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Broschüre "Mit kolonialen Grüßen..."

Der Verein glokal hat die Broschüre “Mit kolonialen Grüßen… Berichte und Erzählungen von Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet" [pdf] herausgebracht. Sie bietet einen Einstieg für Menschen, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über den globalen Süden in koloniale und rassistische Strukturen verwickelt sind.
 

Die Broschüre des Vereins glokal führt in zentrale Themen wie Herrschaftsverhältnisse im globalen Kontext, Kolonialismus und Rassismus sowie in die Wirkungsmacht von Bildern und Sprache ein. Darüber hinaus werden einige der üblicherweise in Berichten auftauchenden Erzählmuster aufgegriffen und analysiert. Leitfragen und Anregungen ermöglichen es den LeserInneen, eigene Vorstellungen, Sprechweisen und Bilder selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen und alternative Handlungsoptionen zu entwickeln.

Gedruckte Exemplare können auf Rechnung bestellt werden:

Bitte eine E-Mail unter Angabe der Adresse an:
Die Schutzgebühr beträgt 2 Euro pro Stück, ab 50 Stück 1,50 Euro pro Exemplark, zzgl. Versandkosten.

Warum diese Broschüre?

Der Verein schreibt dazu: "Als glokal e.V. arbeiten wir seit einigen Jahren in der (entwicklungs-)politischen Bildungsarbeit, auch in der Vor- und Nachbereitung sowie Begleitung von jungen Menschen, die einen Freiwilligendienst, eine Jugendbegegnung oder einen Schüler_innenaustausch in Ländern des globalen Südens machen. Durch unsere Arbeit ist uns immer wieder aufgefallen, dass viele der Berichte, Blogs und Bilder nicht mit den Inhalten der pädagogischen Begleitung und den Zielen der Organisationen und Förderprogramme übereinstimmen, sondern diesen sogar widersprechen.

Während z.B. auf Begleitseminaren die Themen Vorurteile und Rassismus den Trainer_innen oftmals ein Anliegen sind, werden Menschen und Länder des globalen Südens in den Berichten überwiegend stereotyp und rassistisch dargestellt – sei es bewusst oder unbewusst.

All dies ist natürlich Teil dessen, wie der globale Süden generell im und durch den globalen Norden, z.B. in Schulbüchern oder in den Medien, repräsentiert wird. Unsere eigenen Erfahrungen als Reisende, Berichte von Freund_innen und Bekannten und das Wissen darüber, dass Teilnehmende von Freiwilligendiensten im globalen Süden oft einen Großteil ihrer Freizeit damit verbringen, mit Freund_innen und Familie zu kommunizieren und vom Erlebten zu berichten, hat uns dazu bewogen, uns diesem Themenbereich zu widmen."