Antirassismus-Training: “Learning to be White”
Sonntag, 03. November 2013, 16.00 Uhr
Trainer:
Austen Peter Brandt, Evangelischer Pfarrer, Begründer von Phoenix e.V. und Leiter von Phoenix-Anti-Rassismus-Trainings und Empowerment-Trainings
Mahmut Delice, (geb. 1985 in Duisburg) engagiert sich seit 2007 beim anti-rassistischen Verein Phoenix e.V für eine Kultur der Verständigung und ist als Co-Trainer für White Awareness und Empowerment Trainings tätig. Zur Zeit lebt er in Großbritannien und studiert Soziologie an der University of London.
Unsicherheit, Rassismus und ein Mangel an Kommunikation prägen nach wie vor die Beziehungen zwischen Mitgliedern der weißen Mehrheitsgesellschaft und denen, die als AusländerInnen, MigrantInnen oder Angehörige einer anderen Kultur identifiziert werden.
Auch bei Menschen, die bereits ein Gefühl für ein gleichberechtigtes Miteinander entwickelt haben, setzt sich bei genauerer Betrachtung rassistisches Denken und Handeln mit seinen Vorurteilen, Herrschaftsansprüchen und verborgenen Bildern fort.
Das Erkennen von rassistischen Denk- und Gefühlsmustern und ihre Prägung auf Persönlichkeit und Gesellschaft ist eine der Grundlagen zur Entwicklung von antirassistischen Handlungskonzepten.
Strategien für Kultur der Verständigung
Das Wochenendseminar richtet sich an Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft, die ihre Prägungen und ihr Verhalten reflektieren, die Geschichte und die Wirkungsweise des Rassismus näher kennen lernen und gemeinsam an Strategien für eine Kultur der Verständigung und Begegnung arbeiten möchten.
Dabei soll die Ebene der Schuld und des individuellen Versagens verlassen und stattdessen eine Ebene von weißer Verantwortung und interkulturellem Miteinander erschlossen werden. Das Ziel ist eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Menschen der weißen Mehrheitsgesellschaft und „People of Colour“. Auch sollen nachhaltige Schritte gegen Rassismus entwickelt werden.
Geschichte und Wirkungsweise von Rassismus
In dem Phoenix-Training „Learning to be White“ geben die beiden Trainer Inputs zur Geschichte und Wirkungsweise des Rassismus und erarbeiten mit den Teilnehmenden Strategien für die private und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rassismus. Sie geben den weißen Teilnehmenden die Möglichkeit, eine Reise in die eigene Sozialisation zu unternehmen:
Was wissen „wir“ über „die anderen“ und was über „uns selbst“? Was ist „erlernt“, was ist „wahr“ und was „Konstruktion“? Was ist eine „Weiße Identität“ in einer „multikulturellen Welt“? Was hindert und was fördert unsere Begegnungen?
Es kommen unterschiedliche Formen und Methoden der Arbeit (z.B. Video- und Wortinputs, PartnerInnen- und Gruppenarbeit, Rollenspiele und Einzelübungen) zum Einsatz.
Die positive Bereitschaft zur offenen Mitarbeit und eine durchgehende Teilnahme am Training setzen wir voraus.


