbahn.
Termine
Termine nach Vereinbarung
Leitung:
Manuel Aßner
Ort
St. Pauli, am Fuß des Bismarck-Denkmals
Dauer
ca. 1,5 Stunden
Preis
7 € / erm. 5 €
VeranstalterInnen
Netzwerk Migration in Europa e.V.
Info: www.ewnw.de
Kokosnüsse, Kaiserkult und Kolonialflair
HafenCity postkolonial: von der Speicherstadt durch das Überseequartier zur Elbphilharmonie
Alte rote Backsteinbauten und neue spiegelglatte Fassaden stehen sich in der HafenCity gegenüber. Die Prestigebauten zeugen von Handel, Ausbeutung und Wohlstand in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart. Wo früher Waren aus Übersee gelagert und deutsche Kolonialtruppen entsandt wurden, entsteht die HafenCity - Hamburgs jüngster Stadtteil. Wie wird diese Vergangenheit heute in die Stadtentwicklung eingebunden? Entsteht zwischen Speicherstadt, Kreuzfahrtterminal und Elbphilharmonie ein moderner Stadtteil mit Identitäten von vorgestern?
Termine
Termine nach Vereinbarung
Leitung:
Mina Ringel
Andreas Schneider
Ort
U-Meßberg (Eingang Chilehaus)
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
7,- / erm. 5,- €
VeranstalterInnen
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
AK Hamburg Poskolonial




