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Fachtagung Öffentlicher Einkauf

Über 60 Interessierte aus Behörden, Nichtregierungsorganisationen, öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen, Universitäten, Gewerkschaften und Parteien besuchten die Fachtagung des EWNW „Sozial gerecht einkaufen. Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung“ am 11. September 2007.

Müssen Kinder in Indien Spielzeug für unsere Kitas herstellen? Wie lang ist der Arbeitstag einer Näherin in China, die Uniformen für die Polizei herstellt? Unter welchen Bedingungen wird der Computer hergestellt, ohne den unser Arbeitsalltag heute kaum noch denkbar wäre?

Die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen von Konsumgütern erlangen in der öffentlichen Debatte immer größere Aufmerksamkeit. Dabei ist die Einhaltung von Sozialstandards bei der Herstellung von Produkten wie Kaffee, Blumen, Textilien oder Kinderspielzeug nicht nur für die einzelnen KonsumentInnen von wachsendem Interesse.

Auch auf kommunaler Ebene hat ein Bewusstseinswandel eingesetzt: Die Städte Neuss und Düsseldorf haben die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in ihren Vergabekriterien verankert. Über 70 Kommunen haben Beschlüsse gegen die Beschaffung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit gefasst – Hamburg gehört bisher nicht dazu.

Die Veranstaltung richtet sich an VertreterInnen der Behörden, MitarbeiterInnen aus öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und PolitikerInnen. Sie informiert über Möglichkeiten des „fairen“ Einkaufs für öffentliche Einrichtungen und über den aktuellen Stand der Hamburger Bemühungen, Sozialstandards in den Vergabekriterien zu etablieren.

Vorträge

Gisela Burckhardt von der Kamagne für saubere Kleidung [pdf]:
Einführung in die Bemühungen Sozialstandards bei der kommunalen Beschaffung zu berücksichtigen am Beispiel der Aktivitäten des ehemaligen Entwicklungspolitischen Beirates in Hamburg und des 2006 entstandenen Fachforums in Nordrheinwestfalen.

Hans Randl von der Finanzbehörde Hamburg [pdf]:
Vorstellung und Zusammenfassung der von der Senatskanzlei beim Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) in Auftrag gegebenen Studie „Sozial verantwortliche Beschaffung der öffentlichen Hand“ sowie Darstellung der Maßnahmen, die Hamburg ergreifen wird.

Gisela Burckhardt von der Kampagne für saubere Kleidung [pdf]:
Einführung in das Thema „Öffentliche Beschaffung“ anhand der Darstellung der weltweiten Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie der sozialen Mindeststandards auf Grundlage von ILO-Übereinkommen und Benennung positiver Beispiele einer „fairen“ kommunalen Beschaffung in Deutschland und in anderen Ländern Europas.

Dagmar Vogt-Sädler vom Umweltamt der Stadt Neuss [pdf]:
Positives Beispiel aus der kommunalen Praxis: Darstellung der Neusser Aktivitäten soziale Mindeststandards beim Einkauf von Produkten für öffentliche Einrichtungen zu berücksichtigen.

Ursula Keller vom Umweltamt Düsseldorf [pdf]:
Positives Beispiel aus der kommunalen Praxis: Darstellung der Düsseldorfer Aktivitäten soziale Mindeststandards beim Einkauf von Produkten für öffentliche Einrichtungen zu berücksichtigen.

Thomas Maibaum, Rechtsanwalt [pdf]:
Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen für nachhaltige Beschaffung in Kommunen und eine Aufnahme von Sozialstandards in die Vergabekriterien.

Weitere Informationen können Sie hier [pdf] downloaden.